Fertigung 26.04.2002, 17:33 Uhr

Mit prozessintegrierter Umwelttechnik voll auf Draht

Die nächste Messe Draht und Kabel „Wire“ und die Rohr-Fachmesse „Tube“ finden vom 29. März bis 2. April 2004 in Düsseldorf statt. Ob dann auch wieder in einem Konjunkturtal ? Trotz aktuell schwieriger Wirtschaftslage waren die Aussteller des diesjährigen Messeduos jedenfalls mit dem Besucherinteresse zufrieden.

Weltweit Nr.1: Zu Wire und Tube vom 8. bis 12. April kamen Fachbesucher aus 77 Ländern nach Düsseldorf. Damit konnte der hohe internationale Anteil auf über 50 % gesteigert werden. „Alle Erwartungen wurden übertroffen,“ sagt Horst Birkmann, Vorsitzender des Internationalen Wire-Ausstellerbeirates am Messeende. „Alle Entscheidungsträger waren da und es wurden Geschäftsabschlüsse in einem Umfang getätigt, den wir vorher nicht für möglich gehalten hatten“.
Die fünftägige „Wire“ zeigte, dass Umweltschutzaspekte bei der Drahtfertigung größeres Gewicht bekommen haben. Der Trend geht – im Hinblick auf gesetzliche Vorschriften und unter Kostenaspekten – hin zum prozessintegrierten Umweltschutz. Dies hilft, den Einsatz gesundheits- oder umweltbelastender Stoffe zu vermeiden oder zumindest einzuschränken. Dies ist zugleich auch ein Beitrag zur Kostensenkung, denn Entsorgung und Aufbereitung von Industrieabfällen aller Art sind meist kostspielig.
Ein Beispiel dafür findet sich in der Antriebstechnik moderner Walzdrahtziehmaschinen, mit denen sich Supraleiter herstellen lassen. Ein eigener Drehstromantrieb für jede Ziehscheibe bietet neben Vorteilen für die Produktqualität auch energetische Vorzüge: Nicht benötigte Ziehscheiben kann man stilllegen, das verringert den Verbrauch an Antriebsenergie um bis
zu 20 %.
Bei vielen umformenden Bearbeitungen sind Schmierstoffe aus Gründen der Produktqualität, des Werkzeugverschleißes und der Standzeit unerlässlich. Ihre Aufbereitung und Entsorgung ist aufwendig und teuer. „Heute wird von den Schmierstoffen nicht nur immer mehr an Leistung erwartet, die Kunden verlangen zunehmend auch geschlossene Recyclingkreisläufe“ weiß Dipl.-Ing. Werner Sturm, Geschäftsführer Steuler Anlagenbau, Höhr-Grenzhausen. Am Ende des Prozesses soll nach Möglichkeit nur noch ein einziges zu entsorgendes Produkt stehen, für das zudem ein Recyclingkonzept vorhanden sein sollte.
Für das Schmieren beim Umformen gibt es keine Patentrezepte: „Die Stoffauswahl richtet sich nach Kriterien wie Umformbarkeit des Werkstoffs, Dickenabnahme, Drahtgeschwindigkeit, Oberfläche usw.“, weiß Meinhard Kamp von Petrofer in Hildesheim. Davon ausgehend müsse man entscheiden, ob z.B. ein Öl, ein wassermischbarer oder ein wasserlöslicher Schmierstoff eingesetzt werden solle, und dann in die Optimierung einsteigen. Bei der Entscheidung für einen Schmierstoff-Partner seien dessen Know-how und Entwicklungskompetenz deshalb von großer Bedeutung.
„Wir haben ein Verfahren entwickelt, um den beim Drahtziehen eingesetzten Schmierstoff wieder aufzubereiten“ sagt Alan Buys von Powder-Tech International Ltd. In Tauranga (Neuseeland). Es handelt sich um ein trockenes Magnetverfahren, bei dem Eisenoxide und verbrannte Seife aus dem Schmierstoff entfernt werden. Zurück bleibt sauberer Schmierstoff, der zur erneuten Verwendung zur Verfügung steht. MD/VOL/KÄM
www.messe-duesseldorf.de/wire2002 und www.messe-duesseldorf.de/Tube2002

Von Md/Vol/Käm
Von Md/Vol/Käm

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