Informationstechnologie 28.09.2012, 19:54 Uhr

Tiefgreifender Wandel in den Rechenzentren zeichnet sich ab

Virtualisierung und Cloud-Computing verändern immer stärker die bisherigen Strukturen von Rechenzentren. Schon bald kann der gesamte IT-Betrieb von einer einzigen Konsole aus gemanagt werden – meinen die Systemanbieter. Das aber setzt voraus, dass die gesamte Infrastruktur virtualisiert werden kann und dass externe Cloud-Dienste nahtlos eingebunden werden können. Wer dafür als Erster eine kostengünstige Lösung parat hat, ist sofort weit vorne.

Cloud Computing verändert die Welt der Rechenzentren.

Cloud Computing verändert die Welt der Rechenzentren.

Foto: Strato AG

Die Struktur der Rechenzentren befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Die Virtualisierung von Servern, Datenspeichern und Netzwerken sowie die Entwicklung und Nutzung von internen und externen Cloud-Diensten erfordern ein Umdenken bei den IT-Chefs – aber auch die Schaffung neuer Managementwerkzeuge um diese neuen Strukturen optimal zu managen.

Viele IT-Anbieter kämpfen um die Vorherrschaft in den zukünftigen Rechenzentren, bei denen im Extremfall der CIO weder Server, Speicher und Netzwerke besitzt – und möglicherweise auch nicht mehr die Daten und Applikationen unter seiner Kontrolle hat.

Neben CA Technologies und IBM konkurrieren vor allem Microsoft und VMware um die zukünftige Spitzenposition beim Managen der IT-Infrastruktur. Beide Unternehmen haben kürzlich wesentliche Produkterweiterungen und ihre Strategie auf dem Weg zu einem vollautomatischen Rechenzentrum vorgestellt. Darin wird deutlich, dass beide Unternehmen ganz unterschiedliche Wege beschreiten wollen.

Bei Microsoft wurde nach einer monatelangen Betaphase „Windows Server 2012“ Anfang September freigegeben. Mit ihm lässt sich eine Vielzahl Server genauso einfach managen wie früher einen einzigen Server. „Server 2012 ist ein Cloud-Produkt“ sagte Microsofts Server-Chef Satya Nadella bei der Vorstellung. Damit meinte er, dass Server 2012 sowohl in Verbindung mit Microsofts Cloud-Plattform namens Azure als auch mit einer internen Cloud genutzt werden kann.

Microsoft spricht bei Server 2012 bereits von einem neuem Betriebssystem, dem Cloud OS. „Dieses neue Betriebssystem vereint Speicher, Networking und Computing in einer einzigen Plattform, die sich elastisch dem jeweiligen Bedarf des Unternehmens anpasst“, meint Nadella.

Auch VMware stellte jüngst seine Vision vom zukünftigen Rechenzentrumsbetrieb vor. „Es ist an der Zeit, sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass die gesamte Infrastruktur eines Rechenzentrums virtualisiert werden kann, bei der alle Leistungen ausschließlich als Services geliefert werden“, sagte deren neuer CEO Pat Gelsinger auf VMwares jüngster Kundenveranstaltung VMworld in San Francisco. Bei einem derartigen Rechenzentrum lassen sich dann laut Gelsinger die Virtualisierungsprinzipien, wie Abstraktion, Poolbildung und Automatisierung auf alle Infrastrukturelemente wie Server, Speicher und Netzwerke anwenden. Genau wie bei den heutigen virtuellen Server-Umgebungen lässt sich dann das gesamte Rechenzentrum mittels Software konfigurieren und steuern. Ein „softwaredefiniertes Rechenzentrum“ heißt das bei VMware.

Das größte Problem der Visionen von Microsoft und VMware sind jedoch die bestehenden Infrastrukturen aller heutigen Rechenzentren. „Wer von einer einzigen Konsole aus das gesamte Rechenzentrum im Griff behalten will, muss auch alle die Komponenten beherrschen, die nicht von ihm stammen“, sagt IDC-Analyst Gary Chen über die Stolpersteine auf dem Weg zum Alleinherrscher über alle RZ-Elemente.

Doch ein wesentlich größeres Problem hin zum Rechenzentrum-Primus ist der Trend zu den neuen IT-Silos. Beispiele hierfür sind Oracles Exalogic und Exalytics sowie IBMs Pure-Systems und SAPs HANA. Das sind praktisch Mega-Appliances, die sich der normalen horizontalen Infrastruktur durch massive vertikale Integration entziehen. „Die großen IT-Anbieter wollen mit ihren neuen Silos neue Abhängigkeiten schaffen – da sollten die IT-Chefs äußerst vorsichtig sein“, lautet deshalb Gelsingers Warnung an die CIOs.   HARALD WEISS

 

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