Black Knight Transformer 12.05.2014, 12:21 Uhr

Fliegender Lastwagen startet in der kalifornischen Wüste

Der Black Knight Transformer ist das weltweit erste Hybrid aus Lkw und Hubschrauber. Es soll Soldaten in Krisengebieten versorgen und Verwundete bergen. Entwickler Advanced Tactics hat das ungewöhnliche Gefährt in der kalifornischen Wüste jetzt erstmals in die Lüfte geschickt. 

Black Knight Transformer während des ersten Testflugs Ende März. Aus Sicherheitsgründen durfte das Hybrid mit acht Rotoren nur drei Meter aufsteigen. Für die Landung war es noch auf Stützräder angewiesen.  

Black Knight Transformer während des ersten Testflugs Ende März. Aus Sicherheitsgründen durfte das Hybrid mit acht Rotoren nur drei Meter aufsteigen. Für die Landung war es noch auf Stützräder angewiesen.  

Foto: Advanced Tactics

Halb Lastwagen, halb Hubschrauber – der Black Knight Transformer ist das weltweit erste Hybridgefährt dieser Art. Am Boden rollt der knapp zehn Meter lange Container gewöhnlich auf vier Rädern – mit einer Spitzengeschwindigkeit von 112 km/h. Doch sobald sich die acht Rotoren anschalten, erhebt sich das zwei Tonnen schwere Gefährt senkrecht in die Lüfte und wird kurzerhand zum 240 km/h schnellen Hubschrauber.

Hinter dieser Weltneuheit steckt Advanced Tactics. Das kalifornische Unternehmen für Militärtechnik erhält bei der Entwicklung des Black Knight Transformers finanzielle Rückendeckung vom US-Militär. Denn das Hybrid könnte in Zukunft US-Truppen in entlegenen Krisengebieten versorgen und Verletzte in Sicherheit bringen. Die Idee: Das Gefährt landet in sicherer Entfernung zum Kampfschauplatz und legt den Rest der Strecke als Lkw zurück.

Black Night Transformer benötigte beim ersten Test noch Stützräder

Den ersten Flugversuch wagte Advanced Tactics Ende März in der kalifornischen Wüste. Videobilder zeigen den Black Knight Transformer bei seinen ersten wackeligen Bewegungen in drei Meter Höhe. Zwar braucht er für die Landung trotz seines furchteinflößenden Namens noch Stützräder. Doch sobald er fertig entwickelt ist, wird er laut Advanced Tactics in bis zu 3000 Meter Höhe fliegen können – bis zu 4500 Kilometer weit und mit einem maximalen Transportgewicht von 1,5 Tonnen. Bei den Tests in Kalifornien flog das Hybrid übrigens autonom mit Autopilot.

Black Knight Transformer ist auf dem Boden 112 km/h schnell, in der Luft 240 km/h. Das Hybrid könnte in Krisengebieten US-Truppen mit Nachschub versorgen. Es kann 1,5 Tonnen Proviant heben. 

Black Knight Transformer ist auf dem Boden 112 km/h schnell, in der Luft 240 km/h. Das Hybrid könnte in Krisengebieten US-Truppen mit Nachschub versorgen. Es kann 1,5 Tonnen Proviant heben. 

Quelle: Advanced Tactics

Trotz vielversprechender Tests musste Advanced Tactics schon eine ernüchternde Absage kassieren. Sie kam von der US-Behörde Darpa, die im Jahr 2010 im Auftrag des Verteidigungsministeriums das sogenannte Transformer-Programm ausgeschrieben hatte. Unternehmen waren aufgerufen, Vorschläge für die Entwicklung eines unbemannten Hybrids aus Fahrzeug und Hubschrauber einzureichen. Und obwohl Black Knight Transformer diese Bedingungen erfüllte, hat Darpa das Projekt im Wettbewerb nicht berücksichtigt.

Lockheed Martin entwickelt riesigen Roboter-Adler

Zu den Konkurrenten von Advanced Tactics zählt auch Lockheed Martin. Der US-amerikanische Rüstungskonzern entwickelt derzeit den Transformer TX.

Transformer TX des Konkurrenten Lockheed Martin. Die unbemannte Drohne ist eine Art riesiger Roboter-Adler und krallt sich kurzerhand Autos und Container. 

Transformer TX des Konkurrenten Lockheed Martin. Die unbemannte Drohne ist eine Art riesiger Roboter-Adler und krallt sich kurzerhand Autos und Container. 

Quelle: Lockheed Martin

Dabei handelt es sich um eine unbemannte Flugdrohne, die als eine Art riesiger Roboter-Adler Container und Fahrzeuge in die Luft heben kann. Da sie mit diesen nicht fest verbunden ist, ist sie noch flexibler als der Black Knight Transformer und gleichzeitig wesentlich flinker. Bis zu 320 km/h schnell soll soll der Prototyp sein, den Lockheed im nächsten Jahr vorstellen will.

Von Patrick Schroeder

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