Atemberaubendes Sky Deck 14.12.2015, 14:15 Uhr

Flugzeuge sollen gläserne Aussichtskabine bekommen

Nichts für Angsthasen: Zwei Flugzeugsitze sollen sich in Zukunft über der Kabine befinden – in einer gläsernen Kuppel. Passagiere könnten mitten in den Wolken einen 360°-Panoramablick genießen. 

Illustration des Sky Decks: Passagiere sollen in der gläsernen Aussichtskabine einen unglaublichen Panoramablick genießen. 

Illustration des Sky Decks: Passagiere sollen in der gläsernen Aussichtskabine einen unglaublichen Panoramablick genießen. 

Foto: Windspeed

Beim Fliegen ist der Ausblick selbst in der Business-Klasse bescheiden – denn die Fenster sind aus Sicherheitsgründen überall gleich klein. Windspeed Technologies will das ändern. Das US-Unternehmen hat deswegen das sogenannte Sky Deck entwickelt.

Gläserne Kabine bringt traumhaften Panoramablick

Sky Deck funktioniert folgendermaßen: Sobald das Flugzeug die Reiseflughöhe erreicht hat, dürfen zwei Passagiere auf Ledersitzen Platz nehmen, die in einem gläsernem Aufzugschacht stehen. Dann passiert das Unglaubliche: Die Sitze fahren durch ein Loch in der Kabinendecke mitten in eine gläserne Kuppel.

Aufzug des Sky Decks: Passagiere nehmen auf Ledersesseln Platz und fahren durch ein Loch in der Kabinendecke. 

Aufzug des Sky Decks: Passagiere nehmen auf Ledersesseln Platz und fahren durch ein Loch in der Kabinendecke. 

Foto: Windspeed

Dort angekommen bietet sich den Fluggästen mit Sonne, blauem Himmel und vorbeiziehenden Wolken der wohl unglaublichste Panoramablick ihres Lebens. Die Sitze können sich sogar automatisch drehen, um einen steifen Nacken zu vermeiden. Zudem gibt es ein Display, das Informationen zum Flug anzeigt, beispielsweise, mit welcher Geschwindigkeit die Maschine gerade welches Land überfliegt.

Windkanaltests: Kein erhöhter Luftwiderstand durch Sky Deck

Bislang existiert das Sky Deck nur auf dem Papier. Doch das will Windspeed Technologies möglichst schnell ändern. Das Unternehmen versucht deswegen Flugzeugbauer davon zu überzeugen, dass die Installation des Sky Decks relativ unkompliziert ist. So haben Tests im Windkanal angeblich bewiesen, dass sich Luftwiderstand und Gesamtgewicht durch die Konstruktion nicht erhöhen. Das Sky Deck würde die Treibstoffkosten also nicht beeinflussen. 

Illustriertes Flugzeug mit Sky Deck: Weder Luftwiderstand noch Gewicht der Maschine sollen sich durch die Installation erhöhen. 

Illustriertes Flugzeug mit Sky Deck: Weder Luftwiderstand noch Gewicht der Maschine sollen sich durch die Installation erhöhen. 

Foto: Windspeed

Sicherheitsbedenken zerstreut die Firma ebenfalls: Die Aussichtskabine soll aus dem gleichen Glas wie die Schutzdächer von Überschall-Jagdflugzeugen bestehen und deshalb Gefahren wie Vogelschlag problemlos trotzen. Das Glas soll zudem eine UV-Schutzschicht bekommen und einen Antikondensations-Film, der Beschlagen verhindert.

Airbus will Passagiere in Schlafkojen stopfen 

Und was ist das Gegenteil des Sky Decks mit seinem Traumausblick? Ein Patent, das Airbus angemeldet hat: Der Flugzeugbauer ist nämlich auf die Idee gekommen, Passagiere in Schlafkojen zu stopfen, die überhaupt keinen Ausblick bieten. Warum? Weil sich Maschinen dadurch besser auslasten lassen. In dieselbe Kerbe schlägt ein weiteres Patent: Airbus hat sich die Idee schützen lassen, Fluggäste auf Sättel zu setzen, die platzsparend auf einer Querstange montiert sind.

Von Patrick Schroeder

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