Flugsicherung in Schweden 10.01.2014, 09:00 Uhr

Remote-Tower-Technik von Saab ersetzt Kontrollturm

In Schweden sind Kontrolltürme auf kleinen Flughäfen zukünftig keine Pflicht mehr. Stattdessen können benachbarte Großflughäfen die Flugsicherung übernehmen. Zum Einsatz kommt dabei die Remote-Tower-Technik des Saab-Konzerns. 

Mehrere Bildschirme und Projektoren bieten dem Fluglotsen ein Panorama-Bild des Flughafens. Er kann somit live das Wetter beobachten und anfliegende Flugzeuge navigieren. Bei Nacht hilft ein Infrarotmodus. 

Mehrere Bildschirme und Projektoren bieten dem Fluglotsen ein Panorama-Bild des Flughafens. Er kann somit live das Wetter beobachten und anfliegende Flugzeuge navigieren. Bei Nacht hilft ein Infrarotmodus. 

Foto: Saab

Die schwedische Zivilluftfahrtbehörde hat jetzt der so genannten Remote-Tower-Technik die Verkehrszulassung erteilt. Vom März dieses Jahres an wird es in Schweden zulässig sein, dass ein Flughafen von einem Kontrollturm überwacht wird, der Hunderte von Kilometern entfernt steht. Norwegen geht den gleichen Weg. Und in Australien wird gegenwärtig untersucht, ob diese Technik auch für diesen Erdteil sinnvoll und realisierbar ist.

Zweifellos müssen große Flughäfen über einen eigenen Kontrollturm für die Flugsicherung verfügen. Bei kleinen Flughäfen kann das aber anders aussehen. In manchen Ländern mit unwegsamen Gegenden sind die Bewohner ganz kleiner Städte besonders stark auf den Flugverkehr angewiesen. Wenn der örtliche Flughafen aber nur relativ selten angeflogen wird, dann belasten ihn die Kosten für einen eigenen Kontrollturm übermäßig.

Das hat den schwedischen Saab-Konzern veranlasst, vor sieben Jahren mit den Entwicklungsarbeiten einer Remote-Tower-Technik zu beginnen. Mit dieser Technik beschäftigt sich heute die vom Saab-Konzern in 2011 übernommene Gesellschaft Sensis. 2013 ist die niederländische Gesellschaft Holland Institute of Traffic Technology (HITT) hinzugekommen.

Remote-Tower-Technik arbeitet mit riesigen Bildschirmen

Über zehn Bildschirme bieten dem Fluglotsen ein Panorama-Bild, wie es sich von einem Kontrollturm vor Ort aus böte. Er kann also mit den Piloten nicht nur sprechen, sondern zugleich auch live das sich nähernde Flugzeug und die Wetterbedingungen beobachten. Bei Nacht hilft ihm ein Infrarotmodus. Bei schlechtem Wetter kann das System das Bild automatisch verbessern.

Örnsköldsvik macht den Anfang

Der erste schwedische Flughafen, der die Remote-Tower-Technik nutzt, wird Örnsköldsvik sein. Der künftig für diesen Flughafen zuständige Kontrollturm steht in Sundsvall. Dieser Kontrollturm ist in der Lage, gut ausgebildete und damit auch hoch bezahlte Fluglotsen zu beschäftigen, die Örnsköldsvik mitbedienen.

In Australien geht es bei den laufenden Untersuchungen darum, den relativ kleinen Flughafen von Alice Springs vom Kontrollturm des Großstadt-Flughafens Adelaide aus kontrollieren zu lassen. 

Von Peter Odrich

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