Vorerst letzte Mondmission 09.09.2013, 13:49 Uhr

NASA-Sonde Ladee ist auf dem Weg

Sie soll das Rätsel lösen, das Apollo 17 von seiner Mondmission mit nach Hause brachte und neue Erkenntnisse für spätere Weltraummissionen liefern. Mit der unbemannten Sonde „Ladee“ (Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer) startete die NASA zum vorläufig letzten Mal zum Mond. 

Der Start der Sonde: Ladee ist auf dem Weg zum Mond. 

Der Start der Sonde: Ladee ist auf dem Weg zum Mond. 

Foto: NASA Wallops/Carla Cioffi

30 Tage wird Ladee zum Mond unterwegs sein – mit einem Spiralkurs soll die Sonde Treibstoff sparen. Dort soll sie den Trabanten 100 Tage lang in 20 bis 60 Kilometern Höhe umkreisen und dabei wissenschaftliche Erkenntnisse liefern. Sie soll die Atmosphäre des Mondes untersuchen. Den Anlass dafür lieferte die Apollo 17-Mission, die letzte bemannte Mondexpedition 1972. Den Astronauten war damals ein mysteriöses Leuchten aufgefallen. Eine Erklärung dafür könnten Partikel in der Mondatmosphäre sein, die von der Sonne angestrahlt wurden. Woher diese Partikel kommen und woraus sie bestehen, soll Ladee mit einem Massenspektrometer bestimmen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen bei der Erforschung anderer Sterne helfen, hieß es bei der US-Weltraumbehörde NASA: „Die dünne Atomsphäre des Mondes ist womöglich verbreiteter als wir bisher glaubten“, sagte NASA-Manager John Grunsfeld. 

Tests für spätere Missionen

Ihre Erkenntnisse wird die Sonde über eine neue, extrem schnelle Laser-Verbindung zur Erde liefern, die bei der Mission für spätere Raummissionen getestet werden soll. Auch die Sonde selbst unterscheidet sich von ihren Vorgängern: Sie wurde nach einem Baukastensystem zusammengestellt. Dieser „Modular Common Spacecraft Bus“ soll Kostenvorteile für spätere Expeditionen in den Weltraum bringen, wirbt die NASA.

Für Ladee jedenfalls gibt es keinen weiteren Einsatz. Die Sonde wird nicht wieder zur Erde zurückkehren, sondern am Ende des Einsatzes zerschellen. Dann hat die Mission rund 250 Millionen Dollar und damit etwa 190 Millionen Euro gekostet. Pläne für weitere Missionen gibt es derzeit nicht.

Bemannte Mondmission vorerst vom Tisch

Ladee startete am vergangenen Wochenende vom Weltraumbahnhof auf Wallops Island, einer Insel vor der Ostküste Virginias. Der Start war von Experten mit Spannung erwartet worden, weil sowohl der Weltraumbahnhof als auch die Minotaur-V-Trägerrakete vorher noch nie genutzt worden waren. Die Rakete hatte das private Unternehmen Orbital geliefert, das zuletzt für zwei Fehlstarts verantwortlich war. Noch ist völlig unklar, wie es mit Erforschung des Mondes bei der NASA weitergeht. Die Behörde hat Pläne für bemannte Mond-Missionen auf Eis gelegt und will sich künftig auf das Einfangen eines Asteroiden und bemannte Missionen zum Mars konzentrieren. 

Von Andrea Ziech Tags:

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