Fertigung 28.10.2011, 12:05 Uhr

Effektive Mechatronik für die Montageautomation interessant

Steigende Qualität bei sinkenden Losgrößen sind ein Dauerziel in der Produktion. Da passt es gut, dass Mechanik, Elektrik und Software zu immer effektiveren mechatronischen Einheiten für mehr Montageautomation verschmelzen, wie die Messe Motek 2011 Mitte Oktober in Stuttgart zeigte.

„Nur durch das optimale Zusammenwirken von Mechanik, Elektronik und Software kann eine optimale Nutzung der Systemkomponenten im Maschinen- und Anlagenbau erreicht werden“, erklärte Dirk Möller, Marketingmanager bei HBM Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH, Darmstadt. Deshalb sei auch in diesem Jahr das Thema Mechatronik wieder ein Schwerpunktthema auf der Messe Motek gewesen.

Im Mittelpunkt stehe hierbei das Zusammenwachsen von Sensorik und Aktorik. Beispielsweise wandere immer mehr Messtechnik in die Antriebskomponenten. Dies könne etwa bei hoch integrierten Servoaktua-toren eine integrierte Kraftüberwachung und -regelung sein. Auch gebe es bereits elektrische Antriebe mit integrierter Drehmomentsensorik. Die steigenden Anforderungen an Präzision und Effizienz führten auch in der Montage- und Handhabungstechnik dazu, dass Prozessparameter wie Ströme und Spannung oftmals nicht mehr ausreichten, um höchste Qualität und Präzision zu erzielen und damit an der Spitze des Maschinenbaus zu bestehen.

Eplan Engineering Center bietet komplette Mechatronik-Unterstützung der Produktion

Lösungen für ein übergreifendes Engineering mit voller Durchgängigkeit in den Bereichen Mechanik, Fluidtechnik, Elektrotechnik und Schaltschrankaufbau präsentierte Eplan Software & Service, Monheim, auf der Motek. „Ein besonderer Fokus liegt auf dem Eplan Engineering Center – einer Methode zum funktionalen Engineering, die im Vertrieb ansetzt und über das Engineering bis in die Fertigung den kompletten Produktentstehungsprozess mechatronisch unterstützt“, erläuterte Produktmanager Timm Hauschke.

Die Anforderungen der Anwender von Anlagen und Systemen lassen die Fachgebiete Mechanik, Elektrik und Informatik weiter verschmelzen. Wie die Motek zeigte, entstehen neue oder weiterentwickelte, „intelligente“ Produktgenerationen, die den Mitarbeiter zunehmend von fachlichem Spezialwissen entbinden. Diese Ansicht vertritt Reiner Wörtz, Inhaber von Design & Engineering in Merklingen, und er fügt hinzu: „Die hohen Qualitätsanforderungen an Produkte verlangen zunehmend, dass die verwendeten Einzelkomponenten dauerhaft gekennzeichnet werden und so jederzeit eindeutig zu identifizieren sind.“ Die automatische Kennzeichnung von runden oder ähnlichen Querschnitten stelle eine besondere Herausforderung dar. Hier müssten es die Systeme zur industriellen Produktkennzeichnung leisten, mit einer entsprechenden Vorrichtung Kabelbäume, Rohre usw. dauerhaft mit Etiketten zu versehen.

Stellenwert der Energieeffizienz steigt im Maschinen- und Anlagenbau

Der effiziente Einsatz von Ressourcen und Energie ist zurzeit einer der Innovationstreiber im Maschinen- und Anlagenbau, wie auch auf der Motek deutlich wurde. „Standen bisher Produktivität, Qualität und Verfügbarkeit im Vordergrund, bekommt das Kriterium Energieeffizienz jetzt den gleichen Stellenwert in der Beurteilung von Maschinen“, sagte dazu Volker Bibelhausen, Leiter des Geschäftsbereichs Automation bei Phoenix Contact Electronics, Bad Pyrmont. Die Maschinenbauer und -betreiber seien deshalb gefordert, „Key Performance-Indikatoren“ auch für mechatronische Einheiten zu definieren, anhand derer ein mechatronisches Modul oder ein Teilprozess energetisch bilanziert werden kann.

Ihr Spektrum an elektromechanischen und mechatronischen Servosystemen zeigt auch die Wittenstein-Gruppe, Igersheim. Unter anderem wurden Beispiele für beherrschbare Antriebslösungen aus einer Hand präsentiert. „Vorgestellt haben wir Getriebe und Aktuatoren – so etwa den Servoaktuator TPM – für hochdynamische Anwendungen am Beispiel eines Deltaroboters“, erklärte Sven Sanitz, Vertriebsniederlassungsleiter der Wittenstein-Tochter Alpha GmbH.

B&R Industrie-Elektronik präsentiert Mechatronik-Lösungen im Bereich CNC und Robotik

Beispiele für die mechatronische Lösungskompetenz im Bereich CNC und Robotik wiederum stellte die B&R Industrie-Elektronik GmbH aus dem österreichischen Eggelsberg vor. Philipp Wallner, Global Technology Manager, ist sicher: „Mechatronik als Synergie zwischen Mechanik, Elektronik und Informatik spielt heute in der Automatisierungstechnik eine entscheidendere Rolle denn je.“ B&R unterstütze Kunden an dieser Stelle nicht nur durch ein breites Spektrum an Hardwarekomponenten für die Steuerungs- und Antriebstechnik, sondern stelle mit „Automation Studio“ eine integrierte Entwicklungsumgebung für die Mechatronik zur Verfügung. Das Werkzeug umfasse dabei alle für die Automatisierung notwendigen Bestandteile und biete zusätzlich offene Schnittstellen zu gängigen Expertentools für Simulation, Schaltplanentwurf und Produktionsplanung.

Ein Beitrag von:

  • Uwe Schamari

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