Software 27.09.2002, 18:21 Uhr

Raus aus dem „Goldenen-Käfig“

Wer zu den Gründungsmitgliedern von Microsoft zählt, hat für den Rest des Lebens ausgesorgt. Charles Simonyi gehört dazu. Er startete als Achter bei Bill Gates und sein Vermögen wird von Forbes auf über 1 Mrd. Dollar geschätzt, doch darüber hinaus hat er mit seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeit vor allem das Vermögen seiner Kollegen und vieler Investoren vermehrt. Charles Simonyi gehörte zum „Thinktank“ des Softwaregiganten, der nicht gerne im Rampenlicht stand, sondern lieber mit Experten im Softwarelabor diskutierte. Hier wurde ein großer Teil dessen vorgedacht und entwickelt, was Microsoft reich gemacht hat.

Als Simonyi 1981 zu Microsoft kam, hatte er eine Software in der Tasche, die er am Xerox-Palo-Alto-Forschungszentrum entwickelt hatte. „Bravo“ war das erste Textprogramm auf grafischer Basis, das die Verwendung von Standardschriften zuließ und erstmals druckten die Computer eine Seite genauso aus, wie sie auf dem Bildschirm zu sehen war. Daraus machte Simonyi das erste Microsoft-Word, entwickelte Excel und kombinierte beides später zum ersten „Office-Paket“.
Anstatt sich in die politische Diskussion um Betriebssysteme und Kartellfragen zu begeben, arbeitete er weiter an neuen Methoden des Software-Engineering. „Wir können heute Jumbojets komplett am Computer entwerfen, berechnen und die Fertigung kontrollieren – aber wir müssen immer noch von Hand programmieren“, beschreibt er seine gegenwärtigen Ziele.
Doch solche futuristischen Gedanken hatten in der Microsoft-Verwaltungshochburg keinen Platz mehr. So räumte Simonyi seinen Schreibtisch in Redmond und startete im 10 km südlich gelegenen Bellevue seine eigene, neue Firma: „Intentional Software“. Damit will er den Traum der Softwareingenieure realisieren, dass die Anwender ihre eigenen Programme schreiben können, ohne dass sie erst zu Spitzenprogrammierern ausgebildet werden müssen.
Charles Simonyi verkörpert die moderne amerikanische Tellerwäscher-Karriere. 1948 wurde er in Ungarn geboren, reiste 1965 mit einem Visum für eine Kongressteilnahme nach Dänemark, von wo aus er sich in die USA absetzte. Er studierte in Berkeley und Stanford und fing 1972 bei Xerox an. Privat ist er ein Kunstgenießer: Vasarely und Tschaikowski verwöhnen seine Augen und Ohren.
HARALD WEISS

Von Harald Weiss
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