Nanotechnologie 19.04.2002, 17:33 Uhr

Der Nano-Botschafter

Kratzfeste Brillengläser, antibakterielle Türbeschichtungen, kalkresistente Putzmittel – all das sind Beispiele für Anwendungen der Nanotechnik. Doch die wenigstens Verbraucher haben je von dieser faszinierenden Technik gehört, die ohne die Errungenschaften der Physik und Chemie nicht denkbar wäre.

Stört das die Forscher? „Aber selbstverständlich“, sagt Stefan Lach, Koordinator des Kompetenzzentrums Nanotechnik an der Universität Kaiserslautern, „die Nanotechnik verändert doch unseren Alltag. Nur ist es ein unspektakulärer, eher unsichtbarer Prozess.“ So unsichtbar wie die Partikel selbst, möchte man ergänzen.
Lach freilich hat es sich zur Aufgabe gemacht auch die Öffentlichkeit dafür zu begeistern, wovon er selbst fasziniert ist: dass es Mikroskope gibt, mit denen man die winzigen Teile der Atome, eben jene Nanopartikel, sichtbar machen und dadurch mit ihnen arbeiten kann.
Er zählt zu den engagiertesten Botschaftern der Nanotechnik, die Deutschland zu bieten hat. In Seminaren mit Lehrern, Workshops mit Politikern, Gesprächen mit Industriellen wirbt er für die junge Wissenschaft und ihre Anwendungen. Dafür steht ihm ein vergleichsweise bescheidenes Budget zur Verfügung, 350 000 ‰ pro Jahr erhält das Kompetenzzentrum von der Bundesregierung.
Lachs besondere Fähigkeit: Der 39-jährigen Chemiker, der gerade seine Promotion abschließt, findet eine Sprache, mit der er Laien vermittelt, worum es geht. „Stellen Sich sich einen Fußball vor“, sagt er, „10 nm verhalten sich zu ihm, wie der Ball selbst zum Erdball.“ Wenn das nicht zumindest einen Eindruck von den Dimensionen vermittelt!
Eine Unterhaltung mit Lach macht Lust auf Zukunft, denn sie dürfte manche Überraschung bereithalten. Organische Leuchtdioden zum Beispiel, so genannte Oleds, denen man als erstes in leuchtenden Preisschildern begegnen könnte. Oder Kosmetik, in der
allergene Substanzen durch Nanoteilchen ersetzt werden. Oder funktionale Schutzkleidung, in die winzige Kohlenstoff-Röhrchen eingearbeitet wurden, so genannte Karbo-Nano-Tubes. Sie verhindern beispielsweise das Reißen der Stoffe.
Erste Schritte in diese Zukunft können diese Woche besichtigt werden. Auf der Ausstellung „Nanoworlds“ während Hannover Messe. Stefan Lach ist übrigens auch da. HELENE CONRADY
www.cc-nanochem.de

Von Helene Conrady

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