„Echtzeitschutz“ im Internet 27.05.2013, 12:16 Uhr

Telekom will Schutz gegen Cyberangriffe verbessern

Die Deutsche Telekom bereitet die Gründung des neuen Geschäftsbereiches Cybersicherheit vor. Dort sollen Abwehrstrategien gegen Angriffe im Internet und Sicherheitsprodukte für alle Unternehmensgrößen entwickelt werden.

Das Bildschirmfoto zeigt das Werk eines Computervirus. Die Deutsche Telekom will den Schutz gegen Cyberangriffe verbessern und einen eigenen Geschäftsbereich Cybersicherheit gründen. 

Das Bildschirmfoto zeigt das Werk eines Computervirus. Die Deutsche Telekom will den Schutz gegen Cyberangriffe verbessern und einen eigenen Geschäftsbereich Cybersicherheit gründen. 

Foto: Screenshot Sophos

Der Bonner Telekommunikationskonzern hat ein großes Risiko für Cyberbedrohungen ausgemacht. „Die zunehmende digitale Vernetzung unserer Gesellschaft eröffnet Spionen, Terroristen, Militärs, organisierten Kriminellen oder Einzeltätern neue Angriffsmöglichkeiten. Cyberwar-Szenarien stellen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Immer häufiger erfolgen Attacken nicht auf konventionellem Weg, sondern über Datenleitungen“, schreibt der Konzern auf seiner Internetseite.

Mit Honig fängt man Hacker

Jetzt will die Telekom eine Spezialeinheit aufbauen, die den Schutz vor Cyberangriffen verbessern soll. „Wir werden dafür das über den Konzern verteilte Know-how in einer neuen Einheit bündeln und Sicherheitsprodukte für alle Unternehmensgrößen auf den Markt bringen“, sagte Telekom-Vorstand Reinhard Clemens, der für den neuen Geschäftsbereich Cybersicherheit verantwortlich ist, gegenüber der Wirtschaftswoche.

Soll den neuen Bereich leiten: Reinhard Clemens

Soll den neuen Bereich leiten: Reinhard Clemens

Foto: Deutsche Telekom

Eine Arbeitsgruppe aus Managern der internen Konzernsicherheit und Experten der IT-Sparte T-Systems bereite derzeit die Gründung vor.

Eines der neuen Produkte, so die Wirtschaftswoche, soll ein „dynamischer Echtzeitschutz“ sein. Anders als bei den eher statischen Schutzschirmen wie einer Firewall würde der Echtzeitschutz die Angriffe im Netz schneller und besser abblocken.

Erst kürzlich, zur Computer- und IT-Messe CeBIT 2013, hatte die Telekom den neuen „Sicherheitstacho“ vorgestellt, der in Echtzeit Statistiken über aktuelle Angriffe zeigt. Dafür hatte die Telekom sogenannte „Honeypots“ in ihrem eigenen IT-System installiert.

Cyberkriminelle verraten ungewollt ihre Angriffstechniken

Diese Honigtöpfe, bisher rund 100 an der Zahl, sind nichts anderes als Fallen, die oft wie normale Websites aufgebaut sind. Auf ihnen läuft eine spezielle Software, die Verbindungsversuche registriert und teilweise auch verwundbare Dienste simuliert wie Formulare für Login-Prozesse.

Die Hacker, die auf solchen Honeypots landen, liefern wertvolle Informationen über die Art ihrer Angriffstechnik. Knapp 500.000 Angriffe im Monat registriert die Telekom nach eigenen Angaben auf ihr Locksystem. In einer Statistik werden die häufigsten Angriffsarten festgehalten. Demnach sind die meisten Angriffe automatisiert und erfolgen über bekannte Sicherheitslücken, zum Beispiel über WordPress oder Windows.

Über die IP-Adresse des Rechners kann außerdem der Ort des Angreifers lokalisiert werden. Allerdings führt diese Information oft genug in die Irre, denn Cyber-Kriminelle tun alles, um den wahren Ursprungsort ihres Angriffes zu verschleiern. Im April 2013 wurde Russland als Angriffsquelle Nummer 1 ausgemacht, gefolgt von Deutschland und China. Bereits jetzt verschickt die Telekom monatliche Informationsschreiben an Kunden, deren Anschlüsse für den Versand von Spam-Nachrichten missbraucht werden. In Zukunft könnten die Geschäftskunden der Telekom eine automatische Sperrung aller IP-Adressen veranlassen, von denen viele oder gefährliche Angriffe ausgehen. 

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