Mobilfunk 02.11.2007, 19:31 Uhr

Verdächtige Personen im Schlafzimmer

Als ich 16 Jahre alt war, hatte ich ein altes Nokia 8510, dass zu der Zeit jeder Jugendliche hatte. Es konnte nicht viel, aber damals reichte das auch. Ich hatte es mit Aufklebern und goldenem Edding dekoriert und ihm eine Handytasche gekauft, die aussah wie ein Plüschkroko.

An einem Abend in den Ferien ging ich mit zwei Bekannten auf eine Feier. Im Laufe des Abends tauchten mehrere, mir verdächtig vorkommende Personen auf, ich hatte von Anfang an ein schlechtes Gefühl. Alle hatten an dem Abend ihre Jacken und Taschen ins Schlafzimmer gelegt.

Die Gruppe ging fast genauso schnell, wie sie gekommen waren. Kurz darauf wollte auch ich gehen und fand meine Tasche offen und den Inhalt auf dem Boden zerstreut vor. Als ich nachsah, fehlte mein Handy, samt Handytasche. Ich wurde noch nie beklaut und somit brach für mich eine kleine Welt zusammen. Ich hatte es geahnt und der Gastgeber versprach mir, dafür aufzukommen, da er diese Gruppe kannte und eingeladen hatte. Meine Bekannten brachten mich völlig zerstreut nach hause. Dort ließ ich direkt meine Karte sperren.

Am folgenden Sonntag bekam ich einen Anruf aus einem Kiosk am Bahnhof, ganz in der Nähe. Ich wurde gefragt, ob ich ein Handy verloren hätte, denn man hätte eines in 3 Einzelteile zerlegt gefunden, wieder zusammen gebaut und im SMS-Eingang eine SMS meines Vaters gefunden und dort angerufen. Ich packte meinen Vater ein und fuhr hin. Die Kioskbesitzerin dachte sich sofort, als sie mich kommen sah, dass es mein Handy sein musste. Am Telefon hatte sie mich zuvor auch schon nach äußerlichen Details gefragt. Als ich mein Handy wieder in Händen hielt war es zerkratzt, das Display gebrochen und die Anzeige nicht mehr ganz intakt. Ich war sehr glücklich über den Zufallsfund, die Abgabe beim Kiosk und das schnelle Schalten meiner Mutter, die Karte sperren zu lassen. Somit hatten die Diebe keine Verwendung mehr dafür.

Es begleitete mich noch weitere 2 Monate, bis sich meine Mutter erbarmte und mir ein anderes, etwas neueres Modell kaufte. Es war schon schade drum, aber es hatte immerhin 3 Jahre mit mir überlebt und war auch nach der Zerstörung noch funktionstüchtig. Nokias haben ja den Ruf, sehr robust zu sein, was mir damit bewiesen wurde.

Kathrin Wilhelm, Hamburg

Dieser Beitrag ist eine Leserzuschrift im Rahmen der Handy-Geschichten der VDI nachrichten.

Von Kathrin Wilhelm

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