Mittagessen in 7300 Meter Höhe 31.03.2015, 15:40 Uhr

Solar Impulse 2 sicher in China angekommen

Auch die fünfte Etappe hat die Solar Impulse 2 erfolgreich gemeistert. Trotz starker Gegenwinde ist das solargetriebene Leichtflugzeug am Montag nach über 20 Stunden Flugzeit weit nach Mitternacht (Ortszeit) sicher auf dem Flughafen der chinesischen Stadt Chongquing gelandet.

Nach über 20 Stunden Flugzeit ist der Solarflieger Solar Impulse 2 sicher auf dem Flughafen der chinesischen Stadt Chongquing gelandet.

Nach über 20 Stunden Flugzeit ist der Solarflieger Solar Impulse 2 sicher auf dem Flughafen der chinesischen Stadt Chongquing gelandet.

Foto: Str/dpa

Der Wind blies dem Schweizer Abenteurer Bertrand Piccard auf seinem solaren Flug von Mandalay in Burma nach Chongquing im Südwesten Chinas ordentlich entgegen. Nach 20 Stunden und 29 Minuten ist der grüne Flieger gestern sicher auf dem stark frequentierten Flughafen angekommen. Diese fünfte Etappe gilt als eine der härtesten von den insgesamt zwölf Etappen auf dem Weg einmal rund um den Erdball – ohne einen einzigen Tropfen Sprit, rein mit der Sonnenkraft.

Inkareis, Taboulé und Dinkelreis zum Mittag

 „Das Wetter ist gut“, verkündete Bernhard Piccard vor dem Start am frühen Montagmorgen. „Wir müssen ziemlich hoch über den Wolken und über den Bergen fliegen.“ Der Abenteurer postete vor der chinesischen Grenze ein Selfie seines Mittagessens aus 7.300 Metern Höhe: Es gab Inkareis, Taboulé und Dinkelweizen. Weil dort oben die Luft ziemlich dünn ist, musste Picard zeitweise eine Sauerstoffmaske tragen.

Zwei Prozent weniger Energie wegen defekter Solarzelle

Die Reise der beiden Sonnen-Anbeter Bernard Picard und André Borschberg begann am 9. März 2015 in Abu Dhabi mit einem 430 Kilometerflug bis nach Maskat, der Hauptstadt Omans. Die jetzt erfolgreich bewältigte fünfte Etappe war mit 1375 Kilometern mehr als dreimal so lang. Die Solar Impulse 2 musste dabei wegen einer defekten Solarzelle auf zwei Prozent der zur Verfügung stehenden Energie verzichten.

Hat ein Landeplätzchen auf dem stark frequentierten Flughafen der chinesischen Stadt Chongquing gefunden: der Solarflieger Solar Impulse 2.

Hat ein Landeplätzchen auf dem stark frequentierten Flughafen der chinesischen Stadt Chongquing gefunden: der Solarflieger Solar Impulse 2.

Foto: Str/dpa

Der Schaden habe aus Zeitgründen in Mandalay nicht mehr repariert werden können, sagte die Flugkontrolle. Es mussten, technisch bedingt, insgeamt  acht Solarzellen abgeschaltet werden, weil eine einzelne Zelle nicht einfach ausgewechselt werden kann. Die Energie musste auf alle Batterien gleichmäßig neu verteilt werden.

„Ich bin immer zuversichtlich“

Eigentlich war geplant, schon am heutigen Dienstag zur nächsten Etappe nach Nanjing in Ostchina durchzustarten. Dieses wurde aber wegen des anhaltend schlechten Wetters abgeblasen. „Wir haben uns für den sicheren Weg entschieden, den Flug zu verschieben“, sagte Flugdirektor Raymond Clerk. Diese Verzögerung verursache Probleme für die Organisation des weiteren Fluges, so Clerk, aber Sicherheit genieße beim Projekt der solaren Weltumrundung oberste Priorität.

Begleitung mit einem aufblasbarem Hangar

Organisation ist für das Projekt der Garant für den erhofften Erfolg. Gleich nach dem Start der Solar Impulse 2 in Mandalay hatte das Begleitteam seinen aufblasbaren Hangar abgebaut und flog nach Chongquing.

Lassen sich im Hangar feiern: die beiden Schweizer Piloten Andre Boschberg (li.)und Bertrand Piccard (re.). Ohne einen Tropfen Benzin hat Solar Impulse 2 China erreicht. 

Lassen sich im Hangar feiern: die beiden Schweizer Piloten Andre Boschberg (li.)und Bertrand Piccard (re.). Ohne einen Tropfen Benzin hat Solar Impulse 2 China erreicht. 

Foto: Str/dpa

Dabei überholte das Team den Sonnenflieger. Vom Flugzeugfenster aus habe er die Solar Impulse 2 sehen können, berichtete Borschberg auf seinem Twitter-Account.

8500 Kilometer über den Pazifik

Nach der 1190 Kilometer langen sechsten Etappe wartet auf das Team um den 62-jährigen André Borschberg und den 57-jährigen Bernard Piccard der wohl schwierigste Teil der gesamten Mission einer vollständigen Erdumrundung ohne Treibstoff: Von Nanjing soll der Pazifik überquert und Hawaii angeflogen werden – dafür muss das Flugzeug fünf Tage und Nächte ohne Pause in der Luft bleiben. Für diesen Marathon wurde das Cockpit mit einem Business-Class-Sitz zum Hinlegen, einer Auto-Pilot-Funktion und einer Toilette unter dem Sitz ausgestattet. Bequem wird diese Etappe mit Sicherheit trotzdem nicht.

Top Stellenangebote

PARI Pharma GmbH-Firmenlogo
PARI Pharma GmbH Ingenieur (m/w) Qualitätskontrolle - Medizingeräte Gräfelfing bei München
Obermeyer Planen + Beraten GmbH-Firmenlogo
Obermeyer Planen + Beraten GmbH Abteilungsleiter (m/w) Verkehrsbauwerke und Brücken Köln
TenneT intern-Firmenlogo
TenneT intern Bauingenieur (m/w) für Projektleitung Hoch- und Tiefbau von Umspannwerken Bayreuth
Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH-Firmenlogo
Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH Teilprojektleiter (m/w) Entsorgung (Bachelor oder Master) in Strahlenschutz oder vergleichbarer Fachrichtung Berlin
Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH-Firmenlogo
Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH Teilprojektleiter (m/w) Entsorgung (Bachelor oder Master) in Strahlenschutz oder vergleichbarer Fachrichtung Berlin
TÜV SÜD Gruppe-Firmenlogo
TÜV SÜD Gruppe Prüfingenieur (w/m) für den Kraftfahrzeugverkehr Crailsheim
Amprion GmbH-Firmenlogo
Amprion GmbH Bauingenieur (m/w) Planung und Bau von Erdkabelstrecken Dortmund
TÜV SÜD Gruppe-Firmenlogo
TÜV SÜD Gruppe Ingenieur (w/m) als Sachverständiger für Anlagensicherheit Heilbronn
TÜV SÜD Industrie Service GmbH-Firmenlogo
TÜV SÜD Industrie Service GmbH Ingenieur (w/m) als Sachverständiger für Anlagensicherheit ggf. zur Ausbildung Heilbronn
HALFEN GmbH-Firmenlogo
HALFEN GmbH Bachelor / Master (TH/TU) (m/w) Fachrichtung Bauwesen Langenfeld