Erhöhte Straßensicherheit 03.02.2015, 08:51 Uhr

Scanner entdeckt Schlaglöcher, bevor sie entstehen

Mit Scannern und Kameras erkennt ein Fahrzeug britischer Wissenschaftler in Sekundenbruchteilen kleinste Schäden im Straßenbelag. Sie lassen sich dann frühzeitig beheben. Das erhöht die Straßensicherheit und senkt die Reparaturkosten.

Scanner und Kameras im Vorbau des Fahrzeugs analysieren den Straßenbelag. Sie finden drohende Schlaglöcher mit einer hunderprozentigen Trefferquote.

Scanner und Kameras im Vorbau des Fahrzeugs analysieren den Straßenbelag. Sie finden drohende Schlaglöcher mit einer hunderprozentigen Trefferquote.

Foto: Dynatest

Gerade im Winter entstehen Schlaglöcher auf asphaltierten Straßen oft über Nacht. Wasser dringt durch feine Risse in den Untergrund ein. Frost lässt es gefrieren, es dehnt sich aus und sprengt den Belag. Gefährdete Bereiche erkennen erfahrene Prüfer zwar durch Augenschein. Doch dazu müssen sie die Straßen zu Fuß abgehen, was bei starkem Verkehr und erst Recht auf Schnellstraßen kaum möglich ist.

Künftig wird ein Fahrzeug im Strom der Autos mitschwimmen, das drohende Schäden besser als jeder menschliche Prüfer erkennt. In einem Vorbau sind Scanner und Kameras befestigt, die kontinuierlich zwei- und dreidimensionale Bilder vom Untergrund aufnehmen. Sie werden von einem Bordrechner in Sekundenbruchteilen ausgewertet.

System erreicht hundertprozentige Trefferquote

Der Computer ist unter anderem darauf getrimmt, Risse und kleine Aufwölbungen zu erkennen – Vorboten für größere Schäden. Von Reifenspuren, Ölflecken und Spuren früherer Ausbesserungsarbeiten lässt sich der Rechner nicht verwirren, sagen die Entwickler von der Nottingham Trent University in Großbritannien.

Schäden an Autos durch plötzlich auftretende Fahrbahnschäden ziehen oft Schadensersatzansprüche nach sich, die Behörden Millionen kosten. Das neue Scannersystem soll Abhilfe schaffen.

Schäden an Autos durch plötzlich auftretende Fahrbahnschäden ziehen oft Schadensersatzansprüche nach sich, die Behörden Millionen kosten. Das neue Scannersystem soll Abhilfe schaffen.

Foto: dpa/Stefan Sauer

In ersten Tests hat das System eine hundertprozentige Trefferquote erreicht. Nicht einen von insgesamt 900 Frühindikatoren für Schäden hat es übersehen. Die durchschnittliche Zeit, die der Algorithmus für die Analyse des Bildmaterials benötigte, lag bei 0,65 Sekunden. „Wir können das sicher noch schneller schaffen“, sagt Mathavan, der das Entwicklerteam leitet.

Scannersystem soll Reparaturkosten senken

„Es ist unbedingt nötig, Behörden in aller Welt die Möglichkeit zu geben, den Zustand der Straßen effektiv und sicher zu überprüfen“, sagt Mathavan. Schlaglöcher gefährdeten nicht nur die Sicherheit des Straßenverkehrs, sie seien auch teuer für die Behörden, die die Straßen unterhalten. Schäden an Autos durch plötzlich auftretende Fahrbahnschäden zögen oft Schadensersatzansprüche nach sich, die Millionen kosten. Drohende Schlaglöcher könnten zukünftig umgehend ausgebessert werden. Die Reparaturkosten sind dann geringer als bei einem bereits eingetretenen Schaden.

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