Zuckerberg kauft Oculus VR 27.03.2014, 14:05 Uhr

Facebook ebnet sich mit 3D-Brille den Weg fürs Geschäft mit der virtuellen Realität

Für zwei Milliarden US-Dollar hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg Oculus VR gekauft, einen Hersteller von Virtual-Reality-Brillen. Zuckerberg will Facebook mit ihrer Hilfe zur „sozialsten“ Plattform aller Zeiten machen. Spieleentwickler Markus Persson findet das gruselig und beendet die Zusammenarbeit mit Oculus VR. 

Das Team des Start-ups Oculus VR bei der Entwicklung der Datenbrille Oculus Rift. Mit ihr könnten Facebook-Nutzer zukünftig in Virtuelle Realitäten abtauchen. Was Zuckerberg genau vorhat, ist bislang unbekannt. 

Das Team des Start-ups Oculus VR bei der Entwicklung der Datenbrille Oculus Rift. Mit ihr könnten Facebook-Nutzer zukünftig in Virtuelle Realitäten abtauchen. Was Zuckerberg genau vorhat, ist bislang unbekannt. 

Foto: Oculus VR

Nach Ansicht von Facebook-Chef Mark Zuckerberg gehört die Zukunft Datenbrillen, mit denen Benutzer in virtuelle Welten abtauchen können. „Mobilgeräte sind die Plattform von heute. Nun sind wir bereit für die Plattformen von morgen“, kommentiert der Facebook-Gründer den Kauf auf seiner Facebook-Seite. „Mit Oculus haben wir die Möglichkeit, die sozialste Plattform aller Zeiten zu machen.“

Brille lässt Menschen in virtuelle Realität abtauchen

Mit der Videobrille Oculus Rift können Nutzer dreidimensionale Spiele spielen oder virtuelle Räume erkunden. Sie sieht aus wie eine überdimensionierte Skibrille und umschließt die Augen komplett. Der Nutzer sieht dreidimensionale Bilder und hat so den Eindruck, er sei persönlich mitten in einer virtuellen Welt. Mit Kopfbewegungen ändert sich auch seine Perspektive.

Zuckerberg sieht aber für die Zukunft Potenzial, das über Anwendung im Spielebereich hinausgeht. So könne etwa das virtuelle Lernen verbessert werden, oder bei Sportübertragungen könnte sich dank einer solchen Brille jeder Sportfan den besten Platz im Stadion sichern. Diese Möglichkeiten nennt auch der Erfinder der Oculus Rift, Palmer Luckey, als Grund für den Verkauf. Nach anfänglicher Skepsis sehe er nun, dass virtuelle Realität zum Mainstream werden könne. So bleibe diese Technologie nicht nur der Spiele-Welt vorbehalten, sondern könne auch in anderen Bereichen angewandt werden. Wie beim Kauf von Whatsapp vor einigen Wochen versicherte Zuckerberg übrigens, dass auch Oculus VR eigenständig bleiben soll.

Spieleentwickler Markus Persson bricht Zusammenarbeit mit Oculus VR ab

Die Begeisterung für den Verkauf von Oculus VR an Facebook wird nicht von allen geteilt. So will Minecraft-Entwickler Markus Persson die Entwicklung der geplanten Minecraft-Version für die Oculus Rift einstellen. „Facebook finde ich gruselig“, erklärte Persson auf Twitter.

Erst vor zwei Jahren war Oculus VR auf der Gründerplattform Kickstarter angetreten, um Geld für die weitere Entwicklung der Oculus Rift zu sammeln. Mit einer Gesamtsumme von 2,5 Millionen Dollar wurde das Start-up zu einem der erfolgreichsten Crowdfunding-Projekte überhaupt. Nach einigen Risikokapital-Spritzen von insgesamt rund 87 Millionen US-Dollar hat Oculus VR inzwischen fast 100 Mitarbeiter, unter ihnen auch Spieleentwickler-Legende John Carmack.

Virtuelle Schlittenfahrt mit der Brille Oculus Drift. Der Träger kann seinen Kopf bewegen und so die Perspektive ändern, sich also frei in der Landschaft umsehen. 

Virtuelle Schlittenfahrt mit der Brille Oculus Drift. Der Träger kann seinen Kopf bewegen und so die Perspektive ändern, sich also frei in der Landschaft umsehen. 

Foto: Oculus VR

Eine marktreife Version der Videobrille gibt es aber bis heute nicht. Die erste Entwicklerversion wurde seit April 2013 laut Oculus 75.000 Mal verkauft und ist inzwischen nicht mehr erhältlich. Im Juli soll eine zweite, verbesserte Entwicklerversion verschickt werden. Statt eines LC-Displays mit 1280 mal 800 Bildpunkten hat sie nun einen OLED-Schirm mit 1920 mal 1080 Bildpunkten und einen verbesserten Headtracker, der nicht nur die Kopfbewegung erkennt, sondern auch die Position im Raum. Noch Ende Februar allerdings klagte das Unternehmen, es müsse die Produktion wegen fehlender Bauteile vorläufig einstellen.

Auch wenn sie noch nicht für jeden Spieler erhältlich ist: Es gibt schon Preisvorstellungen für die Oculus Rift. 230 Euro kostete die erste Entwicklerversion, weniger als 150 Euro soll die Endkundenversion kosten. Die Macher denken sogar über Möglichkeiten nach, die Videobrille zukünftig kostenfrei zugänglich zu machen. 

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