Galaktische Seifenblase 06.08.2015, 15:14 Uhr

Atemberaubendes Foto eines sterbenden Sterns

Solch eine außergewöhnliche Aufnahme eines sterbenden Sterns gab es noch nie. Mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte im Norden Chiles gelang Astronomen das Bild der Gasblase ESO 378-1. Sie leuchtet geheimnisvoll blau und rot in der Dunkelheit des Weltraums. 

Diese außergewöhnliche Blase ist ein Planetarischer Nebel, der Überrest eines sterbenden Sterns. Hierbei handelt es sich um die beste Aufnahme des wenig bekannten Objekts ESO 378-1, die bisher gewonnen werden konnte und wurde vom Very Large Telescope der ESO im Norden Chiles aufgenommen.

Diese außergewöhnliche Blase ist ein Planetarischer Nebel, der Überrest eines sterbenden Sterns. Hierbei handelt es sich um die beste Aufnahme des wenig bekannten Objekts ESO 378-1, die bisher gewonnen werden konnte und wurde vom Very Large Telescope der ESO im Norden Chiles aufgenommen.

Foto: ESO

Es ist eine außergewöhnliche und geheimnisvolle rot und blau schimmernde Blase im All, die einer Seifenblase ähnelt. Doch tatsächlich ist es die abgestoßene Hülle eines alten Sterns, der sich seinem Ende nähert. Wissenschaftler der Europäischen Südsternwarte haben erstmals ein spektakuläres Bild eines sterbenden Sterns veröffentlicht. Es ist das Foto des „Südlichen Eulennebel“ mit der Nummer ESO 378-1 im Sternbild der Wasserschlange.

Astronomen kennen das bekannte Phänomen des Planetarischen Nebels. Ihren Namen erhielten die Gasblasen noch aus früheren Zeiten, als Astronomen sie schwach schimmernd durch Teleskope sahen.

Das Gas leuchtet in hellen Farben mitten im dunklen Weltraum

Voraussetzung für die Bildung des Planetarischen Nebels ist die Masse. Der alternde Stern muss weniger als die achtfache Masse seiner Sonne haben. Sobald die Sterne schwerer sind, endet ihr Leben dramatisch in einer Supernova-Explosion. Weniger massereiche Sterne verlieren im Alter ihre äußeren Schichten durch Sternwinde. Das Gas des sterbenden Sterns wird ausgeworfen und dehnt sich dabei aus.

Dann wird der innere Kern des Sterns durch das Abstoßen der Gashülle freigelegt. Der heiße Kern sendet eine intensive UV-Strahlung aus, durch die das Gas in hellen Farben zum Leuchten kommt. Zuerst leuchtet die Blase noch sehr auffallend hell. Doch mit der Zeit wird das Gas auseinander getrieben und der zentrale Stern wird dunkler.

Dieses Bild zeigt die Himmelsregion um ESO 378-1. Der Planetarische Nebel erscheint deutlich als blaue Scheibe in der Mitte des Bildes. Das Bild wurde aus Aufnahmen des Digitized Sky Survey 2 erstellt.

Dieses Bild zeigt die Himmelsregion um ESO 378-1. Der Planetarische Nebel erscheint deutlich als blaue Scheibe in der Mitte des Bildes. Das Bild wurde aus Aufnahmen des Digitized Sky Survey 2 erstellt.

Foto: Davide De Martin/ESO/Digitized Sky Survey 2

Wenn der Planetarische Nebel verschwindet, brennen die übrigen Sternenreste noch weitere Milliarden Jahre. Übrig bleibt ein winziger heißer und sehr dichter „Weißer Zwerg“, der viele Milliarden Jahre zum Abkühlen braucht.

Planetare Nebel bestehen aus Kohlenstoff, Stickstoff und schweren Elementen, die bei einer Kernfusion zu Sternen werden. „Wir bestehen aus Sternenstaub“, sagte schon der berühmte Astronom Carl Sagan.

Planetarischer Nebel hat das Leben einer Seifenblase

Doch das Phänomen des Planetaren Nebels ist vergänglich. Im Vergleich mit der Lebensdauer seines Sterns lebt der Planetarische Nebel solange wie eine Seifenblase verglichen mit dem Leben eines Menschen. Diesen Vergleich machen die ESO-Forscher der Europäischen Südsternwarte in Garching, die das einzigartige Foto aufnahmen und veröffentlichten.

Das Foto soll auch einen Vorgeschmack auf das Schicksal der Sonne geben. In ein paar Milliarden Jahren wird auch sie einen Planetarischen Nebel entstehen lassen und zum Weißen Zwerg werden.

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