Engineering 17.04.2009, 19:40 Uhr

Durchgängiger Datenfluss und Simulation stärken Prozesse

„Schlanke“ Kommunikation ohne Datenredundanzen zwischen Unternehmensabteilungen und kooperierenden Firmen – immer perfektere Computersimulation vom Engineering Richtung Produktionsplanung: Das werden vieldiskutierte Themen auf der Leitmesse „Digital Factory“ in Halle 17 sein. Rund 200 Aussteller stehen den Fachbesuchern vom 20. bis zum 24. April Rede und Antwort. VDI Nachrichten, Düsseldorf, 17. 4. 09, kip

„Insbesondere die Automobilindustrie und ihre Zulieferer sind zum Handeln gezwungen“, betonte Rau kurz vor der diesjährigen Hannover Messe. So zwinge der Marktdruck immer mehr OEMs (Original Equipment Manufacturer) und Zulieferer zu Fusionen: „Unterschiedliche IT-Umgebungen müssen schnell und erfolgreich konsolidiert und die eigene IT-Kette inklusive Simulation optimiert werden.“

So stellt Dassault Systèmes, Stuttgart, auf seinem Stand auf der Hannover Messe eine Spritzgussmaschine von Arburg aus. Besucher können live erleben, wie virtuelle Ideen mittels der durchgängigen PLM-Software „V6“ für mittelständische Maschinenbauunternehmen zu realen Produkten werden. In dieser Liveshow werden parallel am Ausstellungsobjekt und am Bildschirm alle Aspekte des Product Lifecycle Management (PLM) wie Design, Simulation, Produktdatenmanagement und Fertigung beleuchtet und visualisiert.

Dank einer von Microsoft, München, und SolidWorks in Haar gemeinsam entwickelten Software soll sich jetzt auch der Robotereinsatz noch exakter als bislang simulieren lassen. Anwender des neuen Systems „Robotics Developer Studio“ können mit SolidWorks entwickelte 3-D-CAD-Modelle jetzt direkt in Microsoft-Simulationsumgebungen integrieren und ihre Arbeitsschritte präzise auf den Bildschirm holen. Dies soll Fertigungsplanern die Möglichkeit geben, Probleme bei Roboteranwendungen frühzeitig zu beheben. Dabei werden etwa die Abmessungen, Randbedingungen, Masseeigenschaften, Motoren, Federn, Farben und Strukturen integriert. „SolidWorks ermöglicht schon seit Langem Modellierung, Bewegung und Simulationen, und unseren Kunden gefällt es, dass wir diese Funktionen jetzt auch auf die Robotik ausdehnen,“ erklärte Fielder Hiss, Produktmanagement-Chef bei SolidWorks.

Digitale Figuren in ein CAD-Modell einfügen können Konstruktionsteams jetzt mit der neuen Software „Pro/Engineer Manikin“ von PTC, München, um Mensch-Maschine-Interaktionen zu simulieren und zu kommunizieren. „Der Konstruktions-Ingenieur muss dazu kein Experte mehr für Ergonomie sein“, erläuterte John MacKrell, Branchenexperte beim Marktforschungsinstitut CIMdata. Weil Anwender jetzt eine vordefinierte Figur in ein CAD-Modell einfügen und verschiedene Haltungen und Positionen variieren könnten, lassen sich die Einhaltung von Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien sowie ergonomischen Standards gewährleisten. Damit könne ein Verständnis davon gewonnen werden, wie ein Mensch in die geplante Konstruktion hineinpassen bzw. mit ihr interagieren würde. Da die Ingenieure bereits während der Produktentwicklung wissen, wie der spätere Nutzer mit der Maschine physisch interagieren wird, könnten sie ihre Produkte noch genauer an die Bedürfnisse des Kunden anpassen.

CAM-Software passt Bearbeitungsstrategie bei CAD-Änderung an

Schnelle Wege zum fertigen Produkt soll auch die Software „Camworks“ von Geovision bieten. Die besonderen Möglichkeiten der Software erschließt laut Hersteller vor allem die „Knowledge Base“, in der sämtliche Bearbeitungsstrategien hinterlegt sind. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die automatische „Feature-Erkennung“. Falls ein Attribut wider Erwarten einmal nicht erkannt werde, erleichtere die interaktive Software die manuelle Auswahl, so die Messeteilnehmer aus Pfaffenhofen. Auch passe das System die Bearbeitungsstrategien sofort an, wenn am CAD-Modell etwas verändert werde. Dank Multiprozessor-Fähigkeit könnten Werkzeugwege komplexer Bauteile im Hintergrund synchron berechnet werden, wodurch der Anwender nochmals schneller zum fertigen Bauteil komme.

 

Von E. Lange/Dietmar Kippels

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