Moon Express und Space IL 17.12.2015, 14:10 Uhr

Google Lunar XPrize: Wettlauf zum Mond hat begonnen

Nun hat es begonnen, das Wettrennen zum Mond: Das US-amerikanische Raumfahrtunternehmen Moon Express hat jetzt auch den Startvertrag zur Teilnahme am Google Lunar XPrize erhalten. Moon Express konkurriert damit mit dem israelischen Unternehmen Space IL, das seit drei Monaten offiziell im Rennen ist.

Beim Google Lunar XPRIZE gibt es für den Gewinner 20 Mio. $ zu gewinnen. Die Aufgabe der teilnehmenden Unternehmen ist es, einen Roboter auf den Mond zu schicken, der dort 500 m erforscht und es schafft, Fotos und Videos in HD-Qualität zu schicken. Zugelassen für den Wettwerb ist jetzt auch das amerkansiche Raumfahrtunternehmen Moon Express. Einziger Konkurrent bislang ist Space IL aus Israel.

Beim Google Lunar XPRIZE gibt es für den Gewinner 20 Mio. $ zu gewinnen. Die Aufgabe der teilnehmenden Unternehmen ist es, einen Roboter auf den Mond zu schicken, der dort 500 m erforscht und es schafft, Fotos und Videos in HD-Qualität zu schicken. Zugelassen für den Wettwerb ist jetzt auch das amerkansiche Raumfahrtunternehmen Moon Express. Einziger Konkurrent bislang ist Space IL aus Israel.

Foto: lunar.xprize.org

Es geht nur um den Nachweis von 500 m Fortbewegung in der Horizontalen. Doch davor gilt es, 384.400 km in der Vertikalen zu bewältigen. Das ist die durchschnittliche Entfernung des Mondes von der Erde.

Denn die Regularien des Google Lunar XPrize verlangen, dass ein privates Unternehmen vor Ablauf der Frist am 31. Dezember 2017 einen Roboter auf der Mondoberfläche platziert, der mindestens 500 m erforscht und Videos und Bilder in HD-Qualität vom Mond zur Erde sendet. Das erste Team, das diese Aufgabe meistert, erhält den mit 20 Mio. $ dotierten Hauptpreis, das zweite Team bekommt 5 Mio. $.

Maximal 10 % Subventionen erlaubt

Um einen dieser Preise zu bekommen, müssen die teilnehmenden Teams beweisen, dass 90 % ihrer Missionskosten durch private Quellen finanziert wurden. Die restlichen 10 % dürfen aus staatlichen Quellen stammen. Vor einer Woche, am 9. Dezember 2015, hat das privat finanzierte Raumfahrtunternehmen Moon Express die Beglaubigung des Google Lunar XPrize erhalten. Moon Express will eine Rocket Lab Electron-Rakete in Verbindung mit seinem  „MX-1E“ Mikrolander als Teil der Mission 2017 benutzen.

„Mondressourcen zugunsten der Menschheit erschließen“

„Unser langfristiges Ziel ist es, die Mondressourcen zugunsten der Menschheit zu erschließen und wir sind begeistert, einen Vertrag mit Rocket Lab erhalten zu haben, der es uns erlaubt, kostengünstige Mondmissionen zu wissenschaftlichen und gewerblichen Zwecken anzubieten“, sagte Bob Richards, Mitgründer und Chef von Moon Express.

Moon Express hat eine Startvereinbarung mit dem ebenfalls amerikanischen Unternehmen Rocket Lab abgeschlossen. Dessen dreistufige Trägerrakete Electron übernimmt den Transport. 

Moon Express hat eine Startvereinbarung mit dem ebenfalls amerikanischen Unternehmen Rocket Lab abgeschlossen. Dessen dreistufige Trägerrakete Electron übernimmt den Transport. 

Foto: Moon Express

Das Raumfahrtunternehmen Rocket Lab USA aus Los Angeles wurde 2007 gegründet. Rocket Lab hat die dreistufige Trägerrakete Electron entwickelt, mit der Satelliten sehr günstig ins Weltall fliegen können. Ein Satellitentransport soll weniger als 5 Mio. $ kosten.

Vertrag über drei Mondmissionen 

Das liegt auch an der Konstruktion der Electron. Denn die Rakete sowie der Tank bestehen aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff und wiegen zusammen nur rund 10 t. Das spart eine enorme Menge an Treibstoff, was die Transportkosten senkt. Der Vertrag zwischen Moon Express und Rocket Lab beinhaltet drei Mondmissionen, die entweder von Neuseeland oder von den USA starten werden.

Team Space IL aus Israel seit drei Monaten dabei

„Wir sind äußerst stolz, offiziell den Eingang und die Beglaubigung des Startvertrages von Moon Express zu bestätigen“, erklärte Bob Weiss, Vice Chairman und Präsident von XPrize. Denn nun beginnt tatsächlich so etwas wie ein Wettbewerb um das Preisgeld.

Das israelische Unternehmen Space IL wurde bereits vor drei Monaten zum Wettbewerb zugelassen. 

Das israelische Unternehmen Space IL wurde bereits vor drei Monaten zum Wettbewerb zugelassen. 

Foto: Space IL

Am 7. Oktober 2015 hat das Team Space IL aus Israel als erstes Unternehmen den Zugang zum XPrize-Wettrennen erhalten. Space IL plant, sein Landefahrzeug als Sekundärnutzlast von einer Falcon-9-Trägerrakete des US-Raumfahrtunternehmen SpaceX zu transportieren zu lassen.

31. Dezember 2017 ist Deadline

Der Start dieser Mission ist für die zweite Hälfte des Jahres 2017 geplant, bis zum 31. Dezember 2017 muss sie erfolgreich abgeschlossen sein. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Dann gibt es kein Preisgeld. Es sind neben Space IL aus Israel und Moon Express aus den USA noch 14 weitere Teams im Rennen um den XPrize, darunter auch die Part Time Scientists, ein Zusammenschluss von 35 Ingenieuren aus Deutschland und Österreich. Für diese Teams geht es zunächst einmal darum, bis zum 31. Dezember 2016 beglaubigte Startverträge für ihre Mondmissionen zu erhalten.

Von Detlef Stoller Tags:

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