Werkzeugmaschinen 28.03.2008, 20:33 Uhr

Energiesparen ist Trumpf bei Werkzeugmaschinen  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 28. 3. 08, kip – Kurz vor der Metallbearbeitungsmesse Metav 2008 vom 31. März bis zum 4. April präsentieren sich die deutschen Werkzeugmaschinenbauer in Topform. Doch steigende Energiepreise und Ressourcenschonung fordern die technische Kreativität der Branche heraus. Energieeffizienz wird deshalb ein Schwerpunktthema in Düsseldorf sein.

Der deutsche Werkzeugmaschinenbau bleibt bei seiner Prognose von 10 % Produktionszuwachs im laufenden Jahr“, bekräftigte Dr. Detlev Elsinghorst am 27. März auf der Eröffnungspressekonferenz zur Metav 2008, der internationalen Messe für Fertigungstechnik und Automatisierung in Düsseldorf. Als Begründung verwies der Vorsitzende des Metav-Komitees auf den hohen Auftragsüberhang: „Er kann nur langsam abgearbeitet werden, weil die Unternehmen nach wie vor voll ausgelastet sind.“

Das bestehende Auftragsvolumen umfasse zum großen Teil strategische Investitionen und stamme aus vielen Märkten. Damit sei es im Weltmarkt breit abgestützt. Allerdings stand die hohe Wachstumsprognose für 2008 zu Beginn des Jahres unter der Prämisse, dass die Bestellungen in den ersten sechs Monaten noch zunehmen würden, die Dynamik im zweiten Halbjahr jedoch abflaue. Dieses Szenario könnte nun schneller eintreten als erwartet, räumte der Branchenexperte ein. Sorgen bereiten ihm insbesondere der weiter steigende Euro und die große Unsicherheit auf den internationalen Märkten. „Beides sind dämpfende Faktoren, geht es um die Investitionsneigung breiter mittelständischer Kreise“, so Elsinghorst.

Mit seiner starken Ausrichtung auf Europa steht die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie nach Angaben des Frankfurter Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) jedoch besser da als viele Wettbewerber in Asien und Amerika. So würden 60 % der Ausfuhren in Europa abgesetzt. Unter den 15 wichtigsten Absatzmärkten rangieren zwölf europäische Länder.

Und auch der Inlandsmarkt könnte den deutschen Werkzeugmaschinenbauern noch Wachstumsimpulse bringen. So startete das Jahr 2008 für die Metall- und Elektroindustrie (M+E) nach Angaben des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall mit überraschend starken Zuwächsen bei Beschäftigung, Produktion und Auftragseingang. Insgesamt verbuchten die M+E-Branchen ein Nachfrageplus von 12 % gegenüber dem Jahresanfang 2007, wobei gleichzeitig insgesamt 27 000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Markterfolg ist aber nicht zuletzt Sache praxisreifer Hightech-Entwicklungen. Elsinghorst: „Die Käufer von Werkzeugmaschinen investieren in neuste Fertigungsverfahren und -technologien, weil sie immer effizienter produzieren müssen. Das gilt umso mehr, je höher die Kosten sind.“ Künftig werde es bei den Abnehmern verstärkt darum gehen, in der Produktion flexibler als früher zu sein, um schnell und kostengünstig Änderungen von Kundenwünschen zu erfüllen.

Wurde in der Vergangenheit vorrangig die Bearbeitungszeit der Maschine und im gesamten Prozess optimiert, zielten neuere Entwicklungen darauf ab, Nebenzeiten zu reduzieren. „Dies wird durch Automatisierung erreicht. Eine Herausforderung bleibt es, dabei die Prozesssicherheit und Wiederholgenauigkeit zu garantieren“, betonte der Vorsitzende des Metav-Komitees vor der Presse.

Neue Herausforderungen kommen aber auch aus einer anderen Richtung. So rückt verstärkt Energieeffizienz ins Visier der Branche. Denn: Strom macht nach Untersuchungen des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) an der TU Darmstadt bereits heute 21 % der Jahresbetriebskosten der Maschinen aus. Als weiteren Energieschlucker hat Egon Müller, Professor für Fabrikplanung und -betrieb an der TU Chemnitz die Stand-by-Schaltungen ausgemacht. Bis zu 30 % des Gesamtstromverbrauchs einer Werkzeugmaschine koste die gängige Praxis, rechnergestützte Steuerungen bei organisatorischem Stillstand nicht abzuschalten, so Müller: „Die meisten Bediener lassen sie im Stand-by-Modus weiterlaufen.“ D. KIPPELS

  • Dietmar Kippels

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