Consulting 12.06.2009, 19:41 Uhr

Flexibilität sollte ein Consultant schon mitbringen  

Große Luftfahrtunternehmen wie Airbus setzen zunehmend auf externes Know-how. Dann schlägt die Stunde von Consultants wie Diana Urland. Die Mitarbeiterin der Technologieberatung Altran arbeitet seit vier Jahren für den Kunden Airbus. Ein Porträt. VDI nachrichten, Hamburg, 12. 06. 09, moc

„Eigentlich war es ein Zufall, dass ich zur Luftfahrt kam.“ Diana Urland sitzt in der Hamburger Niederlassung ihres Arbeitgebers, der Technologieberatung Altran. Doch das ist eher die Ausnahme. Denn seit gut vier Jahren hat Urland ihren Arbeitsplatz direkt im Airbus-Werk.

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Im Studium an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und der Napier University of Edinburgh hatte sie sich auf Kommunikationsnetze und Mobilfunk konzentriert. Nach ihrem Einser-Examen in Nachrichtentechnik arbeitete sie einige Monate frei für die Telekom. Doch das sollte kein Dauerzustand bleiben.

So ließ sie sich einen kleinen Flyer drucken samt Foto und Infos zu Lebenslauf und Abschluss und verteilte ihn auf einer Firmenkontaktmesse in Berlin – auch an einen Mitarbeiter von Altran.

„Damals war ich noch weit davon entfernt, zu einem Consultingunternehmen zu gehen. Ich dachte eher an den klassischen Weg – man macht Examen, geht dann in ein großes Unternehmen.“

Auch zur Luftfahrt hatte sie ursprünglich wenig Bezug. „Mir schwebte eher was im Automobilbereich oder der Telekommunikation vor.“

Das änderte sich schnell. Drei Tage, nachdem sie ihre Flyer verteilt hatte, meldete sich Altran, ein erstes Treffen wurde vereinbart, kurz darauf ein zweites. „Da wusste ich dann schnell, dass das was für mich ist. Die Perspektive, viele Industriebereiche und immer wieder etwas Neues kennenzulernen, das war schon spannend.“

Bereits bei den ersten Gesprächen war auch klar, dass sie im Luftfahrtbereich arbeiten würde. Was nahe liegt bei Altran. Die Technologieberatung ist ein first-tier supplier von Airbus und wickelt international viele Projekte mit Airbus und großen Airbus-Zulieferern ab.

Mit der Entscheidung für die Luftfahrt war aber auch klar, dass ein Umzug nach Hamburg anstand: „Gerade für den ersten Job sollte man schon eine gewisse Flexibilität mitbringen.“

Wenig später fand dann das dritte Treffen mit Altran statt, und sie war als Junior Consultant eingestellt.

Junge Consultants werden bei Altran in der Regel für ein bestimmtes Projekt angeworben. Bei Diana Urland war das anders. In den ersten Wochen ging sie deshalb mit einem erfahrenen Altran-Manager zu mehreren potenziellen Kunden, alle aus dem Luftfahrtsektor. „Man hat ein Mitspracherecht bei dem, was man machen wird“, so Urland, „aber man sollte auch wissen, was man will. Der Manager hilft dann, das richtige Projekt zu finden.“ So ein Manager betreut bis zu zwanzig Junior Consultants.

Urland entschied sich für eine Projektgruppe bei Airbus, die sich mit der Entwicklung eines Softwaresystems zur Überwachung verschiedenster Flugzeugsysteme in Passagiermaschinen wie A380 und A350 XWB beschäftigt, um so deren Wartung zu optimieren.

„Das Team war super, die Aufgabe super, also bin ich dabeigeblieben.“

Von Flugzeugen wusste sie anfangs nicht viel, ein einwöchiger Crash-Kurs bei Airbus half beim Einstieg. Sind außerdem für einzelne Projekte bestimmte Fertigkeiten notwendig, etwa die Kenntnis besonderer Software-Tools, gibt es dafür zusätzliche Schulungen.

„Worauf es beim Consulting aber vor allem ankommt, ist die Bereitschaft, sich schnell in neue Themenbereiche einzuarbeiten“, so Urland. Verkehrssprache und Dokumentation sind Englisch. Außerdem unterstützt bei Altran der Consultant seinen Manager bei Projektakquise, Angebotserstellung und bei der Projektabwicklung. „Hier lernt man, unternehmerisch zu denken.“

Normalerweise wechseln junge Consultants spätestens nach einem Jahr in ein neues Projekt. Doch Urland blieb in ihrem Team, stieg nach einer Anfangsphase zum Advanced Consultant auf und wurde zur Co-Projektleiterin von mittlerweile zwei Teams. Solche Teams bestehen aus Airbus-Mitarbeitern unterschiedlicher Nationalität, Consultants, Leiharbeitskräften und bisweilen auch Vertretern der Zulieferer.

Mit dem Aufstieg zur Projektleiterin veränderte sich ihre Aufgabe. Ging es als Team-Mitglied vor allem darum, technische Probleme zu lösen, muss sie als Teamleiterin auch bei Konflikten vermitteln. „Da wird man schon mal zum Puffer zwischen den Kollegen. Das auszuhalten, muss man lernen.“

Und nicht zuletzt ist sie jetzt auch dafür verantwortlich, dass Kosten- und Terminpläne sowie die Meilensteine in der Entwicklung des Projekts eingehalten werden. Das schult: „Man lernt, Prioritäten zu setzen und zielorientiert zu denken. Aber man kann in dieser Position auch vieles gestalten.“

Wichtig ist aber, dass man im Team besteht. Dazu muss man im richtigen Moment auch mal Durchsetzungsstärke beweisen. Und man muss sich gegenüber dem Kunden gut verkaufen: „Wenn man das nicht lernt, geht man unter.“ Dass Diana Urland in diesem Job fast die einzige Frau ist, stört sie nicht, im Gegenteil. „Das war fast immer eine Hilfe.“ So ist sie trotz all der neuen Herausforderungen „auch um einiges entspannter geworden“.

Trotzdem gilt es, die Zukunft nicht aus dem Blick zu verlieren: Einmal im Jahr werden deshalb mit dem verantwortlichen Manager bei Altran Karrierepläne diskutiert. Doch jetzt nimmt Urland erst mal eine Auszeit. In wenigen Wochen kommt ihr erstes Kind zur Welt, im Sommer nächsten Jahres will sie wieder einsteigen. Ob es wieder die Luftfahrt wird, weiß sie noch nicht. „Möglichkeiten gibt es hier genug.“ moc

Ein Beitrag von:

  • Wolfgang Mock

    Redakteur und Reporter VDI nachrichten. Fachthemen: Wissenschafts- und Technologiepolitik, Raumfahrt, Reportagen.

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