723 FLUGZEUGE AUSGELIEFERT 07.01.2015, 11:15 Uhr

Boeing schlägt Airbus erneut beim Absatz

Das dritte Jahr in Folge hat Boeing seinen europäischen Konkurrenten Airbus beim Absatz von Flugzeugen überboten: 723 Maschinen lieferten die Amerikaner aus. Auch Airbus dürfte aber seinen eigenen Rekord gebrochen haben und setzt für 2015 auf den A350, um Boeing wieder zu überholen.

Die 737 ist das aktuelle Erfolgsmodell von Boeing – rund 4300 Bestellungen liegen noch vor.

Die 737 ist das aktuelle Erfolgsmodell von Boeing – rund 4300 Bestellungen liegen noch vor.

Foto: Boeing

Fast genau zwei Maschinen pro Tag lieferte Boeing im vergangenen Jahr durchschnittlich aus – der zweite Rekord in Folge für das US-Unternehmen. Hauptkonkurrent Airbus will erst Mitte Januar seine Zahlen für das abgelaufene Jahr vorlegen. Nach Einschätzung von Experten dürften die Europäer ihre eigene Bestleistung von 626 Auslieferungen im Jahr 2013 zwar ebenfalls übertreffen, aber doch noch deutlich hinter Boeing liegen.

Das wäre dann schon das dritte Jahr in Folge, in dem Boeing die Nase vorne hat. Wie sich das finanziell in der Bilanz niederschlägt, ist allerdings eine andere Frage. Nach Listenpreisen kosteten die 723 Boeing-Maschinen rund 233 Milliarden Dollar. Da die Amerikaner größeren Abnehmern aber Rabatte bis zu 59 Prozent gewähren, liegt der Umsatz sehr deutlich darunter. Airbus soll sich an die in der Branche üblichen Abschläge bis zu 30 Prozent halten.

A350 soll Effizienz-Maßstäbe setzen

Dennoch sind die Auslieferungszahlen ein wesentlicher Faktor im öffentlichen Wettstreit der beiden Hersteller. Dieses Jahr will Airbus Boeing endlich wieder überholen, vor allem mithilfe des neuen A350. Das erste Exemplar wurde im Dezember an Qatar Airways ausgeliefert – mit einer Woche Verzögerung, weil der Kunde die Maschine zuerst nicht abnehmen wollte.

Airbus setzt auf den neuen A350, der im Dezember erstmals an Qatar Airways ausgeliefert wurde.

Airbus setzt auf den neuen A350, der im Dezember erstmals an Qatar Airways ausgeliefert wurde.

Foto: Airbus/Doumenjou Alexandre/MasterFilms

Doch für Airbus war das wohl nur eine Schrecksekunde, größere technische Probleme gibt es offenbar nicht. Ende vergangenen Jahres lagen schon 778 Bestellungen von 41 Kunden für den A350 vor. Der Flieger, der auf lange Reichweiten bis 17.600 Kilometer bei mittleren Passagierkapazitäten zwischen 270 und 350 Personen ausgelegt ist, soll neue Maßstäbe bei der Effizienz setzen. Eine breite Kabinenkonstruktion und Tragflächen aus Carbonfasern sollen den Treibstoffverbrauch so weit senken, dass die Betriebskosten um bis zu 20 Prozent unter denen der Konkurrenzprodukte liegen.

Boeing bringt neue Variante der 737

Für Airbus hängt vom Erfolg des A350 vieles ab, vor allem angesichts der Probleme beim Großflugzeug A380, für das aktuell nur gut 300 Bestellungen vorliegen und dessen Produktion womöglich sogar eingestellt wird. Boeing dagegen hat für sein direktes Konkurrenzprodukt, das Modell 787, derzeit 843 Bestellungen in den Büchern.

Besonders erfolgreich sind die Amerikaner mit ihrer kleineren 737, die 2014 fast 500 Mal ausgeliefert wurde und für die es noch rund 4300 Bestellungen gibt. Für die neue Variante „737 MAX 200“, die die Passagierkapazitäten auf bis zu 200 Personen steigert und die im September auslieferungsreif sein soll, verspricht  Boeing nochmal einen Schub: Bis zu 20 Prozent höhere Energieeffizienz gegenüber dem Vorgänger soll das Modell bieten. Die Betriebs- und vor allem die Treibstoffkosten werden immer mehr zum entscheidenden Argument in der Konkurrenz der beiden Hersteller.

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