Position unsicher 14.11.2014, 10:29 Uhr

Philae sendet Bilder vom Kometen

Noch ist nicht sicher, ob der Lander Philae über längere Zeit Daten vom Kometen Tschuri wird liefern können: Experten versuchen mit allen Mitteln, seine genaue Position zu entdecken und ihn womöglich besser aufzustellen. Derweil liefert Philae schon eindrucksvolle Bilder.

Ein Bein hängt in der Luft: Das erste Panoramafoto von Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (Tschuri). Das Minilabor ist umgeben von großen Gesteinsblöcken und steht schief. Außerdem bekommt der Lander nur wenig Licht ab – ein Problem für die Stromversorgung mit Solarzellen. Der Komet Tschuri ist nur etwa vier Kilometer lang. Entsprechend gering ist seine Anziehungskraft, was die Landung erschwerte.

Ein Bein hängt in der Luft: Das erste Panoramafoto von Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (Tschuri). Das Minilabor ist umgeben von großen Gesteinsblöcken und steht schief. Außerdem bekommt der Lander nur wenig Licht ab – ein Problem für die Stromversorgung mit Solarzellen. Der Komet Tschuri ist nur etwa vier Kilometer lang. Entsprechend gering ist seine Anziehungskraft, was die Landung erschwerte.

Foto: ESA/Rosetta/Philae/CIVA

Ausblicke ins Weltall, Aufnahmen von der Oberfläche des Kometen Tschuri: Das Minilabor Philae hat kurz nach seiner Landung schon eine Reihe von Bildern in Richtung Erde gefunkt. Eines davon zeigt den Kometen aus einer Entfernung von rund 40 Metern. Deutlich sichtbar ist, dass er von Geröll und Staub bedeckt ist. Der Block in der oberen rechten Ecke dieses Fotos hat einen Durchmesser von fünf Metern. Daneben ist ein Teil von Philaes Landegestell zu sehen.

In 40 Metern Höhe über der vorgesehenen Landeregion Agilika nahm Philae dieses Foto auf. Es zeigt eine mit Staub und Geröll bedeckte  Kometenoberfläche. Der große Block in der oberen rechten Ecke des Bildes hat einen Durchmesser von fünf Metern. Leider prallte die Sonde nach der ersten Berührung gleich wieder ab und schwebte weiter.

In 40 Metern Höhe über der vorgesehenen Landeregion Agilika nahm Philae dieses Foto auf. Es zeigt eine mit Staub und Geröll bedeckte  Kometenoberfläche. Der große Block in der oberen rechten Ecke des Bildes hat einen Durchmesser von fünf Metern. Leider prallte die Sonde nach der ersten Berührung gleich wieder ab und schwebte weiter.

Foto: DLR/ ESA/ NASA/ MPS/ CNES/ ASI

Wenig Sonnenlicht für Batterie

Sorgen macht den Wissenschaftlern im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt indes immer noch die Position des Landers. Sie versuchen, den Ort genau zu ermitteln, und prüfen, ob der Standort noch verändert werden kann. Insgesamt drei Mal setzte Philae zur Landung an, erst beim dritten Mal blieb er auf der Kometenoberfläche stehen. Und das offenbar an einem Platz, der in direkter Nähe eines großen Felsens liegt und deshalb nur wenig Sonneneinstrahlung bietet. Um über mehrere Monate zu funktionieren, braucht das Labor aber seine zweite Batterie, die durch Sonnenlicht immer wieder aufgeladen werden soll.

Den Moment der Landung zeigt eine andere Aufnahme, die auch die zerklüftete Oberfläche des Kometen offenbart. Entsprechend schwierig war es für Philea, Halt zu finden. 

Tschuri aus drei Kilometern Entfernung: Dieses Bild wurde vom ROLIS-Instrument an Bord von Philae am 12. November 2014 um 15:38:41 Uhr (MEZ) gemacht, als Philae sich dem Kometen zur Landung näherte. 

Tschuri aus drei Kilometern Entfernung: Dieses Bild wurde vom ROLIS-Instrument an Bord von Philae am 12. November 2014 um 15:38:41 Uhr (MEZ) gemacht, als Philae sich dem Kometen zur Landung näherte. 

Foto: ESA/Rosetta/Philae/ROLIS/DLR

Forschungsprogramm gestartet

Die aktuelle Position des Landers ähnelt der eines Autos im Straßengraben. Dennoch sei die Lage stabil und ein erneutes Abheben sehr unwahrscheinlich, sagte Flugbetriebsleiter Paolo Ferri. Unklar ist aber, ob aus dieser Position heraus die Entnahme von Bodenproben möglich ist.

Nach Angaben des DLR-Kontrollzentrums in Köln hat Philae neben Fotos auch bereits eine Menge Daten übermittelt. Sie sollen Aufschluss geben über die Zusammensetzung des Kometen, die sich seit der Entstehung unseres Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren kaum mehr verändert haben dürfte. 

Erfolgreich gestartet wurde bereits das Forschungsprogramm namens „Consert“. Mit Hilfe von Funkwellen aus dem Kern des Kometen soll dessen Inneres untersucht werden.

Von Werner Grosch Tags: ,

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