Lichttechnik 14.01.2000, 17:24 Uhr

Jahrhundert des Photons beginnt

In einer Reihe von Workshops rüstet sich die optische Industrie für die Zukunft. Die Branche steht vor einem enormen Aufschwung – sofern es ihr gelingt, Synergien zu nutzen und die Engpässe des Ausbildungssystems zu überwinden.

Erheblicher Mangel an qualifizierten Optikdesignern

Fachleute warnen jedoch schon vor einem Engpass, an dem die strategische Neuausrichtung schnell scheitern könnte: Die Branche hat Nachwuchsprobleme, und es gibt erhebliche Defizite bei der Deckung des Bedarfs an Optikdesignern und Ingenieuren, die die Komplexität optisch-mechanisch-elektronischer Systeme beherrschen. „Schon heute sind Fachleute mit soliden Kenntnissen in Optik, Lasertechnik und insbesondere in Optoelektronik Mangelware“, klagt Litfin. Kurzfristig wird sich die Situation wohl eher noch verschlimmern: Von den insgesamt 218 700 Studienanfängern im Wintersemester 1998/99 hat sich nur ein knappes Fünftel für die Ingenieurwissenschaften entschieden.
Im Unterschied zur Computertechnik, die als Wachstumsfeld unumstritten ist, hat die Optik mit einer zusätzlichen Erschwernis zu kämpfen. Einem weit verbreiteten Vorurteil zufolge gilt sie selbst unter vielen Ingenieuren und Naturwissenschaftlern als abgeschlossenes Teilgebiet der Physik – eine Fehleinschätzung, die ihrem Querschnittscharakter nicht Rechnung trägt. Neue holografische Speichermaterialien, photonische Kristalle – „Halbleiter“ für Photonen – oder Techniken der adaptiven Optik (durch Messungen der Störeinflüsse im Lichtweg Bildfehler am Empfangsort in Echtzeit zu kompensieren) sind Beispiele weltweit außerordentlich dynamischer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die bereits die nächsten Innovationsschübe des kommenden Jahrzehnts erkennen lassen.
Das Vorurteil hat aber dazu geführt, dass nur wenige Einrichtungen in der Bundesrepublik eine breite und praxisbezogene Ausbildung in Optik und Optoelektronik anbieten. Eine eigenständige Qualifikation zum Optik-Ingenieur gibt es nicht nur an einigen Fachhochschulen ist ein Abschluss mit dem Schwerpunkt Optik möglich. Firmen wie Zeiss, Rodenstock oder Linos sind bereits dazu übergegangen, intern eigene Ausbildungsgänge zum Feinoptiker oder optoelektronischen Feinmechaniker einzurichten und so den dringendsten Bedarf an qualifiziertem Personal zu decken – ein Weg, den kleine und mittlere Unternehmen mangels Ressourcen nicht gehen können. RICHARD SIETMANN
Glasfaserkabel für die Sprach- und Datenkommunikation sind die bekannteste Anwendung optischer Technologien. Als „Enabling Technology“ können sie jedoch zukünftig an das Potenzial der Elektronik heranreichen.
Experten für optische Technologien sind derzeit Mangelware und gefährden die Zukunftsfähigkeit dieser Branche.

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