Farnborough Air Show 14.07.2014, 06:49 Uhr

Airbus und Boeing stellen in Farnborough A350 XWB und den Dreamliner vor

Auf der an diesem Montag beginnenden Luftfahrtmesse im britischen Farnborough zeigen 1500 Aussteller ihre Neuentwicklungen, vom Jumbo bis zur kleinen Drohne. Auf zwei Dinge ist die Branche in diesem Jahr gespannt: Stellt Airbus eine kerosinsparende Version des A330 vor und darf der Tarnkappen-Kampfjet F-35 abheben? 

Der Tarnkappenbomber F-35 von Lockheed Martin: Noch ist offen, ob das Kampfflugzeug auf der Flugschau in Farnborough starten darf.

Der Tarnkappenbomber F-35 von Lockheed Martin: Noch ist offen, ob das Kampfflugzeug auf der Flugschau in Farnborough starten darf.

Foto: Lockheed Martin

Die kleine Stadt Farnborough im Südosten Englands wird alle zwei Jahre eine Woche lang zum Zentrum der Luftfahrtbranche. Neue Maschinen und Technologien vorgestellt, milliardenschwere Bestellungen abgewickelt, es gibt tägliche Flugshows und auf dem riesigen Freigelände bestaunt das Publikum bis zum 20. Juli über 70 ausgestellte Flugzeuge. Zwei Drittel der 1500 Aussteller der Farnborough Air Show kommen von außerhalb Großbritanniens, zum ersten Mal gehören in diesem Jahr Malaysia, Tunesien und Thailand dazu. Dominiert wird die Luftfahrtmesse aber nach wie vor vom amerikanischen Konzern Boeing und seinem europäischen Rivalen Airbus.

Der A330neo ist die kerosinsparende Version des Langstreckenjets A330

Mit dem brandneuen A350 XWB wird Airbus sein neuestes Verkehrsflugzeug in Farnborough vorstellen, und zwar sowohl auf dem Freigelände als auch in der Flugshow. Ein maßstabsgetreues Cockpit des A350 XWB können die Besucher außerdem im Pavillon der Airbus Group besichtigen. Auch der doppelstöckige Großraumjet A330 ist auf dem Freigelände zu bestaunen. Branchenkenner gehen davon aus, dass Airbus ebenfalls eine Neo-Version des A330 präsentieren wird.

Airbus zeigt auf der Luftfahrtschau in Farnborough  unter anderem den brandneuen A350 XWB.

Airbus zeigt auf der Luftfahrtschau in Farnborough  unter anderem den brandneuen A350 XWB.

Foto: Airbus

Eine solche Neo-Version mit sparsameren Triebwerken gibt es bereits vom Mittelstreckenjet A320. Der wurde Ende 2010 vorgestellt und wurde bisher laut Airbus mehr als 2600 Mal bestellt. Im Juni hatte Airbus-Chef Fabrice Brégier erklärt, die Entscheidung, ob der A330neo gebaut werden soll, werde bis spätestens Ende des Jahres fallen. Auch bei den Antriebssystemen hat Airbus etwas zu bieten. Der Konzern zeigt das elektrisch angetriebene Trainingsflugzeug E-Fan und den Diamond DA36 E-Star 2, einen Motorsegler mit Hybridelektroantrieb.

Muss F-35 von Lockheed Martin aus Sicherheitsgründen am Boden bleiben?

Konkurrent Boeing, der in diesem Jahr zum 40. Mal auf der Airshow in Farnborough ausstellt, präsentiert d en neuen 787-9 Dreamliner, die gestreckte Langstreckenversion der Boeing 787 mit deutlich größerer Reichweite, sowie die P-8A Poseidon, ein Seefernaufklärungs- und U-Boot-Jagdflugzeug, das auf dem Kurz- und Mittelstreckenflugzeug Boeing 787-800 basiert.

Einer der wichtigsten Fragen für alle Flugzeugenthusiasten wird allerdings sein, ob der F-35 in den Flugshows von Farnborough zu sehen sein wird. Der amerikanische Hightech-Jet von Lockheed Martin, der durch seine besondere „Tarnkappen-Konstruktion“ auf den Radarschirmen nicht zu sehen ist, hat Sicherheitsprobleme. Nachdem ein Brand an Bord einer F-35 ausgebrochen war, stoppte die US-Armee sämtliche Flüge des Maschinentyps und will die Rückkehr zum Flugbetrieb erst wieder erlauben, wenn die Triebwerke gründlich geprüft sind.

Ein stark wachsendes Segment der unbemannten Fluggeräte

Ein relativ junges, aber rasch wachsendes Segment in der Branche wird in Farnborough in diesem Jahr das Publikum interessieren. Die Rede ist von zivilen UAVs – den unbemannten Fluggeräten. Amazon ist zurzeit dabei, eine Drohne zu entwickeln, die Bücher zum Kunden fliegt, Google will mit seinem Projekt „Loon“ Ballons in große Höhen aufsteigen lassen, um den Internetzugang in entlegene Landstriche zu bringen. Facebook hat vor kurzem ein britisches Unternehmen, das solarbetriebene Drohnen baut, gekauft. Die Airshow in Farnborough zeigt deshalb autonome intelligente Flugsysteme, die im Innen- und im Außenbereich eingesetzt werden können.

Der US-Konzern Boeing zeigt in Farnborough den Dreamliner.

Der US-Konzern Boeing zeigt in Farnborough den Dreamliner.

Foto: Boeing

Am Dienstag, dem 15. Juli, wird es auf der Luftfahrtmesse außerdem noch einen speziellen Schwerpunkt geben. Dann ist nämlich „Space Day“ und die „Space Zone“ in Halle 3, die der Raumfahrt gewidmet ist, steht im Mittelpunkt. Die europäische Raumfahrtagentur ESA, die mit ihren Mitgliedsstaaten in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum feiert, hat dafür eine Ausstellung aufgebaut, in der es um die Bedeutung und die Errungenschaften in der Weltraumwissenschaft geht. Neben einer Konferenz am Space Day über die Zukunft der Raumfahrt gibt es über die ganze Woche täglich Präsentationen und Live-Demos der ESA.

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