Flotte von Boeing und Airbus 20.09.2013, 11:44 Uhr

Lufthansa bestellt 59 moderne Langstreckenflugzeuge

Zum Listenpreis von 14 Milliarden Euro hat Lufthansa 59 Langstreckenflugzeuge bei Boeing und Airbus bestellt. Die hochmodernen Flieger sollen 25 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen und um 30 Prozent leiser sein. Gleichzeitig fährt Lufthansa einen harten Sparkurs, um im Wettbewerb mit Billigfliegern mithalten zu können.

Die Lufthansa hat 59 Langstreckenflugzeuge von Boeing und Airbus zum Listenpreis von insgesamt 14 Milliarden Euro bestellt. Airbus soll 25 Flugzeuge des Typs A350-900 liefern

Die Lufthansa hat 59 Langstreckenflugzeuge von Boeing und Airbus zum Listenpreis von insgesamt 14 Milliarden Euro bestellt. Airbus soll 25 Flugzeuge des Typs A350-900 liefern

Foto: Airbus

Es ist ein Rekordauftrag, den Europas größte Airline jetzt an Boeing und Airbus vergeben hat. Ein Rekordauftrag nicht nur in der Geschichte der Lufthansa, sondern auch „die größte private Einzelinvestition in der deutschen Industriegeschichte“, wie Vorstandschef Christoph Franz betont. „Diese Investition sichert allein bei Lufthansa rund 13 000 Arbeitsplätze. Dazu kommen tausende Stellen bei unseren Partnern im Luftverkehr und bei anderen Zulieferern“, so Franz. Der Listenpreis betrage 14 Milliarden Euro, aber der effektive Preis werde deutlich darunter liegen. Die Bezahlung der Flugzeuge soll aus den liquiden Mitteln des Konzerns und über externe Finanzierung erfolgen.

Lufthansa steigt in die 2-Liter-Klasse ein

Der Aufsichtsrat hatte den Kauf am Mittwoch beschlossen: 34 Boeing 777-9X und 25 Airbus A350-900 sollen die rund 107 Flugzeuge der Langstreckenflotte ergänzen und 2016 bis 2025 ausgeliefert werden. Während dieses Zeitraums sollen 30 ältere Flugzeuge der Typen Boeing 747-400 und Airbus A340-300 ausgemustert werden. Erst im März hatte der Konzern den Kauf von rund 100 Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen beschlossen.

Ziel sei es, die Mustervielfalt und die Flottenkomplexität im Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe zu verringern und darüber hinaus durch modernstes Fluggerät zu ersetzen. „Mit den bestellten Flugzeugen gelingt uns ein Quantensprung in Sachen Effizienz und der Einstieg in die 2-Liter-Klasse“, sagte Franz. Im Schnitt würden die 59 neuen Flugzeuge nur noch 2,9 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke verbrauchen. Das sei rund 25 Prozent weniger als bei heute verfügbaren Flugzeugtypen. Auch die Stückkosten würden gegenüber den Vorgängermodellen um rund 20 Prozent sinken.

Die neuen Flugzeuge werden von leistungsfähigen und geräuscharmen Triebwerken angetrieben: Der Airbus A350 wird mit Rolls Royce „Trent XWB 84“-Motoren ausgerüstet, die Boeing 777-9X mit dem „GE-9X“-Aggregat des US-Herstellers General Electric. Der Lärmteppich der neuen Modelle werde mindestens 30 Prozent kleiner sein als bei heutigen Flugzeugen.

Sparprogramm „Score“ soll die Lufthansa wettbewerbsfähig machen

Die Großbestellung fällt in eine Zeit, in der sich die Lufthansa strategisch neu aufstellt, um im Wettbewerb mit Billigfliegern und Konkurrenten aus dem Nahen Osten mithalten zu können. Da wird es sich auszahlen, wenn die Kerosinrechnung von rund sieben Milliarden Euro pro Jahr mit den neuen Flugzeugen erheblich gedrückt werden kann.

Neben den Treibstoffkosten will Franz auch die Lohnkosten bei Lufthansa erheblich drücken und hat dazu im vergangenen Jahr das Sparprogramm „Score“ auf den Weg gebracht. Das operative Ergebnis soll Score bis zum Jahr 2015 um 1,5 Milliarden Euro verbessern. Bezahlen sollen das vor allem die Mitarbeiter durch den Verlust von weltweit 3500 Stellen, 2500 davon in Deutschland. Das Verhältnis des Lufthansa-Chefs zur Belegschaft ist entsprechend schlecht, zumal Franz gerade die betrieblichen Zusatzrenten kürzt.

Umso mehr sorgt für Verärgerung, dass Franz nach nur drei Jahren an der Lufthansa-Spitze im Juni 2014 auf einen vermutlich besser dotierten Posten zum Schweizer Pharma-Konzern Roche wechselt. Zwar hält die Lufthansa derzeit am Sparkurs und Stellenabbau fest. Aber fraglich ist, ob das auch Franz’ Nachfolger tun wird.

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