Satellit Astrosat 29.09.2015, 11:19 Uhr

Indien schickt Weltraumobservatorium ins All

Indien hat einen weiteren Erfolg bei der Umsetzung seines ehrgeizigen Weltraum-Programmes zu verzeichnen: Das aufstrebende Schwellenland hat sein erstes Weltraumobservatorium ins All geschickt. 

Hoch hinaus: Indien hat gestern sein erstes Weltraumobservatorium namens Astrosat ins All geschickt. An Bord der Trägerrakete befanden sich zudem sechs weitere Satelliten aus verschiedenen Ländern. 

Hoch hinaus: Indien hat gestern sein erstes Weltraumobservatorium namens Astrosat ins All geschickt. An Bord der Trägerrakete befanden sich zudem sechs weitere Satelliten aus verschiedenen Ländern. 

Foto: Isro/dpa

Die Trägerrakete startete am Montag mit dem Satelliten „Astrosat“ vom Weltraumbahnhof Satish Dhawan Space Centre in Sriharikota im südlichen Bundesstaat Andhra Pradesh. Ebenfalls mit an Bord: sechs weitere Satelliten anderer Länder, darunter auch die USA.

In 650 km Höhe wurde Astrosat erfolgreich abgesetzt. Dort oben soll der 1513 kg schwere Satellit nun fünf Jahre lang helfen, die Geburt von Sternen zu untersuchen und die energetischen Prozesse in Systemen mit Neutronensternen und Schwarzen Löchern zu analysieren, erklärte Indiens Weltraumforschungsgesellschaft Isro.

Indien investiert pro Jahr eine Milliarde Dollar in Raumfahrt 

Dafür hat Astrosat entsprechende Instrumente dabei, mit denen ein großes Spektrum an elektromagnetischen Wellen gleichzeitig empfangen werden kann: optisches und ultraviolettes Licht sowie Röntgenstrahlung. Wissenschaftliche Daten werden von Astrosat zur Erde ins Kontrollzentraum in Bangalore gesendet.

Teilansicht von Astrosat im Reinraum mit Solarpanelen. 

Teilansicht von Astrosat im Reinraum mit Solarpanelen. 

Quelle: Isro

Indien ist bereits seit einigen Jahren erfolgreich in der Weltraumforschung. Mit etwa eine Milliarde Dollar pro Jahr für das Raumfahrtprogramm konnte Indien schon Satelliten und Sensortechnologie entwickeln, die für das Land von Vorteil sind wie beispielsweise hinsichtlich des Umweltschutzes.

Eine indische Mission schaffte es 2008 auf den Mond. Eine unbemannte indische Sonde umkreist seit vergangenem Jahr den Mars. Und für 2017 hat Indien die Landung auf dem Mond mit einem Roboterfahrzeug geplant. Ebenso ist eine Kapsel für die bemannte Raumfahrt in Arbeit.

Weltraumprogramm als nationale Mission

„Für uns ist das Weltraumprogramm ein wichtiges Instrument für menschlichen Fortschritt. Daher müssen wir die Früchte unserer technischen Entwicklung mit Jenen teilen, die das nicht haben – der Entwicklungsländern und speziell unseren Nachbarn“, sagte Modi in seiner Wahlkampfrede 2014 in Goa. „Die kontinuierliche Entwicklung im All müsse eine nationale Mission Indiens sein“, so Modi weiter. „Indien hat das Potenzial, zum Raketenstartprovider der Welt zu werden. Wir müssen auf dieses Ziel hinarbeiten.“  

Seit gestern gehört Indien nun mit den USA, Japan, Russland und Europa zu den wenigen Ländern, die ein Observatorium im Weltraum haben. 

Stellenangebote im Bereich Luft- und Raumfahrt

ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH-Firmenlogo
ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH Sicherheitsingenieur im Bereich Gefährdungsbeurteilung und Umweltverträglichkeitsanalyse (m/w/d) Fürstenfeldbruck
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V (DLR)-Firmenlogo
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V (DLR) Abteilungsleiter (m/w/d) Leitung der Abteilung Brennkammer Köln
Nord-Micro GmbH & Co. OHG-Firmenlogo
Nord-Micro GmbH & Co. OHG Ingenieure / Fach- und Führungskräfte (m/w/d) im Bereich Luftfahrt Frankfurt
ESG-Firmenlogo
ESG Fachkraft für Arbeitssicherheit (m/w) Fürstenfeldbruck
DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)-Firmenlogo
DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) Ingenieurin / Ingenieur Luft- und Raumfahrttechnik Oberpfaffenhofen
MBDA Deutschland-Firmenlogo
MBDA Deutschland Ingenieurin/Ingenieur (m/w/d) keine Angabe
FH Aachen-Firmenlogo
FH Aachen Professur "Verbundwerkstoffe und Fertigungsverfahren" Aachen
Universität der Bundeswehr München-Firmenlogo
Universität der Bundeswehr München W3-Professur für Verbundwerkstoffe und Technische Mechanik Neubiberg

Alle Luft- und Raumfahrt Jobs

Top 5 Raumfahrt