Fachmesse Inter Airport 08.10.2013, 12:56 Uhr

Modernisierung von Flughäfen: 630 Aussteller präsentieren Neuheiten

In München startet am heutigen Dienstag die Inter Airport. Auf der größten Fachmesse für Flughafen-Ausrüstung, Technologie und Design können sich Entscheider von neuen Hightech-Systemen überzeugen lassen. 

Ein Sprühfahrzeug der Firma Aebi Schmidt befreit Start- und Landebahnen im Winter gleichmäßig von Eis. Zum Einsatz kommt dabei ein ausfahrbares Düsensystem mit einem Durchmesser von knapp 40 Metern. 

Ein Sprühfahrzeug der Firma Aebi Schmidt befreit Start- und Landebahnen im Winter gleichmäßig von Eis. Zum Einsatz kommt dabei ein ausfahrbares Düsensystem mit einem Durchmesser von knapp 40 Metern. 

Foto: Aebi Schmidt

Bis zum 11. Oktober präsentieren rund 630 Aussteller aus 37 Ländern der boomenden Flughafenbranche neue Lösungen für die Modernisierung von Flughäfen: Das reicht von der automatisierten Gepäckaufgabe, über ultraschnelle Transportzüge bis hin zu riesigen Enteisungsmaschinen für Start- und Ladenbahnen.

Schlangestehen an der Gepäckaufgabe könnte der Vergangenheit angehören

Flughäfen sind für Reisende nicht immer stressfrei. Zwar gibt es schon längst den automatisierten Self-Check-In, doch an der Gepäckaufgabe kommt es zu Stoßzeiten immer wieder zu langen Warteschlangen. Siemens hat nun eine Lösung entwickelt, um die Gepäckaufgabe zusammen mit dem Check-In zu automatisieren. Dieses sogenannte One-Stop-System sieht aus wie ein riesiger Toaster, der an der Seite geöffnet ist. Passagiere können über ein Touchscreen-Terminal einchecken und ihr Gepäck auf ein Förderband legen. Das System soll laut Siemens so einfach verständlich sein, dass die gesamte Abfertigung nur eine Minute dauert. Zum Einsatz kommt dabei eine Software des Unternehmens Materna, die verschiedene Fluglinien in ihre jeweiligen Systeme einbinden können.

Das One-Stop-System von Siemens präsentiert sich im Look eines riesigen Toasters: Hier können Passagiere zukünftig über ein Touchscreen-Terminal einchecken und gleichzeitig ihr Gepäck auf ein Förderband stellen. Warteschlangen sollen somit der Vergangenheit angehören. 

Das One-Stop-System von Siemens präsentiert sich im Look eines riesigen Toasters: Hier können Passagiere zukünftig über ein Touchscreen-Terminal einchecken und gleichzeitig ihr Gepäck auf ein Förderband stellen. Warteschlangen sollen somit der Vergangenheit angehören. 

Foto: Siemens

Die australische Fluglinie Qantas betreibt bereits seit zwei Jahren ein System zur automatischen Gepäckaufgabe des Unternehmens ICM Airport Technics. Auch hier scannt der Fluggast seine Bordkarte an einem Terminal und legt sein Gepäck auf ein Förderband. Das System bestimmt vollautomatisch Maße und Gewicht. Ist der Koffer zu schwer, kann der Passagier umpacken oder direkt einen Zuschlag zahlen. Ist alles in Ordnung, fährt das Gepäck auf eine Förderanlage. Ziel sei es gewesen, die Wartezeit für Fluggäste zu halbieren, erklärt Gabriella D’Allessandro, IT-Leiterin bei Qantas: „Das neue Konzept hat unsere Erwartungen jedoch weit übertroffen.“ Innerhalb der Airporthalle seien heute Warteschlangen kaum noch zu finden.

Neuer Hochgeschwindigkeits-Transportzug mit Internetzugang

Airval ist ein vollautomatischer, fahrerloser Flughafen-Zubringerzug von Siemens, der pro Stunde bis zu 60 000 Fahrgäste transportieren kann. Das System zeichnet sich laut Siemens durch Zugfolgezeiten von unter einer Minute, Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde sowie schnelle Beschleunigungs- und kurze Abbremsphase aus. Grüne Technologien wie die Energierückgewinnung beim Bremsen senken zudem den Energieverbrauch um 15 Prozent und machen den Zug umweltfreundlich. Der Zug hat dank großer Außenwände aus Glas ein futuristisches Erscheinungsbild und bietet Passagieren den Komfort von Klimatisierung und freiem Internetzugang.

Riesige Enteisungsmaschinen für Start- und Landebahnen

Eine zuverlässige Glättebekämpfung ist für jeden Flughafen von Bedeutung. Das Unternehmen Aebi Schmidt präsentiert auf der Inter Airport neue Sprühmaschinen für Start- und Landebahnen: Es handelt sich dabei um orange Lkws mit  großen Tanks aus Polyethylen, in denen bis zu 2500 Liter Enteisungsmittel geladen werden können. Zu beiden Seiten lässt sich ein knapp 40 Meter breites, flügelähnliches Stahlgerüst mit Sprühdüsen ausfahren. Der Wagen kann sich mit 45 Kilometer pro Stunde vorwärts bewegen und dabei die Bahn gleichmäßig von Eis befreien. 

Von Patrick Schroeder Tags:

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