Ausschreibung läuft 16.06.2014, 12:40 Uhr

Private Unternehmen sollen weiter nach vermisster Boeing 777 suchen

Anfang August soll die Suche nach der seit mehr als drei Monaten vermissten Boeing 777-200 der Malaysian Airlines wieder aufgenommen werden. Die neue Suchaktion soll maximal zehn Monate dauern und ein Gebiet von rund 60.000 Quadratkilometern im Pazifik abdecken. Die australische Verkehrssicherheitsbehörde ATSB sucht dafür private Auftragnehmer. 

Nachdem die Suche des Militärs nach dem verschwundenen Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord erfolglos beendet wurde, sollen private Unternehmen ab August erneut einen Versuch starten. 

Nachdem die Suche des Militärs nach dem verschwundenen Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord erfolglos beendet wurde, sollen private Unternehmen ab August erneut einen Versuch starten. 

Foto: dpa/Royal Australian Navy

Einschlägige Angebote nehmen die australischen Behörden bis zum 30. Juni an. Der ausgeschriebene Kontrakt sieht eine Laufzeit von zehn Monaten vor. Alle 25 Tage müssen mindestens 5000 Quadratkilometer Meeresboden abgesucht sein. Das Suchgebiet liegt in jenem Teil des Pazifik, der als Südlicher Indischer Ozean apostrophiert wird. Konkret geht es um 60.000 Quadratkilometer zwischen dem 20. und dem 39. Breitengrad. Aus diesem Gebiet kam die letzte Satelliten-Kommunikation des seither vermissten Flugzeugs.

Suche in 6000 Meter Tiefe

Zu den Schwierigkeiten der erneuten Suche zählt die große Wassertiefe im Suchgebiet. Sie reicht bis zu 6000 Meter Tiefe, in der der Meeresboden abgesucht und aufgezeichnet werden muss. Die australischen Behörden haben in der Ausschreibung aufgeführt, dass die Zahlungen partiell zurückbehalten werden können, wenn das Suchsoll von 5000 Quadratkilometern binnen jeweils 25 Tagen nicht erfüllt wird. Umgekehrt wird dem Betreiber der Suchaktion zugesichert, dass das Unternehmen bei frühzeitiger Entdeckung der Überreste der verunglückten Maschine eine Mindestvergütung erhält.

Heiße Debatten um künftige Automatisierung der Positionsmeldungen 

Das nahezu spurlose Verschwinden der malaysischen Maschine hat die Luftfahrt aufgerüttelt: Auf der jüngsten Jahrestagung des Internationalen Luftverkehrsverbandes IATA (International Air Transport Association) Anfang Juni in Doha wurde heftig über die Automatisierung der Positionsmeldungen von Flugzeugen debattiert. Eine wesentliche Rolle spielte dabei die Frage nach den Kosten eines solchen Systems. IATA-Generaldirektor Tony Tyler schloss einzelne Möglichkeiten der Vollautomatisierung von vornherein aus, weil sie untragbar teuer seien. Tim Clark, Präsident der großen nahöstlichen Fluggesellschaft Emirates aus Dubai, sähe die Entscheidung, wie im Einzelnen verfahren wird, am liebsten bei den Fluggesellschaften selbst. Clark betonte in Doha, bei Emirates werde sehr schnell registriert, wenn ein Flugzeug von seinem vorgegeben Kurs abwiche. 

Gedenktag: Am 15. Juni waren es 100 Tage seit dem Verschwinden des Flugs MH370. 

Gedenktag: Am 15. Juni waren es 100 Tage seit dem Verschwinden des Flugs MH370. 

Foto: dpa

Air France, die vor fünf Jahren ein Flugzeug über dem Mittelatlantik verlor, dessen Wrack erst nach mehreren Jahren gefunden wurde, kündigte an, in der IATA-Arbeitsgruppe zum Thema Positionsmeldungen eine führende Rolle spielen zu wollen. Air France hat für die eigene Gesellschaft bereits ein automatisiertes System eingeführt, dass alle zehn Minuten von jedem Flugzeug eine Positionsmeldung an die Air France-Zentrale sendet. Air-France-Chef Alexandre de Juniac plädiert dennoch für eine einheitliche Regelung für den gesamten Luftverkehr.

Streit um die Abschaltbarkeit des Positionsmeldesystems

Besondes heftigen Streit gab es in Doha bei der Frage, ob das automatisierte Positionsmeldesystem vom Flight Deck abgeschaltet werden könne. Während die meisten Stimmen dagegen opponierten, betonten einige Fluggesellschaften, dass die Abschaltbarkeit dann unumgänglich sei, wenn ein Brand ausbräche, der von dem System oder aus dessen räumlicher Nachbarschaft stamme. 

Top Stellenangebote

Infineon Technologies AG-Firmenlogo
Infineon Technologies AG Berechnungsingenieur FEM - Strukturmechanik und Thermik (w/m) Warstein
Landeshauptstadt München Ingenieur/in der Fachrichtung Versorgungstechnik / Gebäudetechnik München
Fresenius Medical Care Deutschland GmbH-Firmenlogo
Fresenius Medical Care Deutschland GmbH Director Supplier Quality Management EMEA (m/w) Bad Homburg
Bayernhafen GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Bayernhafen GmbH & Co. KG Bauingenieur (m/w) Schwerpunkt Bahnbau / Tiefbau Regensburg
Fresenius Medical Care Deutschland GmbH-Firmenlogo
Fresenius Medical Care Deutschland GmbH Projektingenieur Maschinenbau (m/w) St. Wendel
Fresenius Medical Care Deutschland GmbH-Firmenlogo
Fresenius Medical Care Deutschland GmbH Projektingenieur Verfahrenstechnik (m/w) St. Wendel
Fresenius Medical Care Deutschland GmbH-Firmenlogo
Fresenius Medical Care Deutschland GmbH Projektingenieur Elektrotechnik (m/w) St. Wendel
Heraeus-Firmenlogo
Heraeus Global Engineering Coordinator (m/w) Kleinostheim
P&A Diplom-Ingenieur (Bau) / Master für Statik/Konstruktion (m/w) Eisenach, Hörselberg-Hainich, Gerstungen, Gotha, Mühlhausen
VISHAY ELECTRONIC GmbH-Firmenlogo
VISHAY ELECTRONIC GmbH Product Marketing Engineer (m/w) Landshut, Selb