E-Books 17.06.2011, 19:54 Uhr

Mehr Lesespaß in digitaler Form

Leser von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern bekommen immer mehr Möglichkeiten, ihre Lieblingslektüre digital auf das iPad, iPhone & Co. herunterzuladen und sie dort auch „offline“ zu lesen. Kürzlich präsentierte die Telekom nach zweimonatiger Beta-Phase ihren digitalen Kiosk namens „Page Place“ für alle möglichen Smartphones und Tablet-PCs. Doch auch die US-Konkurrenten Apple und Google kommen mit Neuerungen in Sachen digitaler Lesespaß.

Virtuell Eselsohren in das neu erstandene Werk knicken, auf dem Tablet-PC mit dem Krimi-Klassiker „Verdammnis“ von Stieg Larsson aufhören und an der gleichen Stelle auf dem Smartphone weiterlesen: All dies können Nutzer des Online-Kiosks „Page Place“ nicht nur auf Apple-Geräten. Seit Kurzem geht dies auch auf Tablet-PCs und Smartphones, die auf Googles Betriebssystem Android hören.

Einmal auf der Internetseite von Page Place registriert, erlaubt die Telekom das Herunterladen von Büchern oder Zeitungen auf fünf verschiedene Geräte. Gekaufte Inhalte lassen sich in einem virtuellen Bücherregal aufstellen – das zuletzt gelesene oder neu gekaufte Werk gut sichtbar. Markierte Stellen oder Lesezeichen werden automatisch auf allen Endgeräten synchronisiert.

„Wir sind auf dem Weg, ein Vollsortimenter im digitalen Bereich zu werden“, freute sich Thomas Kiessling bei der Vorstellung von Page Place. Damit hat sich, so der Produkt- und Innovationschef der Telekom, seit der Erstvorstellung auf der CeBIT 2011 jede Menge getan.

150 neue Verlage seien dazugekommen. Damit können Nutzer nun unter 40 000 elektronischen Büchern sowie 450 digitalen Magazinen und 50 Zeitungen wählen. Regionalzeitungen wie die „WAZ“, „Rheinische Post“ oder die „Neue Ruhr Zeitung“ sind ebenfalls darunter wie die „Süddeutsche“, „Zeit“ oder das „Handelsblatt“. Ab Juli soll es zudem Abo-Modelle mit festen und flexiblen Laufzeiten geben. Auch Hörbücher sowie internationale Zeitschriften und Zeitungen sollen dazukommen.

Den Markt rund um den digitalen Lesespaß bestimmen derzeit etablierte US-Konzerne wie Apple oder Onlinehändler Amazon. Doch Telekom-Manager Kiessling ist überzeugt: „Für hiesige Verlage und ihre digitalen Inhalte sind wir neben den Amerikanern ein weiterer Verkaufskanal.“ Kiessling will Plattformdienstleister für Verlage sein. Dabei übernehme seine Softwareexperten die aufwendige Anpassung und ständige Aktualisierung der Inhalte auf die verschiedenen mobilen Betriebssysteme und ihre verschiedenen Versionen von Smartphones und Tablet-PCs.

„Wir setzen auf Android von Google“, sagte Kiessling. So komme eine Reihe neuer Smartphones und Tablet-PCs mit dem mobilen Betriebssystem Android nach und nach auf den Markt, für die „auf Page Place inzwischen mehrere zehntausend Apps zur Verfügung stehen“. Für Apple hingegen samt seinem dazugehörenden Betriebssystem iOS seien es nur 3000.

Mit ein Grund ist die rigide Geschäftspraktik der Kalifornier. So verlangt Apple u. a. bei Abos aus seinem App Store 30 % der Umsätze auf die verkauften Inhalte. Bei den Verlegern stößt dies seit Längerem auf Unmut. Auch die Telekom behält einen Teil der über Page Place generierten Umsätze ein. Wie viel das ist, dazu machte Kiessling keine Aussage: „Es kommt auf den Deal an.“

Im Vergleich zu den USA ist der Markt rund um E-Books & Co hierzulande noch unterentwickelt. Laut Beratungsunternehmen PriceWaterhouseCoopers hatten elektronische Bücher im Jahr 2010 am gesamten Buchmarkt erst einen Marktanteil von 0,4 %. Bis 2015 soll dieses magere Ergebnis auf 6,3 % klettern. In den USA könnten E-Books dann bereits 22,5 % der Umsätze ausmachen.

Und tatsächlich: Onlinehändler Amazon bietet Lesern ein Sortiment von 950 000 digitalen Büchern im proprietären Amazon-Format. Sie können es einzig auf das hauseigene Lesegerät „Kindle“ herunterladen. Amazon verkaufte in den USA im Mai erstmals mehr E-Books als gedruckte Bücher. In Europa ist das Angebot von Amazon dagegen weitaus geringer. Der deutsche „Kindle-Store“ umfasst nur 30 000 deutschsprachige Werke.

Telekom-Manager Kiessling schätzt denn auch den Markt hierzulande rund um digitales Lesefutter auf derzeit 100 Mio. €. Zum Vergleich: Der Gesamtumsatz mit Gedrucktem aller Art beträgt 11 Mrd. €. Doch Kiessling ist von einem starken Wachstum in Deutschland überzeugt. „Der E-Print-Markt wächst auf 500 Mio. € im Jahr 2015, in Europa liegt er in vier Jahren deutlich über 1 Mrd. €.“ Um die Umsätze über Page Place zusätzlich anzukurbeln, will Kiessling auch mit Anbietern von Lesegeräten wie Sony kooperieren.

Doch auch die amerikanische Konkurrenz stellte vergangene Woche Neuerungen in Sachen E-Print vor. Apple will mit „Newsstand“ einen eigenen digitalen Zeitschriftenkiosk für das iPhone und das iPad schaffen. Er sammelt alle im hauseigenen App Store erworbenen Zeitschriften und Zeitungen und lädt neue Ausgaben automatisch herunter.

Suchmaschinengigant Google will im Juli mit einem eigenen Buchshop namens „Google Edition“ an den Start gehen. Dann sollen 3 Mio. elektronische Bücher auf vielen internetfähigen Geräten wie PCs, Smartphones, und Tablet-PCs verfügbar sein. NIKOLA WOHLLAIB

Von Nikola Wohllaib

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