Software 13.01.2012, 12:02 Uhr

Virtualisierung für SAP-Kunden erfolgsentscheidend

Virtualisierung ist eine Grundvoraussetzung für die Nutzung der Vorteile des Cloud Computing. SAP als Softwareanbieter treibt Virtualisierung im eigenen Unternehmen voran. Nach anfänglichem Zögern setzen immer mehr SAP-Kunden auf die Cloud, das Vertrauen in die stabile Technologie der Virtualisierung steigt kontinuierlich.

„Wir haben inzwischen 50 % unserer eigenen Server virtualisiert“, berichtet SAP-Manager Allen Bannon, in Palo Alto zuständig für die Cloud-Technologie der Walldorfer. Sein Chef, Vorstandssprecher Jim Hagemann Snabe, hat auf der Kundenkonferenz in Madrid verkündet, dass alle bestehenden und neuen SAP-Anwendungen für die Virtualisierung gerüstet sein werden.

„Wir unterstützen unsere Kunden dabei, ihre IT-Infrastruktur ebenfalls zu virtualisieren“, so Bannon weiter. Sogar Partnerentwicklungen finden bereits statt. „Unter anderem ist die Robert Bosch AG an der Entwicklung des SAP-Produktes Landscape Virtualization Manager (LVM) beteiligt.“

SAP-Kunden erhoffen sich durch Virtualisierung geringere Betriebskosten

Bannon berichtet, SAP-Kunden würden von Virtualisierung vor allem geringere Betriebskosten (TCO) und höhere Flexibilität im Business erwarten. Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) bestätigt dies zum Teil. Es gebe ein „ausgeprägtes Vertrauen in die stabile Technologie der Virtualisierung“, so DSAG-Vorstand Marco Lenck. Sein Kollege Ronny Zimmermann, Sprecher der Arbeitsgruppe Virtualisierung & Cloud Computing, fügt hinzu: „Es gibt neben Kostenersparnis und höherer Flexibilität im Fehler- und Wartungsfall noch einen weiteren Vorteil: höhere Verfügbarkeit.“ Dieser Vorteil werde in der Regel auch erreicht.

Deutsche SAP-Kunden wie Melitta, Beru oder Carl Cloos Schweißtechnik, die Virtualisierungstechnologie von VMware, Microsoft oder anderen einsetzen, berichten übereinstimmend von „höherer Verfügbarkeit, Flexibilität und Performance zu günstigen Preisen“.

Jörg Hesske, Country Manager für VMware Deutschland, bestätigt die Realisierung dieser Vorteile: „Unsere Kunden berichten von Einsparungen von über 50 % bei den reinen Infrastruk-
turkosten und einer Auslastung ihrer Server von 60 % bis 80 % statt früher nur von 5 % bis  15 %.“ Außerdem müsse das IT-Personal weniger Zeit mit der Überwachung von Servern verschwenden und könne sich mehr auf neue Initiativen konzentrieren.

Viele SAP-Kunden setzen auch bei Kernanwendungen auf Virtualisierung

Hesske weiter: „Ein wesentlicher ausschlaggebender Grund für den Mittelstand in Virtualisierung zu investieren, ist Disaster Recovery beziehungsweise Business Continuity.“ Das bedeutet, dass beim Ausfall eines physischen Servers die betroffenen virtuellen Maschinen automatisch und nahtlos auf anderen Produktionsservern mit freien Kapazitäten neu gestartet werden. Dies gibt, wie Lenck und Zimmermann andeuten, den SAP-Kunden das Vertrauen, auch Kernanwendungen zu virtualisieren. „Es wurden schon von vielen SAP-Kunden Kernanwendungen, ERP, CRM usw. virtualisiert“, bestätigt Zimmermann.

Aber die Kunden sind vorsichtig: „Oftmals ist es so, dass, wenn ein Unternehmen mit Virtualisierung beginnt, zuerst ‚unwichtige‘ Anwendungen virtualisiert werden“, weiß Zimmermann. „Hat man dann Erfahrungen gesammelt, traut man sich an die SAP-Systeme. Hier gehen viele schrittweise vor: zuerst die Entwicklungs- und Qualitätssicherungssysteme, dann die SAP-Anwendungsinstanzen von produktiven Systemen und zum Schluss die Datenbanken der produktiven Systeme.“ Der IT-Experte weist darauf hin, dass es „für die operativen Kosten des IT-Betriebs von Vorteil ist, wenn eine möglichst homogene Struktur vorliegt“.

Virtualisierung ist für Unternehmen mehr als ein reines IT-Thema

Virtualisierung ist mittlerweile kein reines IT-Thema mehr. „Gerade CIOs und CFOs beschäftigen sich derzeit verstärkt mit dem Komplex der effizienten und ressourcenoptimierten Kosteneffizienz der IT – auch runtergebrochen auf Geschäftsbereiche und sogar Applikationen“, weiß Hesske von VMware. „Virtualisierung ist für die meisten Firmen und Betriebe, unabhängig von der Größe, eine strategische Entscheidung, die vielfach von der Geschäftsführungsebene getroffen wird.“

Von Michael Matzer
Von Michael Matzer

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