Mikrosystemtechnik 19.10.2007, 19:30 Uhr

Mit Mikrosystemen bis 2015 an die Weltspitze  

VDI nachreichten, Düsseldorf, 19. 10. 07, jdb – 2015 könnte Deutschland durch Innovationen im Bereich Mikrosystemtechnik die USA als bisherige Nummer eins abgelöst haben. Dies meinte VDE-Präsident Josef Nossek anlässlich des Mikrosystemtechnik-Kongresses in Dresden. Unternehmen hierzulande setzen schon heute mit Mikrosystemtechnik 70 Mrd. € um und beschäftigen rund 680 000 Fachkräfte.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan will die Mikrosystemtechnik noch stärker als bisher im Rahmen der Hightechstrategie fördern. Dies sagte sie zur Eröffnung des Mikrosystemtechnik-Kongresses diese Woche in Dresden. Auch der frisch gekürte Physik-Nobelpreisträger Peter Grünberg nahm daran teil. Laut VDE wird Deutschland mit Innovationen in der Mikrosystemtechnik die USA im Jahr 2015 vom Spitzenplatz verdrängen.

Mit 950 Teilnehmern und 250 Beiträgen zu den aktuellen Technik- und Anwendungstrends in der Mikrosystemtechnik ging am Mittwoch dieser Woche in Dresden der Mikrosystemtechnik-Kongress zu Ende. Im Zweijahresrhythmus veranstaltet ihn das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen mit dem Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE). „Besonders innovativ waren Forschungsprojekte, die Mikrosystemtechnik und neue, auch organische Materialien, miteinander verbanden“, sagte der wissenschaftliche Tagungsleiter Thomas Geßner, Professor am Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration ZfM der TU Chemnitz.

Von der neuen Nintendo Spielekonsole Wii mit Bewegungssensorik über die Automobil-, Medizin- und Umwelttechnik bis hin zum Maschinen- und Anlagenbau: Mikrosystemtechnik ist bei allem schon jetzt integraler Bestandteil und übernimmt zudem immer neue Aufgaben. Nur ein Grund, warum VDE-Präsident Josef Nossek ihr „enormes Innovationspotenzial“ vorhersagt. Der Professor für Netzwerktheorie und Signalverarbeitung an der Technischen Universität München geht deshalb davon aus, dass im Jahr 2015 die USA als bisherige Nummer eins durch Innovationen aus Deutschland ihren Platz räumen müssen. Besonders aussichtsreich seien hierzulande die Felder Medizin- und Energie- sowie die Produktionstechnik.

Bereits jetzt beträgt das Umsatzvolumen weltweit mit Produkten der Mikrosystemtechnik mehr als 277 Mrd. €. Unternehmen hierzulande setzen dabei 70 Mrd. € um und beschäftigen rund 680 000 Fachkräfte. Laut VDE wächst der deutsche Markt rund um Mikrosystemtechnik jährlich um 15 %.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan will „die Entwicklung von Mikrosystemtechnik gezielt fördern“.

Schwerpunkte der Forschungsförderung des BMBF sollen in den nächsten Jahren Gesundheitsfürsorge, Klima und Energie sowie Herausforderungen im Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung sein. Der Einsatz von Mikrosystemtechnik soll hier über Produkte und Dienstleistungen wie technische Assistenzsysteme oder aber individuelles Gesundheitsmonitoring von Patienten gerade älteren Menschen helfen, länger in ihrer bevorzugten Umgebung zu bleiben. Unter dem Stichwort „Ambient Assisted Living“ (AAL) wird derzeit sowohl hierzulande als auch auf EU-Ebene ein gleichnamiger Förderschwerpunkt vorbereitet.

Auf dem Mikrosystem-Kongress prämierte zudem der frisch gekürte Physik-Nobelpreisträger Peter Grünberg drei Schülerteams. Sie gewannen den Wettbewerb „Invent a Chip“, den der VDE und das BMBF jährlich ausschreiben und bei dem in diesem Jahr 1500 Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Für „Invent a Chip“ entwickeln Schüler mit professioneller Hilfe Mikrochips, in die ihre eigenen Ideen einfließen.

Der Siegener Gymnasiast Johannes Burkhard machte Platz eins und gewann zugleich den BMBF-Sonderpreis für industrienahe Forschung. Sein Chip sorgt dafür, dass bei Warentransporten Änderungen der Geschwindigkeit durch Beschleunigen oder Bremsen ausgeglichen werden können.

Zudem wurde ein weiterer Nachwuchspreis der VDE/VDI-Fachgesellschaft GMM Mikroelektronik, Mikro- und Feinwerktechnik verliehen. Unter zehn Bewerbern konnte sich Peter Gruber von der Universität Linz durchsetzen. Der junge Mechatroniker überzeugte die Jury mit seiner wissenschaftlichen Darstellung zu einem speziellen Kleinmotor und bekam den mit 2500 € dotierten Preis. NIKOLA WOHLLAIB

Von Nikola Wohllaib
Von Nikola Wohllaib

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