Neue Gartner-Studie 26.09.2013, 17:21 Uhr

Unglaublich: Dieses Jahr werden 102 Milliarden Apps heruntergeladen

Der Triumphzug der kleinen Helfer für den Alltag scheint unaufhaltsam: In diesem Jahr werden voraussichtlich 102 Milliarden Apps heruntergeladen, so eine Prognose des Marktforschungsunternehmens Gartner. Dabei sind inzwischen 90 Prozent der Mini-Programme gratis. Sogar mit der Werbung könnte dank eines neuen Geschäftsmodells zukünftig Schluss sei.

Steht kurz davor, die Zahl von einer Million Apps zu überspringen: App-Store von Apple.

Steht kurz davor, die Zahl von einer Million Apps zu überspringen: App-Store von Apple.

Foto: Screenshot ingenieur.de

Seit Beginn der Smartphone-Welle erfreuen sich Apps steigender Beliebtheit. In diesem Jahr steigt die Anzahl der Downloads auf den Rekordwert von 102 Milliarden. Die Nutzer bescheren den verschiedenen App-Stores dadurch Einnahmen von 26 Milliarden Dollar. Das geht aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner hervor.

Im Vergleich zu 64 Milliarden Downloads aus dem Vorjahr bezeugen die aktuellen Zahlen einen rasanten Anstieg. Und dieser wird anhalten, erklärt Sandy Shen, Forschungsdirektorin bei Gartner: „Wir erwarten ein starkes Wachstum 2014, das in den folgenden Jahren allerdings etwas abnehmen wird.“ Der Grund: Nach einer Entdeckungsphase bleiben Nutzer meist einer Sammlung nützlicher Apps treu. Trotzdem werden sich die Werte bis 2017 fast verdreifachen. Dann geben alle Smartphone-Besitzer weltweit 77 Milliarden Euro für über 270 Milliarden Downloads aus, erwartet Gartner.

Entwickler machen zunehmend mehr Geld mit In-App Purchases

Ein weiterer Trend zeichnet sich beim Kaufverhalten ab: Denn 91 Prozent der Nutzer entscheiden sich für kostenlose Apps. „Gratis Apps machen derzeit in Apples App-Store und Google-Play zwischen 60 und 80 Prozent aus“, sagt Brian Blau, Marktforscher bei Gartner. Als störend empfinden User dabei die Werbeeinblendungen. Doch auch mit diesen könnte in Zukunft Schluss sein.

Apple auf den Fersen: Der Play Store von Google.

Apple auf den Fersen: Der Play Store von Google.

Foto: Screenshot ingenieur.de

Denn Blau glaubt an ein Geschäftsmodell, bei dem Softwarefirmen an sogenannten In-App Purchases verdienen. Während die Basis-Software umsonst ist, zahlt der Anwender nur für Zusatz-Services oder – im Fall von Spielen – für weitere Levels. Diese Form der Geldeinnahme liegt derzeit bei 17 Prozent und wird bis 2017 auf 48 Prozent steigen. Blau: „Wir beobachten, dass die User sich davon nicht abschrecken lassen und bereit sind, mehr zu bezahlen, sofern sie mit der bisherigen Leistung zufrieden sind.“ In-Apps Purchases seien ein entsprechend nachhaltiges Geschäftsmodell, das gleichzeitig die Kreativität der Entwickler entfacht.

App-Stores für iOS und Android wachsen auch zukünftig am stärksten

„iOS- und Android-App-Stores werden im Jahr 2017 für 90 Prozent der weltweiten Downloads verantwortlich sein“, prognostiziert Blau. „Diese App-Stores wachsen aufgrund einer steigenden Anzahl sehr aktiver Entwickler-Gruppen immer weiter. Trotzdem gehen wir davon aus, dass die durchschnittlichen monatlichen Downloads auf iOS-Geräte von 4,9 (2013) auf 3,9 (2017) sinken werden.“ Das betreffe auch Android-Geräte. Hier könnte der Wert im gleichen Zeitraum von 6,2 auf 5,8 fallen. Ausgeglichen wird diese Tendenz durch die stetig steigende Zahl der Smartphone-Besitzer. Bereits letztes Jahr, meldete das Marktforschungsunternehmen Strategy Analytics, wurde die 1-Milliarden-Marke erreicht.

Wie rasant die Entwicklung ist, zeigen die aktuellen Zahlen des App-Stores von Apple. Vor drei Monaten waren rund 900 000 Apps im Store verfügbar. Seitdem sind 50 000 Apps hinzugekommen, so dass Apple voraussichtlich im kommenden Quartal die Millionengrenze von verfügbaren App-Programmen überspringen wird.Ähnlich hoch waren die Zahlen zuletzt im Play Store von Google.

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