E-Business 07.06.2002, 18:20 Uhr

Seat-Rabatte für den Autokauf über das Internet

Das Auto wird per Internet auf der Seat-Website konfiguriert und die Bestellung gleich ans Werk geschickt. So weit nichts Neues – Opel und Smarts können über das Internet konfiguriert und bestellt werden. Um den Verkauf per Internet anzukurbeln verspricht Seat allerdings Rabatte von bis zu 13 %.

Die Marketingstrategen der spanischen VW-Tochter Seat hatten Ende Mai bei ihrer Ankündigung, jetzt auch den Vertriebsweg Internet zu nutzen, wohl übersehen, dass ihnen die Kollegen von Opel und der Daimler-Tochter MCC Smart bereits um Jahre voraus sind. Bereits 1998 hatte Opel ein Sondermodell des Corsa über das Internet an immerhin siebzig Käufer verkauft, wie eine Sprecherin des Unternehmens mitteilt. Smart verkauft seit 1999 seine Cityflitzer über das Internet und ist nach eigenem Bekunden „damit sehr erfolgreich“.
Andreas Schleef, Vorstandsvorsitzender der Seat S.A., will ab sofort noch einen Schritt weiter gehen: Der Mausklick auf das Auftragsformular am Bildschirm soll sich lohnen. Jeder Kunde erhält bei Seat bei einer Onlinebestellung einen kräftigen Preisnachlass von bis zu 13 % auf die Modelle Arosa, Leon und Alhambra – der Ibiza soll 2003 folgen. Für den Start stehen zunächst 150 Fahrzeuge bereit.
Von seinem Online-Angebot verspricht sich Seat einen Imagegewinn der Marke „vor allem bei jungen Menschen mit Führerschein und Internetanschluss“, erklärt Schleef. Auf „Schnick-Schnack“ und Animation wurde bewusst verzichtet. „Der Kunde soll sich auf das Wesentliche konzentrieren und zu einem schnellen zufrieden stellenden Ergebnis kommen“, erläutert Detlev Wiese von der Elephant Seven GmbH in Hamburg, die für Seat den Internetauftritt programmiert hat. Eine der größten Schwierigkeiten dabei war die Anbindung des Internetshops an das Nadin-System des VW-Konzerns, das sämtliche Daten aller verfügbaren Fahrzeuge vorhält.
Der Auswahlprozess des Kunden auf der Seat-Website verläuft wie bei den andern Anbietern der Branche auch. Über ein Konfigurationstool stellt sich der PC-Nutzer an seinem Bildschirm „sein Traumauto“ zusammen. Nach seiner Auswahl am Bildschirm füllt der Kunde ein Auftragsformular aus, das per E-Mail an den Hersteller geschickt wird. Der sorgt dafür, dass ein Händler in der Nähe des Kunden den Auftrag übernimmt und ausführt.
Wie bei Opel sind auch bei Seat die Modelle vorproduziert. Es wird im System des Autoherstellers also lediglich abgeglichen, ob das gewünschte Modell auf Lager ist. Sonderwünsche, wie zum Beispiel die Lieferung eines Navigationssystems, ungewöhnliche Lackierungen oder Innenausstattungen können heute bei diesen Herstellern noch nicht berücksichtigt werden. Anders bei MCC Smart: „Wir bauen das Fahrzeug nach den Wünschen des Kunden und haben keine Fahrzeuge auf Halde stehen“, erklärt ein Sprecher des Unternehmens.
Nicht alle Autohersteller sehen im Internet einen zusätzlichen Vertriebskanal.“Wir nutzen das Internet in Europa als Dialogmedium und nicht für den Verkauf“, erläutert eine Sprecherin der Ford AG. Der Händler sei nach wie vor ein wichtiger Ansprechpartner für den Kunden, der nicht durch das Medium Internet zu ersetzen sei.
Um die Integration der Händler sind auch die anderen Hersteller bemüht: Die Adam Opel AG hat ein flexibles Website-System für ihre Vertriebspartner eingeführt. Damit haben alle 2400 deutschen Opel-Vertragshändler und ihre Filialbetriebe einen eigenen, einheitlich gestalteten Internet-Auftritt. Die Besonderheit: Mit Hilfe eines speziellen Online-Redaktionssystems kann jeder Vertriebspartner seine Internet-Seite ohne fremde Hilfe mit eigenen Inhalten und Bildern füllen und auf den neuesten Stand bringen.
95 % aller Seat-Händler haben sich entschlossen, die Internetaktivitäten durch kooperatives Verhalten bei der Abwicklung des Verkaufsgeschäftes zu unterstützen. Die Händler erhalten immerhin 5 % des Umsatzes der über das Internet verkauften Fahrzeuge.
Bis zum Jahr 2005 sollen jedoch – so die Einschätzung von Seat – „10 % aller Neufahrzeuge über das Internet verkauft werden“.
D. WENDELN-MÜNCHOW

Ein Beitrag von:

  • Dorothea Wendeln-Münchow

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