Airbus sticht Boeing aus 07.10.2013, 15:38 Uhr

Japan Airlines bestellt 31 Flugzeuge für 7 Mrd. Euro

Es ist ein historischer Moment: Airbus hat von der Fluggesellschaft Japan Airlines einen Großauftrag über sieben Milliarden Euro erhalten. Damit behauptet sich Airbus erstmals auf dem japanischen Luftfahrtmarkt gegen Platzhirsch Boeing.

Die Fluggesellschaft Japan Airlines hat zum ersten Mal Langstreckenflugzeuge von Airbus bestellt. Ab 2019 liefert Airbus 31 Jets des Typs A350-900 und A350-1000 im Wert von sieben Milliarden Euro. Die neuen Airbus-Flugzeuge aus der Familie A350 XWB werden von Strahl-Triebwerken von Rolls Royce angetrieben. Das neuen Flugzeugmodell besteht aus modernen Verbundstoffen, Titan und Aluminium. In Kombination mit einer verbesserten Aerodynamik sorgt dies für einen niedrigeren Treibstoffverbrauch. Bislang flog Japan Airlines ausschließlich mit Boeing. Doch die Probleme mit dem Dreamliner hat das Unternehmen wechseln lassen.

Die Fluggesellschaft Japan Airlines hat zum ersten Mal Langstreckenflugzeuge von Airbus bestellt. Ab 2019 liefert Airbus 31 Jets des Typs A350-900 und A350-1000 im Wert von sieben Milliarden Euro. Die neuen Airbus-Flugzeuge aus der Familie A350 XWB werden von Strahl-Triebwerken von Rolls Royce angetrieben. Das neuen Flugzeugmodell besteht aus modernen Verbundstoffen, Titan und Aluminium. In Kombination mit einer verbesserten Aerodynamik sorgt dies für einen niedrigeren Treibstoffverbrauch. Bislang flog Japan Airlines ausschließlich mit Boeing. Doch die Probleme mit dem Dreamliner hat das Unternehmen wechseln lassen.

Foto: Airbus

Japan Airlines (JAL), die zweitgrößte Fluggesellschaft des Landes, flog bislang auf Langstrecken ausschließlich mit Maschinen von Boeing. Doch die kommen mittlerweile in die Jahre. Höchste Zeit also, eine neue Bestellung in Auftrag zu geben. Und die ging zum ersten Mal an Airbus. Insgesamt bestellte Japan Airlines Flugzeuge im Gesamtwert von rund sieben Milliarden Euro: 18 Exemplare der Standardversion A350-900 und 13 Exemplare der Langstreckenversion A350-1000. Geliefert werden die Flugzeuge ab dem Jahr 2019. Ein weiterer Auftrag über 25 Flugzeuge könnte nach Angaben von Japan Airlines folgen.

Kurs der Airbus-Mutter EADS legte um 2 % zu

„Japan Airlines gehört zu den renommiertesten Fluggesellschaften der Welt und ermöglicht Passagieren ein exzellentes Flugerlebnis. Wir heißen Japan Airlines herzlich als neuen Airbus-Kunden willkommen und fühlen uns geehrt, zum ersten Mal überhaupt aus Japan eine Bestellung für unsere neuen A350 XWB erhalten zu haben,“ sagt Airbus-Chef Fabrice Brégier. „Es erfüllt uns mit Stolz, dass eine der führenden japanischen Fluggesellschaften mit uns ein neues Kapitel eröffnet.“ Etwas konkreter wird er in einem Bericht von Spiegel.de: „Auf diesem Markt unseres Wettbewerbers den Durchbruch zu schaffen, war eines unserer wichtigsten Ziele.“ Die Aktie des Mutterkonzerns EADS reagierte prompt mit einem Anstieg um zwei Prozentpunkte.

Aibus-Chef Fabrice Brégier und der Chef der Fluggesellschaft Japan Airlines, Yoshiharu Ueki, unterzeichneten die Bestellung von 31 Flugzeugen des Langstreckenmodells A 350.

Aibus-Chef Fabrice Brégier und der Chef der Fluggesellschaft Japan Airlines, Yoshiharu Ueki, unterzeichneten die Bestellung von 31 Flugzeugen des Langstreckenmodells A 350.

Foto: Airbus

In zahlreichen Medienberichten wird gemutmaßt, dass der Sinneswandel bei Japan Airlines mit der Pannen-Serie des Konkurrenz-Modelles Boeing Dreamliner 787 zusammenhängt: Bei einigen Maschinen stellten Techniker zuletzt fest, dass das Löschsystem falsch verkabelt wurde. JAL-Manager kritisierten daraufhin die exklusive Geschäftsbeziehung mit Boeing. Offiziell behauptete das Unternehmen allerdings, dies sei nicht Grund für die Umkehr gewesen. Vielmehr entspräche unter anderem die Treibstoff-Effizienz der Airbus-Modelle den aktuellen Unternehmenszielen.

Triebwerke von Rolls Royce sorgen für Schubkraft

Die Flugzeuge der Familie A350 XWB bestehen aus modernen Verbundstoffen, Titan und Aluminium und verfügen laut Airbus auch aufgrund einer neuen Aerodynamik um einen im Vergleich zum Wettbewerb niedrigeren Treibstoffverbrauch. Die Einsparungen könnte die Fluggesellschaft direkt an die Passagiere weitergeben und somit ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen.

Der A350-900 bietet Platz für 300 Passagiere und erreicht eine Flugstrecke von 15 000 Kilometern. Der A350-1000 kann mit 50 Passagieren mehr an Bord sogar 500 Kilometer weiter fliegen. In beiden Modellen kommen neue Rolls-Royce Strahl-Triebwerke vom Typ Trent XWB zum Einsatz, die eine maximale Schubkraft von 409 Kilonewton erzeugen.

Boeing selbst zeigte sich auf Nachfrage enttäuscht von der Entscheidung der Japaner, erwarte aber, dass die Partnerschaft weitergehe. Sie hat schließlich ein historisches Fundament: So ging Boeings starke Marktstellung in Japan auf die Wiederaufbauzeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Die Regierung des Landes forderte die Fluggesellschaften in den 1970er und 1980er Jahren dazu auf, im großen Stil Flugzeuge aus US-Produktion zu kaufen, um ein damals riesiges Handelsungleichgewicht mit den USA auszugleichen.

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