Medien 01.06.2012, 11:56 Uhr

Unternehmen setzen im Internet auf Bewegtbild als Marketinginstrument

Videos spielen für Unternehmen eine immer größere Rolle. Ob Produkte erklärt, Events gestreamt oder Mitarbeiter gesucht werden – ohne bewegte Bilder, die via Internet verteilt werden, geht im Marketing und im Recruiting kaum noch etwas. Einsteiger müssen jedoch einige technische Hürden nehmen.

Rainer Zugehör nennt es eine Revolution, die kaum beachtet wird. „Unternehmen werden zu kleinen TV-Sendern“, weiß der Geschäftsführer von Moving Image 24 Berlin. Die Firma stellt technische Lösungen bereit, um Videos auf die verschiedensten Endgeräte zu verteilen. „Jeder Website-Betreiber muss sich heute mit Video und Mobile beschäftigen“, sagte Zugehör auf den Audiovisual Media Days kürzlich in München. Seine Beobachtung: „Es gibt kein Unternehmen in den Top 100, das heute nicht mit Videos arbeitet.“

Bewegte Bilder erklären neue Softwareprodukte, locken Bewerber an oder lassen Kunden und Journalisten virtuell an Veranstaltungen teilhaben. Wer beispielsweise Siemens, Metaio oder RTT in die Suchmaske des Videoportals You-
tube eingibt, erhält allein von diesen Münchner Unternehmen eine bunte Auswahl an Interviews und Präsentationen.

Web 2.0 und Bewegtbild: Neue Kernkanäle des Marketings

„Für viele Unternehmen sind das Web 2.0 und Bewegtbild die neuen Kernkanäle einer immer vielschichtigeren Markenkommunikation“, sagte Michael Strier von TV Next, einem weiteren Berliner Anbieter von IPTV-Lösungen. Der Experte zeigte auf der Kongressmesse Internet World in München am Beispiel von audi.tv, wie ein zentralisiertes Video-Management-System aussehen kann, das rund um die Uhr die Ausspielung auf verschiedene Endgeräte gewährleistet.

„Ein Video-Management-System der nächsten Generation ist dabei ein Generalist und Alleskönner der Videoverwaltung“, erklärte Strier. „Von einem zentralen Content-Pool ausgehend steuert das VMS neben der Ausspielung der Inhalte auf die unterschiedlichen Device-Plattformen auch Zusatzmodule“, so Strier. Zu diesen Zusatzmodulen zählen z. B. eine interaktive Navigation, Social Media und Community-Features oder frei integrierbare Player, um Kooperationen mit Partnern einer Marke abzubilden.

Internet-User sehen immer mehr Bewegtbild-Formate im Internet

Dass die Nachfrage nach bewegten Bildern wächst, zeigen auch die Messungen der Marktforscher von Comscore. Wie eine aktuelle Studie zeigt, haben sich allein im März dieses Jahres fast 47 Mio. Internet-User in Deutschland mindestens ein Video online angeschaut. Die meisten Clips werden dabei via Youtube abgerufen. Doch Rainer Zugehör warnt Unternehmen davor, sich beim Thema Bewegtbild nur auf die großen Plattformen von Google und Facebook zu verlassen. „Ein Video sollte immer zuerst auf der eigenen Website eingestellt werden und erst dann bei You-
tube“, empfiehlt der Experte. Schließlich sollten die User ja bei einer Suche auf der Unternehmens-Seite landen.

Wenn ein Youtube-Player auf der eigenen Site eingebunden ist, steige zudem die Gefahr, dass Nutzer beim Anklicken den Webauftritt verlassen und bei You-
tube bleiben. In vielen Konzernen sei darüber hinaus der Zugriff auf Youtube gesperrt, etwa aus Sicherheitsgründen oder wegen knapper Serverkapazitäten. So seien die eigenen Mitarbeiter schnell von Übertragungen ausgeschlossen, ein Gau für die interne Kommunikation.

Bewegtbild im Internet muss technisch und qualitativ spezielle Anforderungen erfüllen

„Die technischen Anforderungen für Unternehmen sind hoch, wenn sie bei diesem Thema einsteigen“, weiß Zugehör. So müssten Unternehmen sicherstellen, dass die Abspielbarkeit vom Smartphone bis hin zum Smart-TV gewährleistet ist und die Konvertierung von Videoformaten ins richtige Zielformat gelingt. „Der Videoplayer muss allein erkennen, welches Gerät aktuell anfragt.“ Gerade bei längeren Beiträgen ist nach Erfahrung von Zugehör zudem eine Kapitelfunktion wichtig. „Die Leute steigen schnell aus, wenn sie nicht erkennen, wann die für sie interessanten Fakten kommen.“

Mit einer guten Kapitelsuche könne auch die Verweildauer erhöht werden, sagt Zugehör. In allen Altersgruppen, so hat Comscore herausgefunden, wächst das Interesse an Videoabrufen auf stationären und portablen Endgeräten. Von diesem Trend können nach Ansicht von TV-Next-Manager Strier auch mittelständische Unternehmen profitieren. Technische Hürden ließen sich überbrücken: „Videos können oft mit einem einzigen System verwaltet werden, das sich über Standardschnittstellen in bestehende Landschaften einfügt.“ 

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