Für Anwender ist die Zeit reif 20.09.2002, 18:21 Uhr

Highspeed in der Wertschöpfungskette vom Computer Aided Design bis zum Span

Auf der Ausstellung für Metallbearbeitung (AMB) demonstrierte die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung ihre Praxistauglichkeit. Wer hier den größten Erfolg haben will, sollte seine gesamte Fertigungskette konsequent auf Highspeed ausrichten, wie in Stuttgart deutlich wurde.

Maschinenleistung pur, davon konnten sich die rund 55 000 Fachbesucher der diesjährigen AMB vom 10. bis zum 14. September überzeugen, ist für optimale Hochgeschwindigkeitsbearbeitung zu wenig. „Es kommt darauf an, die gesamte Prozesskette im Blick zu haben und die einzelnen Komponenten passgenau aufeinander abzustimmen. Diese Kette reicht vom CAD-System über die Produktionsplanung und NC-Programmierung bis hin zu Maschine und Werkzeug“, so Prof. Eberhard Abele in Stuttgart. Das schließe auch aktuelle Entwicklungen im Bereich High Performance Cutting (HPC) ein, etwa bei Kombinationswerkzeugen, wo mehrere Schneiden gleichzeitig im Einsatz sind, ergänzt der Leiter des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der Universität Darmstadt. Für Dr. Klaus Christoffel, Leiter Bereich Technologie bei Sandvik Coromant in Düsseldorf, geht HPC einen Schritt über HSC hinaus, „denn auch Größen wie Werkzeugwechselzeiten und Vorschübe werden berücksichtigt.
Dr. Wolf Sengebusch, Geschäftsführer des Fachverbandes Präzisionswerkzeuge in VDMA, fasst den HPC-Begriff weiter: „High Performance Cutting geht über den technischen Aspekt hinaus und ist untrennbar mit einer hocheffizienten Unternehmensorganisation verbunden.“ Das notwendige Equipment für HSC wie auch HPC steht für Eberhard Abele jedenfalls bereit: „Die aktuellen Neuentwicklungen von Maschinen, Werkzeug, Steuerungen und Software stellen jetzt ein praxistaugliches Highspeed-Angebot sowohl für den Werkzeug- und Formenbau als auch für Serienfertiger dar.“ Dabei seien qualifizierte Mitarbeiter Grundvoraussetzung für erfolgreiche Hochgeschwindigkeitsbearbeitung.
Als reif für die schnelle Produktion in einer effektiven Betriebsorganisation präsentierte Hermle aus Gosheim das Bearbeitungszentrum C 40 Dynamic auf der HSC-Sonderschau. „Positionier- und Anfahrzeiten sind kurz dank einer Beschleunigung von 10 m/sec2 bei Spindeldrehzahlen bis 40 000 U/min“, präzisiert Hermle-Mitarbeiter Volker Wichert. Gleichzeitig verkürze der Messtaster die Einrichtzeiten. „Er prüft die Werkstückgeometrie, erfasst die Werkstücklage und vermisst Taschen wie auch Bohrungen“, ergänzt der Anwendungstechniker. Über die „E-Messenger“-Software könne die Maschine entsprechend den gewählten Einstellungen eine E-Mail oder eine SMS an vordefinierte Empfänger versenden.
Dass Highspeed auch die Entwicklung im Werkzeug-Bereich vorantreibt, belegte Sandvik Coromant mit einer neuen Planfräser-Generation. „Die effektive Spanabfuhr, eine kritische Voraussetzung für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung, wird wesentlich vereinfacht aufgrund der effektiven Kühlschmiermittelzufuhr durch das Werkzeug“, betont Klaus Christoffel. Der Fräser bestehe nur aus wenigen Komponenten und biete somit einfache Handhabung und Wartung. Gleichzeitig trage die Wendeplattenspannung in verzahnten Plattensitzen zur hohen Rotationssicherheit bei.
Höhere Produktivität ist aber nicht zuletzt eine Sache effektiver Maschinenbedienung und -steuerung. Programmierfehler, verursacht z. B. durch fehlerhafte Zustellparameter oder falsche Werkzeuge, soll die Software Hypermill Version 7 bereits im Frühstadium erkennen. Anwender könnten so schnell reagieren, hebt man bei Open Mind in Unterföhring hervor. Gleichzeitig seien alle Eingabemasken so aufgebaut, dass sie sich mit jedem neu eingegebenen Parameter automatisch „verschlanken.“ Jeder eingegebene Wert reduziert damit die Eingabemöglichkeiten für alle Folgeparameter.
Ebenso sollen gezielte Erweiterungen der PPS-Lösung Bios 2000 die Organisation der Fertigung beschleunigen. „Ein neues MDE-Modul sorgt für die nahtlose Ergänzung zum BDE-System. Die Maschinenlaufzeiten fließen auftragsbezogen direkt in die BDE-Daten ein“, präzisiert Geovision-Geschäftsführer Rudolf Espertshuber in Wagenhofen. Gleichzeitig ordne eine neue .Abrechnungsmethode die Maschinen- und Personenanteile exakt den Fertigungsaufträgen zu. Das gewährleiste eine präzisere Kalkulation auch bei der Mehrmaschinenbedienung. DIETMAR KIPPELS

Von Dietmar Kippels
Von Dietmar Kippels

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