Fertigung 07.09.2001, 17:30 Uhr

Wertschöpfung aus der Schweißtechnik zehn Mal höher als der Produktwert

Es sind 32 Mrd. DM, 3 % der Wertschöpfung des produzierenden Gewerbes in Deutschland.

Maschinen, Schiffe, oder Brücken, Computerplatinen, Kunststoffgehäuse von Armbanduhren oder Messer: Schweißen ist eine Schlüsseltechnologie – und eine Querschnittstechnik, deren volkswirtschaftliche Bedeutung sich nicht auf den Beitrag beschränkt, der von der Herstellung der Schweißgeräte ausgeht. Dies entspricht nämlich nur einem Bruchteil der tatsächlichen wirtschaftlichen Relevanz. So hängen von einem Arbeitsplatz bei den Schweißgeräteherstellern weitere 1,32 Arbeitsplätze in anderen Branchen ab.

Erhebliche gesamtwirtschaftliche Beschäftigungseffekte gehen auch von den Branchen aus, in denen die Schweißtechnik angewendet wird. Von einem im Fahrzeugbau Beschäftigten hängen zum Beispiel direkt 2,71 weitere Arbeitsplätze in anderen Branchen ab. Ein ähnlich hoher Wert ergibt sich für die Branche der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 2,2 abhängigen Beschäftigten.

Insgesamt sind in Deutschland 427 000 Beschäftigte direkt oder indirekt mit der Schweißtechnik verbunden. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen. Erstellt wurde sie im Auftrag des DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren, Düsseldorf. „Die Studie zeigt die große Bedeutung, die die Schweißtechnik für die deutsche Volkswirtschaft hat“, so der Verbandspräsident Dr.-Ing. Adolf Gärtner.

In der RWI-Untersuchung werden Produktions-, Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte für die Herstellung von schweißtechnischen Geräten, für die Erbringung von schweißtechnischen Dienstleistungen und für die Anwendung der Schweißtechnik im produzierenden Gewerbe ermittelt. Dabei werden auch die Verflechtungen mit anderen Branchen, wie sie sich aus den intensiven Lieferanten-Abnehmer-Beziehungen ergeben, berücksichtigt.

Im Ergebnis kommt das RWI auf der Datenbasis von 1999 zu folgender Kernaussage: Die Wertschöpfung durch Schweißtechnik betrug in Deutschland rund 32 Mrd. DM – eine beeindruckende Zahl. Sie entspricht damit fast 1 % der Wertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche in Deutschland und 3 % der Wertschöpfung des produzierenden Gewerbes einschließlich des Baugewerbes. Auch die Beschäftigungswirkung, die von der Schweißtechnik ausgeht, ist bemerkenswert: Das RWI errechnete rund 427 000 Beschäftigte, die direkt oder indirekt mit der Schweißtechnik in Deutschland verbunden sind.

Der geringere Teil dieser Wertschöpfung – nämlich mit rund 3,4 Mrd. DM nur gut 10 % – entfällt dabei auf die Herstellung schweißtechnischer Geräte sowie auf die für die Schweißprozesse benötigten Güter und Dienstleistungen. Dazu zählen zum Beispiel Schweißzusätze, Hilfsstoffe, Gase, Schutzkleidung, Prüfmaschinen und auch die Weiterbildung. In diesem Bereich sind über 37 000 Beschäftigte tätig.

Der größte Teil der Wertschöpfung in Deutschland entsteht jedoch nicht durch die Herstellung, sondern durch die Anwendung der Schweißtechnik, nämlich 28,6 Mrd. DM Wertschöpfung, die in den Unternehmen von 390 000 Schweißern und Schweißroboterführern erbracht werden. DVS/KÄM

Von Dvs/Käm
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