Optoelektronik 07.12.2001, 17:32 Uhr

Digitale Kamera – ein Geschenk mit Folgekosten

Falls der Weihnachtsmann auch bei Ihnen mit einer digitalen Kamera vorbeikommt, sollten Sie sich mit den Folgekosten beschäftigen. Das neue Hobby hat über Speicherkarten, Akkusets, Prints oder passende Drucker seinen Preis.

Dieses Jahr werden hierzulande im Vor- und Nachweihnachtsgeschäft ungefähr 300 000 Digitalkameras verkauft. Letztes Jahr waren es allein im Dezember und Januar noch 135 000 Stück. Doch Karsten Eggert, Vertriebsdirektor Digital Imaging bei Kodak glaubt, die zwischen Februar und September erreichte Marktsteigerung von 117 % über die Weihnachtsperiode halten zu können. Ausschlaggebend für den Kauf ist die Löschbarkeit des Datenträgers, meist einer Chip-Speicherkarte, und die sofortige Bildkontrolle an LCD-Monitoren.

Ein Drittel der potentiellen Käufer von Digitalfotoapparaten möchte einer Stern-Umfrage zufolge, nicht mehr als 500 DM ausgeben. Ein weiteres Drittel investiert bis zu 1000 DM und entscheidet sich damit für Geräte im 2- bis 3-Megapixel-Segment. Fast ein Drittel stößt bis in die 2000-DM-Region vor und dabei an die Grenze zu 4-Megapixel-Kameras. Über 2000 DM investieren hauptsächlich Businessanwender.

Aber Achtung: Der Kauf deckt längst nicht alle Kosten des neuen Hobbys. Die mitgelieferten Speicherkarten haben generell zu wenig Kapazität. Ein Wechselspeicher, z. B. eine 32-MByte-Compact-Flash- oder Smart-Media-Karte kostet um die 70 DM.

Weitere Kosten entstehen durch einen Zweitakku. Angesichts hohen Stromverbrauchs und teurer Batterien ist die Nachrüstung mit Originalzubehör sinnvoll, um nicht allzuhäufig pausieren zu müssen. Der Rechner muss für die Digitalfotografie nicht aufgerüstet werden. Pflicht ist aber USB-Schnittstelle zur Bildübertragung und Betriebssystem Windows 98/ME/2000 und XP. Macs laufen problemlos, jedoch liegt den Kameras häufig nur PC-Software bei.

Wer Digitalkameras ohne Internetverbindung nutzt, verspielt kreative Möglichkeiten. Ein Blick auf die Homepages der Kamerahersteller und der Anbieter von Online-Printservices lohnt, denn dort kann gratis oder gegen geringe Gebühr ein eigenes Bilderalbum angelegt werden. Auf solche Alben greift entweder nur der Fotograf oder ein ausgewählter Freundeskreis zu.

Das Hauptgeschäft der Online-Printservices ist aber das Ausbelichten der Bilddaten auf Fotopapier. Marktuntersuchungen von Kodak ergaben, dass vor zwei Jahren nur 20 % der Digitalkamera-Anwender ihre Bilder ausbelichteten. Inzwischen sind es bereits 40 %. Der Anteil der Frauen stieg indessen von 2 % auf 21 %.

Vielen digitalen Fotoapparaten liegt bereits Bildbearbeitungs-Software bei. Sie erlaubt die Einstellung von Helligkeit, Farbe und Schärfe. Auch Ausschnittbestimmung, Drehung, Rahmung und Betextung der Bilder sind häufig möglich. Das eigene Layout mit individueller Textgrafik ist ein Hauptvorteil digitaler Aufnahmen.

Reisende und PC-Gegner besuchen Fotoläden, in denen Bildentwicklungs-Terminals stehen. Dort wird entweder das Material vom Speicherchip direkt ausgedruckt oder als Bestellung gespeichert. In der Regel sind die beim Händler beauftragten Fotos auch dort zu bezahlen und abzuholen. Fujicolor/Eurocolor, eines der größten Labore entwickelt laut Auskunft der Pressesprecherin Riemann derzeit 30 % der Digitalfotos über diese Stationen,15 % nutzen die Internet-Services direkt, 5 % erreichen das Labor per Datenträger und mindestens 50 % aller Bilder entstehen zu Hause.

Die günstigen Preise fotofähiger Tintenstrahldrucker (ab 300 DM) verleiten viele Computerbesitzer dazu, Bilder auf Fotopapier selbst zu drucken. Die Folgekosten für das Glanzpapier und die Tintenpatronen sind beachtlich, die Preise sehr unterschiedlich. Vom Fotopapier hängt die Druckqualität und die Haltbarkeit der Bilder ab. 25 Jahre Lichtbeständigkeit liefern derzeit die besten Papiere. Viele Druckerhersteller bauen jetzt Speicherkarten-Einschübe für PC-unabhängigen Tintenstrahl-Ausdruck ein, der Printer „Canon S820 D“ für knapp 500 Euro bietet sogar den Monitor zur Bildkontrolle.

MARTIN BIEBEL

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