Software. Fertigung 13.04.2007, 19:27 Uhr

Fertigungsdaten in Echtzeit optimieren die Produktionsplanung  

Dass doch noch Luft ist für zusätzliche Bestellungen und Auftraggeber nicht enttäuscht zur Konkurrenz abwandern, könnten Manufacturing Execution Systems (MES) aufzeigen. Diese speziellen Softwaresysteme zur Optimierung der Fertigung dürften auf der HMI für Diskussionsstoff in Halle 17 sorgen.

Das „Ist-Bild“ der Fertigung flexibel erfassen und optimieren will MPDV Mikrolab dabei mit der in Hannover präsentierten Software Hydra Mes. Schneebauer: „Unternehmen können aus insgesamt zehn Modulen die für sie jeweils wichtigen Schwerpunkte auswählen.“ Falls das Leitsystem der Anlage hoch integriert sei, könne es auf Wunsch durchaus eingebunden werden – „unser System verlangt also keinen Kahlschlag.“

Die von der Anwendung bereitgestellten Sichten auf die Produktionsdaten seien dabei rollenbasiert und flexibel. So könne etwa zwischen der zeitablauforientierten Plantafel und einer topographischen Sicht auf die Produktion gewählt werden, hebt man in Mosbach hervor. Das Zeitlaufprofil signalisiert dabei über Farbcodes deutlich Stillstände sowie die Gründe dafür. Per „Drill-down“ könnten solche Gründe beispielsweise bei der Spritzgussproduktion bis auf einzelne Spritzdüsen hinunter detailliert werden. Voraussetzung hierfür wie für eine vom System angebotene Optimierung etwa von Umrüstzeiten sei allerdings, dass dem System zuvor jedes Detail der Produktionslandschaft und sämtlicher beteiligter Ressourcen „beigebracht“ wurden.

„Genau hier liegt eines der Probleme, denen MES-Installationen heute häufig begegnen,“ steuerte Weber bei: „Viele Anwender integrieren zwar zum Beispiel die SPS-Ebene, scheuen aber den Aufwand, auch das gewaltige Detailwissen in den Köpfen aller mit der Produktion befassten Mitarbeiter in das Softwaresystem zu übertragen.“ Sie vertrauten lieber auf die bisherige Ad-Hoc-Steuerung, kämen dadurch aber auch nicht in den Genuss von Optimierungspotenzialen durch What-if-Analysen und Simulationen.

Gleichzeitig ist schneller Datenfluss ein Topthema bei MES-Anbietern in Hannover. So setzt Forcam aus Friedrichshafen mit seiner Präsentation auf das Motto „Maschinendaten vom Shop Floor zum Top Floor in Echtzeit“. Gunter Berthold, Marketingexperte bei Forcam: „Für Kunden wie DaimlerChrysler, oder Audi bringen wir Fertigungsdaten quasi in Realtime in Planungssysteme ein“. Die Ausführung von Fertigungsaufträgen sowie die Ressourcenüberwachung lasse sich so präziser steuern und im ERP-System im Minutentakt nachvollziehen. „Mit Mes Factory Framework bieten wir Durchgängigkeit zu den SAP-Systemen. Das System wurde als erste deutsche MES-Lösung für SAP Netweaver zertifiziert, beruht auf Java-Technologie und ist voll webfähig“, so Berthold kurz vor der weltgrößten Industrieschau. KLAUS RECKERT

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