Sicherstes Flugzeug der Welt 01.02.2016, 14:58 Uhr

Air Force One: Boeing erhält Auftrag für neue Präsidenten-Maschine

Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing wird die neue US-Präsidentenmaschine Air Force One bauen. Das kann was geben. Denn bereits die alten Maschinen gelten als die modernsten und sichersten Flugzeuge der Welt. Lesen Sie hier, was sie so besonders macht. 

Die Präsidentenmaschine Air Force One – hier im April 2015 auf einer Air Base in Kentucky – ist in die Jahre gekommen. Die aus 1990er Jahren stammende Maschine soll jetzt zwei Nachfolger bekommen, die rund 1,6 Milliarden $ kosten sollen und noch mehr Hightech bieten werden.

Die Präsidentenmaschine Air Force One – hier im April 2015 auf einer Air Base in Kentucky – ist in die Jahre gekommen. Die aus 1990er Jahren stammende Maschine soll jetzt zwei Nachfolger bekommen, die rund 1,6 Milliarden $ kosten sollen und noch mehr Hightech bieten werden.

Foto: Dale Greer/US Air Force

Die Präsidentenmaschine Air Force One – hier im April 2015 auf einer Air Base in Kentucky – ist in die Jahre gekommen. Die aus 1990er Jahren stammende Maschine soll jetzt zwei Nachfolger bekommen, die rund 1,6 Milliarden $ kosten sollen und noch mehr Hightech bieten werden.

Foto: Dale Greer/US Air Force

Foto: US Air Force

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Foto: US Air Force

Foto: US Air Force

Foto: US Air Force

Seit den frühen 1990er Jahren düsen die US-Präsidenten mit modifizierten 747-220B-Jets von Boeing durch die Weltgeschichte. Das Problem: Boeing hat die Produktion längst eingestellt, sodass Techniker bei Ersatzteilen auf Sonderanfertigungen angewiesen sind.

Und das ist recht zeitintensiv, wenn man bedenkt, dass sie die Maschinen bis zu 16 Stunden pro Tag warten und Komponenten bei kleinsten Gebrauchsspuren sofort austauschen. Die Lösung: neue Flugzeuge.

Neue Präsidentenmaschinen könnten 1,6 Milliarden $ kosten

Das US-Verteidigungsministerium hat Boeing mit dem Bau zwei neuer Maschinen beauftragt. Dabei soll es sich um 747-8 Jumbojets handeln, die nach der Modifikation mit Serienmodellen wahrscheinlich kaum noch etwas zu tun haben. Es wird so viele Sonderfunktionen geben, dass die beiden Maschinen am Ende über 1,6 Milliarden $ kosten – das zumindest war laut Wall Street Journal eine frühere Etatschätzung.

Aber ob die Maschinen wirklich so teuer sind? Immerhin gewährt Boeing Großkunden Rabatte von bis zu 59 %. Zwar ist die US-Regierung mit zwei Maschinen kein Großkunde – aber trotzdem ein großer Kunde.

Präsident Barack Obama mit dem Logistikteam der Präsidentenmaschine Air Force am 8. Mai 2015: Boeing soll zwei neue Präsidentenmaschinen bauen.

Präsident Barack Obama mit dem Logistikteam der Präsidentenmaschine Air Force am 8. Mai 2015: Boeing soll zwei neue Präsidentenmaschinen bauen.

Foto: Kevin Wallace/US Air Force

Bislang hat das Pentagon mit Boeing allerdings nur einen Anfangsvertrag geschlossen. Demnach soll der Flugzeugbauer für 25,8 Millionen $ einen Plan aufstellen, der sicherstellt, dass die Flugzeuge tatsächlich allen Anforderungen entsprechen. Und es sind eine Menge Anforderungen.

Air Force One hat fünf Störsender zur Raketenabwehr

Und was macht die Präsidentenmaschine so besonders? Vieles davon ist streng geheim, besonders technische Details zur Verteidigung. Als bewiesen gilt jedoch, dass die Flugzeuge über fünf Störsender namens AN/ALQ-204 verfügen, die im Notfall Infrarotstrahlen aussenden und feindliche infrarotgesteuerte Raketen ablenken. Sie sind außerdem gegen elektromagnetische Impulse (EMP) geschützt, die bei Kernwaffenexplosionen am Boden entstehen. Die Verkabelung besteht aus einem Glasfasernetz, das EMP-unempfindlich ist.

Damit die Air Force One im Notfall von jedem Punkt der Welt aus US-Hoheitsgebiet erreichen kann, sind zusätzliche Treibstofftanks installiert. Außerdem lässt sich der Supervogel in der Luft auftanken, sodass er ganze drei Tage in der Luft bleiben kann.

Sicherheit des Präsidenten: An Bord ist auch eine eigene Praxis

Auch im Inneren der Air Force One ist so gut wie alles außergewöhnlich. Die 70,66 m lange und 370 m2 große Maschine kann nur 70 Passagiere und 26 Crew-Mitglieder aufnehmen – in einer normalen Boeing 747-200 hingegen kommen bis zu 480 Fluggäste unter. Warum?

Weil es beispielsweise eine Kommandozentrale gibt, in der sich notfalls ein Krieg befehligen ließe. Es gibt 85 Telefone, 19 Fernseher, Computer und Faxmaschinen. Insgesamt sind 455 km Kabel verlegt, doppelt so viel wie in einer normalen Boeing. An Bord ist auch der sogenannte Atomkoffer für den Einsatz von Nuklearwaffen.

Boeing wird wahrscheinlich einen 747-8 Jumbojet als Basis für die nächste Air Force One nutzen.

Boeing wird wahrscheinlich einen 747-8 Jumbojet als Basis für die nächste Air Force One nutzen.

Foto: Boeing/dpa

Es gibt sogar eine Praxis, in der Ärzte den Präsidenten im Notfall operieren könnten. Blutreserven sind selbstverständlich reichlich vorhanden – Barack Obama hat übrigens Blutgruppe AB.

Air Force One mit Restaurant und Fitness-Studio

Apropos Obama. Wo ist der Präsident eigentlich untergebracht? In einer Luxus-Suite direkt unter dem Cockpit. Dort hat er ein Schlafzimmer, ein Büro, ein Bad und einen Fitnessraum. Zeit, Gewichte zu stemmen, hat er genügend. Allein 2010 hat der Präsident das Flugzeug über 170 Mal genutzt, bislang hat er in seiner Amtszeit über 1,5 Millionen km zurückgelegt. Wenn der Magen knurrt, stehen rund um die Uhr Köche in einem Gourmet-Restaurant bereit.

Woher kommt eigentlich der Name Air Force One? Er ist ein Funkrufzeichen, das seit 1953 gilt und sich mit John F. Kennedys Boeing VS 137 C etabliert hat. Es bedeutet: Es fliegt die US-Luftwaffe mit dem US-Präsidenten an Bord. Theoretisch könnte also auch eine kleine Cessna die Air Force One sein. 

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