Fertigung 08.09.2006, 19:23 Uhr

Metallbearbeiter behalten dank Automation die Rendite im Griff

Nur, wer die Schnittstellen beherrscht, hat die Nase vorn. Dabei macht Automation auch nicht vor Losgröße 1 halt. Zur AMB haben sich 900 Aussteller und 150 vertretene Firmen angemeldet. 50 000 Besucher werden erwartet.

Erster Schritt in Richtung guter Automatisierung ist ein zuverlässiger Materialfluss. Für die Hersteller von Werkzeugmaschinen ist das Roboterhandling ohnehin nur ein Teil der Automatisierung. Palettenwechsler, Regalsysteme, Werkzeug- und Werkstückspeicher gehören unabdingbar dazu. An der Schnittstelle „Automatisierung“ treffen sich Anbieter aus unterschiedlichen Fachrichtungen, Hersteller von Werkzeugmaschinen oder Handlinggeräten ebenso wie Anbieter von Förder- und Lagertechnik. Egal wer liefert: Kunden fordern Systempartner, die für die komplette Lösung die Verantwortung übernehmen.

Nicht dass die Wettbewerber um die beste Automatisierungslösung nicht auch Praxiserfahrung hätten. Bei HandlingTech, Stuttgart-Möhringen, handelt es sich gewissermaßen um einen Sonderfall. Das von Jörg Hutzel vor zehn Jahren gegründete Unternehmen vermarktet im Prinzip das in der eigenen Firmengruppe gesammelte Know-how mit der Automation von Werkzeugmaschinen. In Schwesterunternehmen des Systemhauses sind über 200 Werkzeugmaschinen im Einsatz, ein großer Teil davon automatisiert.

„In über 80 % der Anwendungen sind lediglich werkstückbezogene Modifikationen an der Roboterhand, also Greiferauswahl und Anpassung der Greiferfinger erforderlich“, sagt Jörg Hutzel, Geschäftsführer der HandlingTech Automationssysteme. Dann geht es, fein abgestuft, aufwärts bis zur Vollautomatisierung.

„80 % Automatisierung“ ist eine Größenordnung, mit der auch Traub argumentiert. Denn mit dem Handhabungsbaukasten der Reichenbacher sollen vier von fünf Bedarfsfällen in der Praxis abgedeckt werden können: Das modulare Handhabungssystem MHS 1500 z. B. verkettet Drehautomaten und deckt dank unterschiedlicher Speicher- und Handlingvarianten die meisten Anforderungen ab. „Durch den modularen Aufbau“, so Hartmut Marwitz, Leiter Traub Automationssysteme und Sonderkonstruktionen, „bewältigt es die unterschiedlichsten Entladesituationen.“ Basis des Handhabungssystems sind elektromotorische Achsen von Festo.

Portalroboter sind vor allem bei der reinen Verkettung von Werkzeugmaschinen gefragt. Im Prinzip lassen sich damit auch sehr große Entfernungen überbrücken, zumindest aber mehrere Maschinen miteinander verbinden. Je nach Aufgabe reicht dazu ein Handlingsystem mit einer reinen Linearcharakteristik besonders im Greifraum dann flexibel handhaben zu können, bedingt allerdings zusätzliche Achsen.

Röders, Soltau, z. B. ist spezialisiert auf die Vollautomatisierung von HSC-Fräszellen und hat bisher über 100 Zellen automatisiert, teilweise mit bis zu sieben Maschinen. Dabei strebt Röders Plug-and-Play-Lösungen an, wie Martin Lindner, bei Röders zuständig für Vertrieb und Projektierung automatisierter Anlagen, hervorhebt: „Entscheidend ist für die Anwender immer die Flexibilität.“

Mit seiner „Automatisierungsoffensive“ setzt Hermle auf die mannlose Fertigung – und zwar rund um die Uhr. Udo Hipp, Marketingleiter der Hermle AG, Gosheim, versichert: „Unser Konzept basiert darauf, dass Maschinen immer auch manuell nutzbar sein sollen.“ So habe der Anwender unabhängig von der Losgröße einen maximalen Nutzen seiner Maschine.

Dass Roboter möglichst ständig beschäftigt sein müssen, sieht man inzwischen auch bei Anwendern in der Praxis so. Beispielsweise hat Eckhard Brandt, Geschäftsführer der Geiger Fertigungstechnologie GmbH, Pretzfeld, und Herr über rund 200 Bearbeitungsmaschinen längst erkannt: „Nur zum Be- und Entladen ist ein Roboter viel zu schade und nur zu einem Bruchteil sinnvoll genutzt.“ Genau das ist das Argument, mit dem die Roboterhersteller ins Feld ziehen. Dass ein Roboter für weitere Arbeiten eingesetzt werden kann ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die Spanzeiten vergleichsweise lang sind. SMK/KÄM

Von Smk/Käm
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