NASA-Sonde erfolgreich gestartet 19.11.2013, 15:00 Uhr

„Maven“ soll das Rätsel der Mars-Atmosphäre lösen

Der Start der NASA-Weltraumsonde „Maven“ ist gestern bilderbuchmäßig verlaufen. Im September 2014 soll Maven den Mars erreicht haben und dessen Atmosphäre untersuchen. Die Forscher erhoffen sich Erkenntnisse über einen früheren Klimawandel auf dem roten Planeten.

Die NASA-Weltraumsonde „Maven“ kurz vor ihrem Start Richtung Mars. Maven soll im September 2014 dort ankommen und ein Jahr lang die Zusammensetzung der Atmosphäre des Roten Planeten untersuchen. 

Die NASA-Weltraumsonde „Maven“ kurz vor ihrem Start Richtung Mars. Maven soll im September 2014 dort ankommen und ein Jahr lang die Zusammensetzung der Atmosphäre des Roten Planeten untersuchen. 

Foto: NASA

Es ist die 21. Marsmission der amerikanischen Weltraumbehörde NASA, geglückt sind 14 davon. Für „Maven“ sieht es bis jetzt recht gut, denn der Start am Montagnachmittag (Ortszeit) von Cape Canaveral verlief bilderbuchmäßig. Auf einer „Atlas V“-Trägerrakete ist die 2500 Kilogramm schwere Forschungssonde zu ihrer 700 Millionen Kilometer langen Reise in Richtung Mars gestartet. Dort angekommen soll Maven den roten Planeten ein Jahr lang in einer Höhe von 125 Kilometern umkreisen und neue Daten über seine Atmosphäre liefern.

Maven ist an der Gasatmosphäre auf dem Mars interessiert

Anfang Oktober war der Start zwischenzeitlich gefährdet gewesen, als die komplette Stilllegung der amerikanischen Regierung durch die Querelen um den US-Haushalt den engen Zeitplan der Missionsvorbereitungen durcheinander gebracht hatte. NASA-Mitarbeiter hatten Zwangsurlaub nehmen müssen, eine Verschiebung des Startes hätte das Projekt mindestens bis 2016 zurückgeworfen. Schließlich wurde die 650 Millionen Dollar teure Maven-Mission als Notfall eingestuft und es durfte weiter gearbeitet werden.

Jetzt ist die rund elf Meter lange Sonde auf ihrem langen Weg zum Mars, wo sie eine besondere Aufgabe erfüllen soll. Maven steht für „Mars Atmosphere and Volatile Evolution“, was übersetzt bedeutet „Entstehung der Atmosphäre und der flüchtigen Bestandteile des Mars“.

Maven startete erfolgreich am 18. November 2013.

Maven startete erfolgreich am 18. November 2013.

Foto: NASA

Bei den bisherigen Marsmissionen galt das wissenschaftliche Interesse vor allem der Oberfläche des Planeten. Statt Gesteinsproben wird Maven nun Daten aus der Mars-Atmosphäre zurück zur Erde bringen. Die Wissenschaftler versprechen sich neue Erkenntnisse darüber, warum es auf dem Mars vor mehr als drei Milliarden Jahren zu einem Klimawandel gekommen ist.

Ursprünglich, davon geht die Forschung bislang aus, war die Atmosphäre auf dem Mars ähnlich wie die auf der Erde. Tiefe Furchen auf der Marsoberfläche weisen darauf hin, dass es einst Flüsse und Seen und vielleicht sogar einfache Lebensformen gegeben hat. Heute ist der Luftdruck dort so niedrig, dass Wasser entweder nur als Eis vorliegt oder bei Wärmeeinwirkung sofort verdampft.

Mission soll den Einfluss des Sonnenwindes auf den Mars klären

Versuche, diesen Klimawandel auf dem Mars zu erklären, gleichen einer Detektivarbeit. Von früheren Missionen gibt es Hinweise darauf, dass der Sonnenwind eine Rolle gespielt haben könnte. Alle Planeten in unserem Sonnensystem sind diesem Wind, der aus positiv geladenen Wasserstoffteilchen besteht und aus der äußeren Hülle der Sonne herausgeschleudert wird, ausgesetzt. Während wir auf der Erde durch ein relativ starkes Magnetfeld geschützt werden, hat der Mars diese Schutzhülle nicht. Der Sonnenwind könnte einen Teil der Mars-Atmosphäre mit sich fortgerissen haben.

Auch wenn diese Theorie nicht das gesamte Ausmaß des Klimawandels auf dem Mars erklären kann, wollen die Wissenschaftler weitere Daten über die Auswirkungen des Sonnenwindes sammeln. Die Experimente an Bord von Maven sollen die Frage beantworten, wie stark die Sonnenstürme die Atmosphäre auf dem Mars zerstören. Der Zeitpunkt, an dem Maven den Mars erreichen wird, soll nach Berechnungen der Wissenschaftler mit einer besonders starken Aktivität der Sonne zusammenfallen. Deshalb werden die Astronomen nicht nur den Mars beobachten, sondern parallel auch die Sonne und ihre Aktivitäten genau im Blick behalten.

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