Werkzeugmaschinen 26.07.2002, 18:21 Uhr

Klingelnberg will mit Service und Forschung wachsen

Flexible Bündnisse für Arbeit und starkes F & E weisen Wege aus dem Konjunkturtal, so VDMA-Präsident Diether Klingelnberg und Inhaber der gleichnamigen Firmengruppe.

Prognosen für das laufende Geschäftsjahr werden weiter nach unten korrigiert: Für den Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist die Talfahrt noch nicht zu Ende. „Wir hoffen, mit einem Minus von 4 % auszukommen“, betont VDMA-Präsident Diether Klingenberg. Bislang war man in Frankfurt/M. von einem Produktionsminus um 2 % und einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte ausgegangen. Bereits seit 2000 stagniere die Inlandsnachfrage. Allerdings stehe dem deutschen Maschinenbau keine Krise ähnlich der in den 90er-Jahren bevor, so der Inhaber der Klingelnberg GmbH in Hückeswagen mit insgesamt 1017 Mitarbeitern.
„Die deutschen Maschinenbauer“, ist Diether Klingelnberg sicher, „haben aus dieser vorangegangenen schweren Krise gelernt und mit Flexibilisierung reagiert.“ Jedoch werde diese Flexibilität aufgrund der Tarifverträge immer noch eingeschränkt. Deshalb fordert er betriebliche Bündnisse für Arbeit vor Ort.: „Damit können nach Abstimmung mit der Belegschaft den betrieblichen Erfordernissen gemäße Bestimmungen für die Arbeitszeit vereinbart werden.“
Die jüngste Konjunkturschwäche aber hat auch das bergische Unternehmen als Spezialist für Verzahnungsmaschinen zu spüren bekommen, der neben dem größten Unternehmensstandort in Hückeswagen auch in Zürich fertigt und ein Entwicklungszentrum in Ettlingen unterhält. Hinzu kommen Niederlassungen in Frankreich, Spanien, Italien, Belgien, den USA, Mexiko und Japan. „Die ersten fünf Monate kam lediglich die Hälfte an Aufträgen herein, die wir brauchen“, so Diether Klingelnberg, der die Unternehmensführung Ende März 2004 an seinen Sohn Jan abgeben will. Bis dahin hat er sich noch einiges vorgenommen, denn im vergangenen Jahr lief bei einem Umsatz von 150 Mio. ¿ ein Fehlbetrag von 7 Mio. ¿ auf. Solche mageren Jahre könne das Unternehmen mit seiner Eigenkapitaldecke von 60 % gut überstehen, betont der Unternehmenschef. Speziell im Schleifmaschinenbereich wolle man wachsen und setze verstärkt auch auf Dienstleistung und Service. Hinzu kommen Investition in F&E, die bei 10 % des Umsatzes liegen. Branchendurchschnittlich sind es laut Klingelnberg gerade einmal 4 %. Ab 2004, das erklärte Ziel in Hückeswagen, werde man wieder schwarze Zahlen schreiben. Zufrieden sei man mit einer Umsatzrendite nach Steuern von 5 %.
Zum kommenden Wachstum soll auch die weitere Zusammenarbeit mit der Liebherr-Gruppe in Kempten beitragen, mit der die Hückeswagener seit rund einem Jahrzehnt im Vertrieb, dem Einkauf und ansatzweise in der Fertigung zusammenarbeiten.
Daneben hält man in Hückeswagen auch nach technologischen Wachstumsmärkten Ausschau: Denn Diether Klingelnberg sieht die Märkte für Zahnräder schrumpfen: „Digitale Direktantriebe treten verstärkt an die Stelle der Zahnräder.“ Bearbeitungsmaschinen zu bauen, mit denen Teile von Brennstoffzellen gefertigt werden können, ist ein Gedanke, den die Hückeswagener Entwickler in die engere Wahl gezogen haben. DIETMAR KIPPELS/vwd

Von Dietmar Kippels/Vwd
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