Medien 07.02.2003, 18:23 Uhr

Hochwertiges für das Heimkino

16:9-Breitbild, Progressive Scan und hochwertige Anschlüsse sollen das Erlebnis des „Kino zu Hause“ versüßen.

Hollywood erreicht jetzt auch das Wohnzimmer: Das Breitbild, im Fernsehbereich als 16:9-Standard bekannt, erreicht den Wachstumsmarkt der Heimkinoprojektoren. Auflösungen von 858 x 484 oder mehr Bildpunkten projizieren DVD-Filme über den gesamten Chip.
Die neuen Beamer bringen eine vollformatige Breitbilddarstellung – ohne störende Schwarzbalken unter- und oberhalb des Bildes – und das in einer besseren Auflösung. 16:9 ist außerdem ideal für die Wiedergabe von Spielfilmen auf DVD.
Die zweite wichtige Marktentwicklung heißt Progressive Scan. In Amerika und Japan eine Waffe der DVD gegen hoch auflösende Fernsehsysteme (HDTV, MUSE), macht diese Bildverbesserungstechnik nun auch auf dem hiesigen Markt von sich reden.
Bei 2199 ‰ beginnt der 16:9-Spaß mit Panasonics PT-AE100E. Der Sony Cineza VPL-HS2 bietet für 2500 ‰ bereits Progressive Scan und liefert die Breit-Leinwand zur Projektion gleich mit. Ebenfalls für ca. 2500 ‰ bietet der Philips „Garbo“ nur Standard ohne Progressive Scan.
Der DLP-Projektor Plus „Piano“ für rund 3500 ‰ ist konkurrenzlos klein, verzichtet aber auf ein echtes 16:9-Bild – seine Auflösung ist mit 848 x 600 Bildpunkten dennoch breiter als die von 4:3-Projektoren. Die obere Preisgrenze mit 5490 ‰ markiert Epsons EMP-TW100 wieder mit spezieller Progressive-Scan-Abtastung.
Der Spaß am Heimkino beginnt beim Aufstellen des Projektors. Der mikroportable Plus „Piano“ punktet mit Fliegengewicht, verlangt aber Geschick beim Montieren der Standfüße. Bereits auf einem Meter Projektionsabstand füllen der Plus genau wie Panasonics PT-AE100E die Leinwand aus. Ergonomische Schnellverschlüsse zentrieren das Bild im Nu auf die Leinwand.
Als praktisch erweist sich das Kugelgelenk des VPL-HS2 von Sony. Schnell ist die vertikale Projektionsachse angepasst und mit einem Hebel fixiert. Für den Horizontalausgleich liefert Sony die clevere „Side Shot 2“-Technologie: Der Projektor kann aus der Betrachterachse rücken und bietet dennoch ein verzerrungsfreies Bild.
Alle anderen Projektoren surren direkt zwischen den Zuschauern, wenn sie nicht fest an der Rückwand des Raumes oder an der Decke installiert sind. Montagezubehör gibt es bei den Herstellern extra, Bildumkehrung ist in den Einstellmenüs aller Geräte vorgesehen.
Sehr wichtig ist in der Praxis das Zusammenspiel zwischen Fernbedienung und Menüsteuerung. Sony und Epson erlauben eigene Präsentationsprofile auf Extratasten. Am ergonomischsten navigiert es sich durch das Philips-Menü, gefolgt von Sony – verständliche Begriffe und erklärende Grafiken erleichtern gezielte Aktionen. Panasonic hat sein Menü sowie die Fernbedienung aufs Nötigste reduziert und sorgt für schnellen Durchblick bei geringerem Komfort.
Die eingebauten Lautsprecher sind bei den getesteten Projektoren ein Notbehelf, daher kommt nur der Philips Garbo als Tonquelle in Betracht, zumal er den mit Abstand dezentesten Lüfter besitzt. Auch der nicht sehr lichtstarke Plus „Piano“ geht ruhig zu Werke. Aufdringlich laut ist dagegen Panasonics PT-AE100E.
Bilder aus dem PC werden bis zum Format von 1024 x 768 Pixel problemlos dargestellt. Dies ist auch das optimale Format fürs Diaschauen vom PC, selbst wenn das Pixelpanel in den Projektoren deutlich geringer auflöst. Es ist für das amerikanische NTSC-TV-Bild optimiert, das vertikal weniger Bildzeilen auflöst als das deutsche PAL-Fernsehen. Betroffen sind insbesondere die 16:9-Geräte von Panasonic, Philips und Sony. Sie projizieren nur mit 858 x 484 Bildpunkten (WVGA). Um anamorphes 16:9 (1024 x 576) und echte PAL-Programme (720 x 576) darzustellen, skalieren sie die Bilder herunter. So verschwimmen Details und die Ränder bewegter Objekte bilden Treppchen.
Die volle Auflösung für beide Bildformate stellt allein Epsons EMP-TW100 auf seinem WXGA-Chip mit 1280 x 720 Bildpunkten dar. Wer viel 4:3-Material anschaut, dem bietet Plus „Piano“ einen Kompromiss: PAL-Bilder löst er voll auf – die leicht verbreiterte SVGA-Auflösung von 848 x 600 Pixeln qualifiziert ihn zudem für 16:9.
Deutlich zu sehen ist bei den WVGA-Geräten das LCD-typische Zeilenraster. Es erfordert einen größeren Abstand, der das drei- bis fünffache der Bildschirmdiagonale betragen sollte. Der mit Hilfe von Minispiegeln projizierende DLP-Projektor von Plus zeigt solche Linien nicht, dafür ein störendes Grieseln in bewegten Farbflächen. In der Praxis wird der Betrachter die Linien dieser flirrenden Körnigkeit vorziehen – Platz fünf im Test.
Am besten schneidet der Epson mit prägnanter Schärfe, ausgezeichnetem Kontrast und satter Leuchtkraft ab. Dank der höheren Auflösung kommt hier der Progressive Scan zum Tragen. Qualität bleibt eine Frage der Auflösung und damit des Preises.
Unter den drei Einsteiger-Geräten mit LCD-Panel hängt die Gerätewahl von der Anwendung ab. Hinter Epson zeigt Panasonics PT-AE100E das schärfste Bild von der DVD. Jedoch, die Leuchtkraft ist schwach, genau wie die Wiedergabe über YUV. Selbst aufgenommenes Material spielt Sonys VPL-HS2 am klarsten und detailreichsten ab, vor allem über die Y/C-Eingänge. Er lässt sich zudem am praktischsten bedienen. Der Philips „Garbo“ begeistert mit den sattesten Farben und plastischen, kontrastreichen Bildern, vor allem über seine Komponenten- und VGA-Buchsen.
Der Test zeigt: Debatten um das Progressive-Signal sind in dieser PAL-Geräteklasse fast hinfällig, denn die Signale müssen erst auf Panelgröße reduziert werden, um vollständig wiedergegeben zu werden. Nicht, dass die Bilder der Probanden deshalb schlecht aussähen – im Gegenteil: Nie waren sie so knackig wie heute, nur ist Progressive Scan kein qualitätsentscheidendes Kriterium.
M. BIEBEL/M. WAGENSEIL

Von M. Biebel/M. Wagenseil

Stellenangebote im Bereich Maschinenbau, Anlagenbau

Fritsch Bakery Technologies GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Fritsch Bakery Technologies GmbH & Co. KG Teamleiter (m/w/d) Projektierung Markt Einersheim
GWE pumpenboese GmbH-Firmenlogo
GWE pumpenboese GmbH Produktmanager (m/w/d) Pumpen Peine
XENIOS AG-Firmenlogo
XENIOS AG Projektleiter R&D (m/w/d) im Bereich Neuproduktentwicklung Heilbronn
SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG-Firmenlogo
SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG Produktspezialist für Industriegetriebe (w/m/d) Bruchsal
Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation-Firmenlogo
Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation Ingenieur*in für die Ausbildung zur Aufsichtsperson Wuppertal
Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation-Firmenlogo
Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation Ingenieur*in für die Ausbildung zur Aufsichtsperson am Standort Duisburg Duisburg
Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation-Firmenlogo
Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation Ingenieur*in für die Ausbildung zur Aufsichtsperson (Binnenschifffahrt) Duisburg
Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart-Firmenlogo
Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart Ingenieur*in (m/w/d) für das Maschinenbau-CAX-Innovation LAB Stuttgart
Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart-Firmenlogo
Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart Laboringenieur*in (m/w/d) für Fahrzeug- und Antriebs-Prüfstände in der Fakultät Technik Stuttgart
LEIBER Group GmbH & Co. KG-Firmenlogo
LEIBER Group GmbH & Co. KG Entwicklungsingenieur (m/w/d) Schwerpunkt Innovation Emmingen-Liptingen

Alle Maschinenbau, Anlagenbau Jobs

Top 5 Medien

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.