Mechatronik 19.09.2008, 19:37 Uhr

Mechatronik reizt innovative Montagespezialisten  

VDI nachrichten, Stuttgart, 19. 9. 08, kip – Mechatronik als effektive Symbiose von Mechanik und Elektronik wird auch in der Montagetechnik immer mehr zum Schwerpunktthema. Welche Marktchancen dieser Technologie-Mix innovativen Anwendern erschließt, soll die Sonderschau „Mechatronik begreifen“ in Stuttgart vermitteln.

Die Messegäste können selbst aktiv montieren, also das Entstehen eines Produktes und seine Funktionen „begreifen“. Um die Technik zu vermitteln, befinden sich in der Mechatronik-Sonderausstellung auf dem Festo-Stand zwei Dichtring-Montageeinheiten für die Außenmontage und eine Einheit für die Innenmontage. Hier wie auch auf dem Ohrmann-Stand kann der Besucher die Montage von Dichtringen selbst vornehmen.

Für Phoenix Contact, Blomberg, ist Mechatronik kein „Hype“-Thema mehr, sondern zeigt im Maschinenbau langsam, aber stetig Wirkung. Nach Meinung von Claus Kühnl aus dem Systemmarketing des Geschäftsbereichs Automation Systems sind auf der diesjährigen Motek keine spektakulären Neuerungen zu erwarten, aber: „Viel wichtiger als die Entwicklung neuer mechatronischer Produkte ist es, dass der Gedanke der Mechatronik im deutschen Maschinenbau angekommen ist. Mechatronik beginnt im Kopf.“ Dabei stehe die Zusammenarbeit der Disziplinen Mechanik, Elektrik/Elektronik und Software im Mittelpunkt, um die beste Lösung zu erzielen.

„Beim Thema Zusammenarbeit werden Menschen adressiert, die ihre bisherigen Pfade verlassen müssen, um etwas Neues, Besseres zu erreichen“, betonte Kühnl. Die sichtbaren Veränderungen an den Maschinen seien heute eher im Detail zu finden. Zu sehen ist dies an einer mechatronischen Produktionsmaschine auf dem Stand von Phoenix Contact, die zeigt, wie moderne Automatisierungstechnik und Mechatronik harmonieren.

Auch der Sensorenspezialist Sick aus Waldkirch zählt zu den Unternehmen, für die Mechatronik ein Prinzip in der Konstruktion ist, das Synergien durch Integration schafft. Die neuen Lösungsansätze, die dabei entstehen, versprechen gerade in der Montage- und Handhabungstechnik eine verbesserte Wertschöpfung. Beispielhaft ist hierfür die hochauflösende Incremental-Encoder-Familie von Sick für alle Montage-Optionen. Die Positionsgeber stehen in insgesamt 18 Mechanikausführungen für sämtliche industrieüblichen Montagesituationen zur Verfügung.

Der Stellenwert, den die Mechatronik bei Sick einnimmt, geht auch daraus hervor, dass das Unternehmen ein BA-Studium zum Bachelor of Engineering mit der Fachrichtung Mechatronik anbietet. Die Studieninhalte werden so beschrieben: „Kerninhalte der Mechatronik sind die klassischen Ingenieurwissenschaften. Ergänzt werden diese um die Bereiche Sensorik, Aktorik, Mikrosystemtechnik sowie Innovationsmanagement und Betriebswirtschaft.“

Nach Auffassung des Automatisierungstechnik-Spezialisten Festo, Esslingen, wird die Mechatronik als die leistungsfähige Kombination von Mechanik, Elektronik und Software weitere energieeffiziente Lösungen hervorbringen. „Dieser Trend – gepaart mit Systemkompetenz – ist einer unserer Ausstellungsschwerpunkte auf der Motek“, so Christopher Haug von Festo. Für Effizienz stünden beispielsweise die einbaufertigen Handhabungssysteme vom Pick & Place bis hin zum Portalroboter mit fünf oder sechs Freiheitsgraden, angesteuert von der Robotersteuerung CMXR.

Diese Robotersteuerung könne Bahnapplikationen im Raum beschreiben und sei die Krönung der neuen Steuerungswelt von Festo. Die einbaufertigen Handhabungslösungen entstehen laut Haug auf Kundenwunsch aus dem mechatronischen Mehrachsbaukasten des Unternehmens, zu dem elektrische Antriebssysteme, bestehend aus Controller, Motoren und Achsen, ebenso gehören wie die geregelte Servopneumatik, elektrische und pneumatische Greifer sowie energieeffiziente Vakuumlösungen.

Die ITQ GmbH aus München, die im Maschinen- und Anlagenbau während aller Phasen der Softwareentwicklung berät und unterstützt, setzt im Rahmen der Motek-Sonderschau „Mechatronik begreifen“ mit der virtuellen Inbetriebnahme einen speziellen thematischen Schwerpunkt. ITQ-Sprecherin Adela Niedermayer: „Begriffe wie beispielsweise virtuelles Engineering, virtuelle Produktion oder auch virtuelle Inbetriebnahme hört man zwar immer öfter, doch was sich dahinter verbirgt, ist oftmals unklar.“ Während die Vertreter der Forschung und der Softwarehersteller predigen würden, dass alles Virtuelle Geld und Zeit spare, ständen Praktiker und Verantwortliche in den Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus diesem Trend oft skeptisch gegenüber.

Die Fragen, wem die virtuelle Welt im realen Unternehmen wirklich nützt und was sie kostet, werden anhand einer anschaulichen Demonstration mit Hard- und Software aus einem aktuellen Kundenprojekt von ITQ auf dem Gemeinschaftsstand gemäß dessen Motto „Hands on mechatronics“ beantwortet. U. SCHAMARI/KIP

Von U. Schamari/Dietmar Kippels

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