Produktion 23.07.1999, 17:22 Uhr

Produktion 2000 plus

Hier ein Auszug aus dem Bericht einer vom Forschungsministerium eingesetzten Strategiekommission, die von Prof. Fritz Klocke, Aachen, geleitet wurde.

Die Erkenntnis reift, daß einem hohen Lebensstandard in gleichem Maße Spitzenleistungen an Kreativität und industrieller Wertschöpfung gegenüberstehen müssen. Es ist unübersehbar, daß bei allen Stärken der Produktionsstandort Deutschland mit neuen Herausforderungen konfrontiert wird.
Von den Unternehmen wird die Kompetenz gefordert, flexible Organisations- und Kooperationsstrukturen aufzubauen, Spitzentechnologien zu beherrschen und sich ausreichend um die Qualifikation der Mitarbeiter zu kümmern. Dazu ist es notwendig, alle Geschäftsprozesse zu beschleunigen und zu optimieren. Durchgängige Informationsflüsse und -modelle in allen Funktionsbereichen der Produktion sind Voraussetzung für eine offene Kommunikation und den Abbau von Hemmnissen für den Informationsfluß.
Entwicklungsbegleitende Normung kann als integraler Bestandteil der Unternehmensplanung den schnellen Wandel von Organisation und Prozessen unterstützen. Auf diese Weise schafft sie Voraussetzungen für netzwerkfähige Unternehmensstrukturen mit entscheidender Bedeutung für Wandlungs- und Kooperationsfähigkeit.
Notwendig für schnelles Reagieren auf Marktveränderungen sind verkürzte und vereinfachte Prozesse. Es ist deshalb zwingend notwendig, neue Voraussetzungen für Wertschöpfungsketten in der Produktion zu definieren. Mit verringerter Prozeßkomplexität, verkürzten Durchlaufzeiten und robusten Prozessen sind Potentiale aufgezeigt, die es gezielt zu nutzen gilt. Es wird strategisch entscheidend, Prozeßketten durchgängig in ihre physikalisch und logistisch möglichen Grenzbereiche zu führen. Dies muß durch Erarbeiten wirtschaftlicher und technischer Grundlagen zur gesamtheitlichen Bewertung von Prozeßketten flankiert werden.
Um bei verschärfter globaler Konkurrenzsituation und bei komplexer werdenden Produkten und Dienstleistungen wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Unternehmen kooperieren. Dieses findet sowohl auf regionaler als auch auf globaler Ebene statt. Verteilte Wertschöpfungen und das Produzieren in Netzwerken werden zunehmen. Die Auslagerung von Aktivitäten oder der Fremdbezug von Leistungen führen zur stärkeren Vernetzung von Unternehmens- und Arbeitsstrukturen. Unternehmen gestalten die von ihnen geschaffenen Netzwerke dynamisch, um auf diese Weise die Turbulenzen des Marktes und die Wettbewerbsanforderungen bewältigen zu können.
Ortsnahe Produktionen – so zeigen die meisten der recherchierten Beispiele zum realisierten Stand der Technik – funktionieren als integrierte Netzwerke von kleineren und mittleren Firmen. Sie besitzen eine aufgabenbezogene Spezialisierung zwischen verschiedenen Leistungsanbietern – vorzugsweise für den regionalen Markt. Es gibt aber auch intelligente Partnerschaften zwischen spezialisierten regionalen Kompetenzzentren und global operierenden Unternehmen, die in derselben Region ansässig sind.
Organisationen müssen gleichermaßen „groß“ und „klein“ sein, eine Anforderung, die sie nur durch dynamische Partnerschaften erlangen können. Klassische Geschäftsbeziehungen, wie zwischen „Zulieferer/ Kunde“ oder „Wettbewerber/Wettbewerber“, werden durch Allianzen, Joint-Ventures und vernetzte Partnerschaften ergänzt. Auch die Partitionierungskonzepte der Großunternehmen zielen auf Kooperation, die mit Bezug auf Flexibilität, Dynamik und Reaktionsvermögen an kleinere und mittlere Unternehmen erinnern.
PFT/KÄM
Edelgard Bulmahn wird das Forschungsprogramm für die Produktion von morgen im Oktober starten.
Fritz Klocke von der RWTH Aachen leitete – interdiziplinär unterstützt – die BMBF-Untersuchung „Produktion 2000 plus“.
Manuelle Arbeitsplätze bleiben, wenn sie ergonomisch optimal und wirtschaft- lich effektiv sind, so wie hier die Montage von Meßfühlern bei Centra Regelungstechnik Honeywell in Schönaich. Durch Einsatz des Planungssystems „Ergomas“ sank die Zahl der Arbeitsplätze von 16 auf 9.
Industrieroboter für die Last: Schon der erste, ein „Unimate“, bediente 1961 Druckgießmaschinen, wie dieser IRB 6400 von Europas größtem Roboterbauer ABB. Hier bei Honsel Guss in Meschede taucht er 300 °C heiße Getriebegehäuse für ZF Friedrichshafen in das Kühlbad.

Von Pft/Käm
Von Pft/Käm

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