Olympia in Sotschi 11.11.2013, 14:59 Uhr

Olympia-Fackel ist zurück auf der Erde

Ein Teil der ISS-Besatzung landete gestern Abend planmäßig mit der Sojus-Kapsel in Kasachstan. Im Gepäck hatten die Kosmonauten die olympische Fackel. Sie war erstmals in der Geschichte im offenen Weltraum.

Die Olympische Fackel im Weltall: Zum ersten Mal nahmen Kosmonauten die Fackel der Olympischen Spiele mit auf einen Spaziergang im Weltall.

Die Olympische Fackel im Weltall: Zum ersten Mal nahmen Kosmonauten die Fackel der Olympischen Spiele mit auf einen Spaziergang im Weltall.

Foto: Moxnews/Screenshot ingenieur.de

Das Bild ging vergangenen Samstag um die Welt: Der russische Kosmonaut Oleg Kotow schwebt in seinem Raumanzug an der Außenwand der Internationalen Raumstation ISS und hält triumphierend die olympische Fackel in der Hand. Damit ist dem 48-Jährigen gemeinsam mit seinem Kollegen Sergej Rjasanski in 400 Kilometer Höhe ein einmaliger Stunt gelungen. Denn die zwei Kilogramm schwere Fackel war zwar schon in den Jahren 1996 und 2000 an Bord von Raumschiffen, jedoch nie im offenen Weltraum.

Während des sechsstündigen Außeneinsatzes filmten sich die Kosmonauten mit High-Tech-Kameras und stellten einen Fackellauf im All nach. Dabei reichten sie das Olympia-Symbol mehrfach hin- und her. Einziger Wermutstropfen: Die Fackel musste aus Sicherheitsgründen aus bleiben. Zudem sorgte eine Spezialabsicherung dafür, dass sie nicht davonschweben konnte.

Der russische Kosmonaut Fyodor Yurchikhin mit der Olympischen Fackel der Winterspiele in Sotschi nach der Landung in Kasachstan.

Der russische Kosmonaut Fyodor Yurchikhin mit der Olympischen Fackel der Winterspiele in Sotschi nach der Landung in Kasachstan.

Foto: dpa

Für die Weltraumnation Russland bedeutet die PR-Aktion ein weiteres Erfolgserlebnis. Ein Schlag ins Gesicht der NASA. Denn die US-amerikanische Weltraumbehörde muss sich seit Jahren mit Einsparungen abfinden. So ist sie mittlerweile auf Privatunternehmen angewiesen ist, um Frachten zur ISS befördern.

PR-Aktion sorgte für Hochbetrieb auf der Internationalen Raumstation ISS

Die russische Sojus-Rakete war vergangenen Donnerstag vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. An Bord der Russe Michail Tjurin, der US-Amerikaner Rick Mastracchio und der Japaner Koichi Wakata. Sie sorgten bei der Übergabe der Fackel dafür, dass auf der ISS mit insgesamt neun Besatzungsmitgliedern Hochbetrieb herrschte. Es war das erste Mal seit vier Jahren, dass so viele Raumfahrer auf dem Außenposten der Menschheit im Einsatz waren.

Landung einer Sojus-Kapsel am Sonntag in der kasachischen Steppe: Der US-Astronaut Karen Nyberg, der russische Kosmonaut Fyodor Yurchikhin und der italienische Astronaut Luca Parmitano landeten in der Nähe der Stadt Zhezkazgan in Zenralkasachstan. Sie hatten die Fackel für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotchi mit dabei.

Landung einer Sojus-Kapsel am Sonntag in der kasachischen Steppe: Der US-Astronaut Karen Nyberg, der russische Kosmonaut Fyodor Yurchikhin und der italienische Astronaut Luca Parmitano landeten in der Nähe der Stadt Zhezkazgan in Zenralkasachstan. Sie hatten die Fackel für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotchi mit dabei.

Foto: dpa

Nach geglückter Außenmission machten sich der Russe Fjodor Jurtschichin, die US-Amerikanerin Karen Nyberg und der Italiener Luca Parmitano am gestrigen Sonntag auf den Rückweg zur Erde. Sie landeten abends mit der Sojus-Kapsel in der kasachischen Steppe.

Kritiker werfen Organisationskomitee Gigantismus vor

Der Weltraumausflug ist Teil eines 123-tägigen Fackellaufs der Superlative. Das Symbol der Olympischen Spiele hat jetzt noch einige Stationen vor sich: Das Olympische Feuer soll den Grund des Baikalsees in Sibirien erreichen und anschließend auf dem Gipfel des Elbrus im Kaukasus-Gebirge brennen. Am 7. Februar 2014 wird die Fackel das Olympische Feuer bei den Winterspielen in Sotschi entfachen.

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