Internet 30.06.2006, 19:22 Uhr

Schneller Funkstandard WLAN 802.11n in Sicht  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 30. 6. 06, pek – Mehr als 6-mal so schnell wie der derzeit am meisten verbreitete WLAN-Standard IEEE 802.11g soll der neue Standard „n“ sein. Damit durchbricht erstmals ein anmelde- und gebührenfreier Funkdienst die 100-Mbit/s-Datenschallmauer von Fast Ethernet.

Ein superschneller Funkstandard vernetzt seit Juni auch deutsche PCs. Gerade rechtzeitig zur Einführung des hochauflösenden Fernsehens und der ultraschnellen Internetdienste VDSL und ADSL2+ erhält der Computeranwender damit die Möglichkeit ein drahtloses Hochleistungsnetzwerk aufzubauen. 300 Mbit/s schafft der neue „n“-WLAN- Standard brutto. „Netto bleibt davon rund die Hälfte übrig“, erläutert Karsten Kunert vom Hersteller Netgear. Grund für den Abschlag ist die Fehlerkorrektur.

Doch auch die zurechtgestutzte Übertragungsgeschwindigkeit reicht noch aus, um problemlos zwei hochaufgelöste Fernsehbilder parallel übertragen zu können. Außerdem bleibt noch Luft zum Surfen und Telefonieren über das Internet. Damit durchbricht erstmals ein anmelde- und gebührenfreier Funkdienst die Datenschallmauer von Fast Ethernet (100 Mbit/s).

Den höchsten Datendurchsatz schaffen die Geräte bei Zimmerdistanzen. Entfernen sich Sender und Empfänger zu weit, sinkt die Datenrate. Aber auch bei Entfernungen von 15 m bis 20 m ist die neue WLAN-Generation immer noch fixer als ein 100- Mbit/s-Kabelnetzwerk.

Kein Vergleich auch zu den bereits etablierten Mitgliedern der IEEE 802.11-WLAN-Normenfamilie „b“, „a“, „g“ und „h“, die maximal ein Sechstel der jetzigen Datenrate erreichten. Allen Mitgliedern haftete bislang der Geruch des eher Amateurhaften an. DECT Telefone, Mikrowellenöfen und ähnliche Störsender machen dem WLAN das Leben schwer. Auch große Wasserbehälter wie Aquarien und wuchernde Zimmerpflanzen vermiesen den Empfang.

Die bei den neuen „n“-Geräten eingebaute MIMO(Multiple Input Multiple Output)-Technik soll das nun verhindern. Ein Array aus sieben Antennen bildet über Phasenverschiebung eine Art Richtfunksystem, das die WLAN-Funkbotschaften gezielt in bestimmte Richtungen leitet. „Die Geräte probieren verschiedene Möglichkeiten durch und ermitteln selbst, in welchem Winkel sie abstrahlen müssen, um die optimale Verbindung aufzubauen“, erläutert Kunert. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass der von einer Wand reflektierte Funkimpuls von besserer Qualität ist als der direkte Sendestrahl.

Von einem „n-Standard“ zu sprechen ist allerdings noch verfrüht. Zwar sind die grundlegenden Entscheidungen gefallen, doch hat das internationalen WLAN-Konsortium sein jüngstes Mitglied noch nicht offiziell abgesegnet. Die beteiligten Industriefirmen haben sich noch nicht endgültig auf ein gemeinsames Papier geeinigt.

Seit März 2006 liegt aber ein bereits weit entwickelter Entwurf vor. Dieser soll nach einer Überarbeitung im Jahr 2007 unterzeichnet werden. Gesendet wird je nach örtlicher Situation entweder auf den Frequenzbändern 2,4 GHz oder 5 GHz – oder die Kanäle werden gar gekoppelt (600 Mbit/s).

Die hohe Datenrate schlägt sich im Preis nieder. Eine Basisstation soll 269 € kosten. Preiswerter ist die Einbau-Version für den PC und die PCI-Karte fürs Notebook für 139 €. BERND SCHÖNE

 

Von Bernd Schöne

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