Mit Laser für Lärmschutz 25.09.2013, 07:32 Uhr

Messkampagne des DLR soll Flugzeug-Triebwerke leiser machen

Flugzeuge sind unglaublich laut: Aber wo genau entsteht der Lärm in den Triebwerken? Wie verteilt er sich und wie könnten leisere Triebwerke aussehen? Diesen Fragen geht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf den Grund. Die Forscher messen den Lärm nicht nur mit Hilfe von Mikrofonen, sondern auch per Laser. Ihr Ziel: die Konstruktion leiserer Triebwerke.

Rund um das DLR-Testflugzeug, ein Airbus A320, schließt sich die Lärmschutzhalle auf dem Hamburger Flughafen: Die Anwohner sollen von den Versuchen zum Fluglärm nicht belästigt werden. In der Halle untersuchen Ingenieure, wie und wo genau im Triebwerk der Lärm entsteht.

Rund um das DLR-Testflugzeug, ein Airbus A320, schließt sich die Lärmschutzhalle auf dem Hamburger Flughafen: Die Anwohner sollen von den Versuchen zum Fluglärm nicht belästigt werden. In der Halle untersuchen Ingenieure, wie und wo genau im Triebwerk der Lärm entsteht.

Foto: DLR

Mit Lasern und Mikrofonen machen sich bis Ende September die DLR-Ingenieure in der Lärmschutzhalle der Lufthansa Technik auf dem Gelände des Hamburger Flughafens auf die Suche nach den Lärmquellen im Triebwerksstrahl und im Hauptrotor. Die Mikrofone nehmen die Lautstärke der Triebwerke auf, während das Laserlicht die schallverursachenden Luftströmungen im Ansaug- und Abstrahlbereich sichtbar macht. „Wir wollen herausfinden, an welchen Stellen der Triebwerksströmung der Lärm durch große turbulente Geschwindigkeits- und Dichteschwankungen verursacht wird“, erklärt Dr. Andreas Schröder, Projektleiter am DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik.

Erste Kombi-Untersuchung mit Laser und Mikrofon

„Weltweit einmalig“ nennt Projektleiter Andreas Schröder das Forschungsprojekt mit dem Namen „Samurai“. Noch nie seien die montierten Triebwerke eines Verkehrsflugzeugs im Betrieb zeitgleich mit einer Anordnung von Mikrofonen und laseroptischen Feldmessverfahren untersucht worden.

„Wenn wir durch unsere Messungen genauer wissen, wo am Triebwerk der Lärm entsteht, lässt sich der Triebwerkslärm besser am Computer simulieren“, so Schröder. Langfristig könnten so deutlich leisere Triebwerke am digitalen Reißbrett entstehen. Das Forschungsprojekt endet im Sommer 2014. Dann  wollen die Forscher verbesserte Simulationen des Triebwerksfreistrahls und seiner schallerzeugenden Strömungsstrukturen vorlegen.

Lärmschutzhalle verhindert Belästigung der Anwohner

Möglich sind die Messungen unter anderem durch die Unterstützung der Lufthansa und des Hamburger Flughafens.

Seit 2002 unterhält die Lufthansa auf dem Flughafengelände eine Lärmschutzhalle. Dort werden derzeit die Testläufe für die Messungen am DLR-Forschungsflugzeug Airbus A320-ATRA durchgeführt. In der Halle sind zum einen die empfindlichen Messgeräte für die Versuche sicher untergebracht. Zum anderen schützt sie die Anwohner vor dem Lärm der Versuche.

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