Borschbergs letzter Flug 11.07.2016, 15:10 Uhr

Vorletzte Etappe: Solar Impulse 2 fliegt über das Mittelmeer nach Kairo

Solar Impulse 2 ist wieder in der Luft: Der Solarflieger fliegt in 50 Stunden von Sevilla nach Kairo in Ägypten. Für Abenteurer André Borschberg ist er der letzte Flug der Weltumrundung. Am Mittag gönnte sich Borschberg ein leckeres Essen. Was es gab? 

Pilot André Borschberg versteht Humor: Gegen 13 Uhr hat er sich über dem Mittelmeer ein Schweizer Raclette mit Solarenergie zubereitet – das erste Schweizer Solar-Raclette der Welt. Guten Appetit in 13.000 Fuß Höhe.

Pilot André Borschberg versteht Humor: Gegen 13 Uhr hat er sich über dem Mittelmeer ein Schweizer Raclette mit Solarenergie zubereitet – das erste Schweizer Solar-Raclette der Welt. Guten Appetit in 13.000 Fuß Höhe.

Foto: André Borschberg/Solar Impulse

6:36 Uhr in Sevilla: André Borschberg erhebt sich mit dem Solarflieger Solar Impulse 2 in die Lüfte. Sein Ziel: Kairo in Ägypten. Rund 4000 km Flug über die Mittelmeer-Region stehen dem Piloten bevor. Dabei wird er eine Rekordzahl an Lufträumen durchfliegen – unter anderem Spanien, Tunesien, Algerien, Malta, Italien, Griechenland und schließlich Ägypten.

Für die 4000 km wird Borschberg voraussichtlich 50 Stunden und 30 Minuten brauchen. 50 Stunden, in denen der Abenteurer die meiste Zeit wach bleiben muss – leisten kann er sich lediglich 20-minütige Powernaps und Yogaübungen im Sitzen zur Entspannung.

Für Borschberg ist es der letzte Flug in der Solar Impulse 2

Vielleicht kann Borschberg die Zeit aber sogar genießen. Denn erstens war sein 8172-km-Flug über den Pazifik deutlich länger. Fünf Tage und fünf Nächte musste der Abenteurer im Cockpit ausharren. Und zweitens wird es für den Piloten der letzte Flug in der Solar Impulse 2 sein. Die letzte Etappe der Weltumrundung von Kairo nach Abu Dhabi in die Vereinigten Arabischen Emirate wird sein Kollege Bertrand Piccard übernehmen.

Umr 6:36 Uhr in Sevilla: André Borschberg hebt mit der Solar Impulse 2 ab zur vorletzten Etappe.

Umr 6:36 Uhr in Sevilla: André Borschberg hebt mit der Solar Impulse 2 ab zur vorletzten Etappe.

Foto: Raul Caro Cadenas/dpa

Ein erstes Highlight konnte Borschberg um 7:38 Uhr bestaunen, als er das Solarwärmekraftwerk Gemasolar in Südspanien überflog. Tausende kreisförmig angeordnete Spiegel schienen dem Piloten einen Gruß in die Luft zu reflektieren. Ein Symbol. Denn die Weltrumrundung der Solar Impulse 2 soll den Beweis liefern, dass Erneuerbare Energien auch im Flugzeugbau eine Zukunft haben könnten.

Und kurz nach 12 Uhr wurde Borschberg hungrig. Er holte einen kleinen roten Kasten hervor mit einem weißen Kreuz darauf. Drin war ein Schweizer Raclette. Hm: Dem Schweizer schmeckte die kleine Köstlichkeit sichtlich. Das erste Solar-Raclette der Welt.

Die Solar Impulse 2 hat am Morgen das Solarkraftwerk Gemasolar in der Nähe von Sevilla überflogen

Die Solar Impulse 2 hat am Morgen das Solarkraftwerk Gemasolar in der Nähe von Sevilla überflogen

Foto: Amalie Decloux/Jean Revillard/Solar Impulse/dpa

Borschberg um 9:07 Uhr bereits komplett durchgeschwitzt

Der Flug verlangt Borschberg einiges ab. Das Cockpit beispielsweise ist unklimatisiert – die Temperatur variiert je nach Flughöhe und Tageszeit zwischen 40 °C und -20 °C. Auf dem aktuellen Flug hat der Pilot dem Kontrollzentrum um 9:07 Uhr mitgeteilt, dass er bereits komplett durchgeschwitzt sei und die Pilotenjacke zum Trocknen aufgehangen habe.

Die Solar Impulse 2 wird klar gemacht für den 50-Stunden-Flug nach Kairo.

Die Solar Impulse 2 wird klar gemacht für den 50-Stunden-Flug nach Kairo.

Foto: Christophe Chammartin /Solar Impulse

Um 11:32 Uhr ist er dann auf über 3000 m aufgestiegen, wo es etwas kühler sein dürfte. Mittlerweile hat das Flugzeug das spanische Territorium verlassen und fliegt über das Mittelmeer. Derzeitige Durchschnittsgeschwindigkeit: gemütliche 68 km/h.

17.000 Solarzellen erzeugen Energie

Die Solar Impulse 2 ist ein technisches Meisterwerk. An Tragflächen, Rumpf und Höhenleitwerk sitzen 17.000 Solarzellen. Sie speichern Energie in 633 kg schweren Lithium-Polymerakkus. Die vier elektrischen 15-kW-Motoren können den Flieger auf eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h beschleunigen.

Pilot Andre Borschberg kurz vor dem Start in Sevilla: Derzeit ist der Schweizer unterwegs nach Kairo.

Pilot Andre Borschberg kurz vor dem Start in Sevilla: Derzeit ist der Schweizer unterwegs nach Kairo.

Foto: Raul Caro Cadenas/dpa

Die Mindestgeschwindigkeit beträgt 26 km/h. „Ich wette, dass in zehn Jahren elektrische Flugzeuge bis zu 50 Leute transportieren werden“, ist Piccard überzeugt. „Das ist nicht Science-Fiktion, das ist echt.“ Das beweist auch ein Blick in Richtung Airbus und Nasa, die längst an Konzepten für E-Flugzeuge arbeiten.

Und hier finden Sie den Liveblog zum Flug.

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