Produktion 24.09.2010, 19:49 Uhr

Messe Stuttgart liegt für viele deutsche Werkzeugmaschinen­bauer „um die Ecke“

Auf der AMB 2010 – Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung – vom 28. September bis zum 2. Oktober haben es viele der über tausend Aussteller nicht weit vom Stuttgarter Messegelände bis zu ihrem Unternehmenssitz. Denn das Land Baden-Württemberg – und hier insbesondere der Großraum Stuttgart – beherbergt eine Vielzahl von Unternehmen, die Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeuge für die industrielle Produktion herstellen.

Wie eng geknüpft dieses Firmennetzwerk ist, belegt die Tatsache, dass im Internet ganze 609 Maschinenbauer ausgewiesen werden, wenn man nach entsprechenden Adressen in der Region Stuttgart sucht. Mit dem Fahrzeugbau und der Herstellung von Metallerzeugnissen zählt die Maschinenbauindustrie zu den drei nach Beschäftigtenzahlen wichtigsten Branchen des Bundeslandes, und sie ist gekennzeichnet durch renommierte Namen wie Trumpf, Heidelberger Druckmaschinen, Festo, Voith, Liebherr, Putzmeister und Röhm.

Es kann daher nicht verwundern, dass sich in Stuttgart als dem Herzen eines Industrieraums, der sich selbstbewusst die Bezeichnung „Europas Hightech-Region Nr. 1“ gibt, mit der AMB eine wichtige deutsche Branchenmesse für die Metallbearbeitung etabliert hat. Hier vergleichen sich die regionalen Champions mit dem internationalen Wettbewerb, denn alle Weltmarkt- und Technologieführer sind mit ihren neuesten Entwicklungen im Bereich der Maschinen und Werkzeuge präsent.

Und nach dem Krisenjahr 2009 werden die konjunkturellen Aussichten der Schlüsselbranche von den Unternehmen einmütig positiv eingeschätzt. „Sofern die Konjunkturbelebung anhält, können wir den Umsatzrückstand aus den ersten fünf Monaten 2010 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum im weiteren Jahresverlauf mehr als wettmachen“, so Dietmar Hermle, Vorstandssprecher beim Werkzeugmaschinenbauer Berthold Hermle, Gosheim.

Die quasi vor der Haustür stattfindende AMB mit ihren Tausenden von Fachbesuchern aus aller Welt bietet natürlich eine optimale Gelegenheit, etwas für die positive Geschäftsentwicklung zu tun.

Auch Dieter Kress, Geschäftsführender Gesellschafter des Präzisionswerkzeuge-Herstellers Mapal in Aalen, sieht ermutigende Zeichen für die Überwindung der Krise: „Die Kunden weltweit bestellen wieder. Viele neue Projekte sind im Gespräch und beleben Auftragseingang und Umsatz.“ Diesen Aufwärtstrend sichere Mapal durch die Präsenz auf der AMB ab. Mit den dort gezeigten Produktneuheiten demonstriert das Unternehmen, dass es mit innovativen Ideen neue Lösungen und neue Anwendungsgebiete in der spanenden Bearbeitung erschließt. So wie Kress sind vor allem die Hersteller von Präzisionswerkzeugen wieder optimistischer gestimmt und nutzen die AMB 2010 als ein Konjunkturbarometer für ihre Produkte.

„Die Emag-Gruppe konnte in den letzten Monaten eine überdurchschnittliche Steigerung des Auftragseingangs verbuchen. Die Wirtschaftskrise ist für uns vorbei, wir blicken mit großem Optimismus in die Zukunft“, bestätigte Dieter Kollmar, Geschäftsführer Emag-Holding, Salach.

Für Lothar Horn, Geschäftsführer der Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH in Tübingen und gleichzeitig Vorsitzender des Fachverbandes Präzisionswerkzeuge im VDMA, ist die AMB gemeinsam mit der EMO die europäische Leitmesse rund um die spanende Fertigung. Sein Unternehmen hat sogar seine Entwicklungszyklen auf diese Messen abgestimmt.

„Unsere Kunden sollen Antworten auf aktuelle Fragestellungen und Trends der Zerspanungstechnik erhalten“, lautet die Devise von Horn. Dass die Branche mit hohen Erwartungen an der AMB in Stuttgart teilnimmt, unterstreicht auch Alfred Graf Zedtwitz, Pressesprecher des Fachverbandes Präzisionswerkzeuge: „Die AMB ist für uns eine sehr wichtige Messe und ein konjunktureller Gradmesser.“

Gerade für Baden-Württemberg als stärkste europäische Maschinenbauregion ist die AMB in Stuttgart also das geeignete Schaufenster. Nach Angaben des VDMA hat das „Ländle“ mit 25 pro Tausend europaweit die meisten im Maschinenbau beschäftigten Einwohner. Zusammen mit dem im deutschen Ranking an zweiter Stelle folgenden Bayern sorgt Baden-Württemberg maßgeblich dafür, dass Deutschland mit einem Produktionsanteil von 39 % innerhalb der EU die dominierende Position unter den Maschinenbaustandorten inne hat. Und da Werkzeugmaschinen nach wie vor die größte Sparte des baden-württembergischen Maschinenbaus sind und nicht wie mittlerweile die Fördertechnik im restlichen Europa, hat die Metallbearbeitungsmesse AMB in Stuttgart quasi ein Heimspiel. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die im südwestdeutschen Raum ansässigen Unternehmen von der deutlich ansteigenden internationalen Nachfrage nach Investitionsgütern, wie sie mit Sicherheit auch auf der Fachmesse spürbar sein wird, überdurchschnittlich profitieren. Die intelligenten Produkte aus Baden-Württemberg haben die Region in aller Welt zu einem Begriff gemacht, und so sehr das Bundesland in der Wirtschaftskrise der beiden zurückliegenden Jahre Rückschläge hinnehmen musste, so sehr kann es jetzt wieder auf den Maschinenbau als Wachstumsbranche zählen. U. SCHAMARI/KIP

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